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Kirchrode Bahn baut Lärmschutzwand an Lange-Feld-Straße ab
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Bahn baut Lärmschutzwand an Lange-Feld-Straße ab
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Ungebremst laut: An der Eisenbahnbrücke gibt es keinen Lärmschutz mehr. Quelle: Christian Link
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Hannover

Besonders irritierend fand die CDU-Fraktion im Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode das plötzliche Fehlen des Schallschutzes und fragte bei der Stadtverwaltung nach - nur um ein weiteres Mal enttäuscht zu werden.

„Im Rahmen der Baustellenplanung wurde seitens der Deutschen Bahn angekündigt, dass eine Lärmschutzwand eingesetzt wird“, war sich die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Stittgen in der jüngsten Bezirksratssitzung sicher. Nach Ansicht der Bahn ist ihre Ankündigung jedoch von der CDU missverstanden worden. „Die Aussage [...] bezieht sich lediglich auf auszuführende Abbrucharbeiten an den zurückzubauenden Widerlagern und Fundamenten“, heißt es in einer Auskunft des Unternehmens an den Bezirksrat. Aus technischen Gründen könnten auf den Hilfsbrücken sowie dem Bahndamm keine temporären Lärmschutzwände errichtet werden.

„Das haben wir ein bisschen anders verstanden“, ärgerte sich Stittgen und äußerte die Hoffnung, dass vielleicht auf Straßenniveau eine temporäre Lärmschutzwand aufgestellt werden könnte. Das ist bislang jedoch nicht geplant.

Eine Reduzierung des Lärms ließe sich nach Ansicht der Deutschen Bahn nur durch eine Reduzierung des Eisenbahnverkehrs realisieren - was aufgrund des Schienengüterverkehrsaufkommens in und um Hannover schlichtweg nicht geht. Die Anwohner müssen also geduldig sein, denn der aktuelle Zustand wird noch monatelang vorherrschen. „Der ursprüngliche Zustand mit einer Lärmschutzwand auf der dann neuen Eisenbahnüberführung wird Ende April 2017 hergestellt sein“, schreibt die Deutsche Bahn an den Bezirksrat.

Von Christian Link

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