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Kirchrode Bebauungsplan lässt viele Fragen offen
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Bebauungsplan lässt viele Fragen offen
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00:15 11.10.2016
Die Kolonie Rosengrund weicht dem Neubaugebiet Büntekamp III. Quelle: Michael Thomas
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Kirchrode

Für das neue Wohnquartier soll die Kleingartenkolonie Rosengrund (9265 Quadratmeter) sowie eine vergleichbar große Fläche des dortigen Blumenhofs zu einem allgemeinen Wohngebiet umgewandelt werden.

Der erste Entwurf des Bebauungsplans lässt allerdings viele Fragen offen. So macht die Drucksache keine Angaben über die Anzahl der Wohneinheiten, die in Büntekamp III entstehen werden. Laut Wohnkonzept 2025 sind hier 88 Wohnungen in Mehrfamilienhäusern geplant sowie 40 Wohnungen in Einfamilien- oder Doppelhaushälften. Vielleicht verschieben die Stadtplaner den Schwerpunkt aber auch noch etwas mehr in Richtung Geschosswohnungsbau. Schließlich soll dieser eine „zusätzliche schallschützende Wirkung für die südlich und östlich anschließende Bebauung entfalten“, wie es in der Drucksache heißt.

Der von den zuständigen Gremien beschlossene Entwurf des Bebauungsplans sieht noch einen Massivbau zur Unterbringung von Flüchtlingen vor. Angesichts rückläufiger Flüchtlingszahlen hat die Stadt diese Überlegungen aber aufgegeben und wird kein Asylbewerberheim in das Neubaugebiet setzen, das zu den privilegierten Adressen zählen wird.

Nicht ganz unproblematisch dürfte die Verkehrsanbindung des Quartiers werden, die ausschließlich über die Lange-Feld-Straße erfolgen soll. „Schleichverkehre über die Lothringer Straße in und aus Richtung der Tiergartenstraße sollen weitgehend vermieden werden“, lautet das Ziel der Stadtplaner. Außerdem greifen sie im Bebauungsplan die Pläne für eine Fuß- und Radverbindung von der Lange-Feld-Straße zur Bemeroder Straße wieder auf.

Sicher ist, dass das Wohnen auch in Büntekamp III nicht billig wird. Stolze 529 000 Euro kostet die letzte verfügbare Doppelhaushälfte am Marie-Jorns-Ring (135 Quadratmeter Wohnfläche), für die die Delta Immobilien Gruppe noch einen Käufer sucht. Die übrigen 60 Reihen-, Doppel- und Gartenhofhäuser des Quartiers sind bereits vergriffen. Auf den Quadratmeterpreis umgerechnet, liegt der Büntekamp deutlich über dem stadtweiten Durchschnitt. Laut Kaufpreisspiegel der LBS-Immobilien gehen Neubauten derzeit für durchschnittlich 2705 Euro pro Quadratmeter über den Immobilienmaklertisch. Am nordöstlichen Rand Kirchrodes sind es etwa 1000 Euro pro Quadratmeter mehr. Für den Büntekamp trifft damit die Einschätzung des Immobilienmarktberichts für Hannover zu. Dort heißt es: „Die Erlöse beim Verkauf von gut gelegenen und hochwertigen Wohnungen in Neubauten steigen im Durchschnitt um 200 Euro (5,9 Prozent) auf 3600 Euro/Quadratmeter.“

Christian Link

Die Stadt Hannover zahlt 322 500 Euro, um aus einer Kleingartenkolonie in Kirchrode ein Baugebiet zu machen. Eine Einigung mit den Laubenpiepern beim nördlichen Bauabschnitt (Büntekamp III) gibt es bereits.

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