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Kirchrode Bezirksrat fordert Klarheit für Baustellen im Süden
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Bezirksrat fordert Klarheit für Baustellen im Süden
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06:00 01.07.2017
Die Großbaustelle im Bereich Großer Hillen und Tiergartenstraße soll bis zum Jahresende fertig werden. Quelle: Michael Thomas
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Hannover

Ob am Großen Hillen, an der Brabeck-Straße, der Langen-Feld-Straße oder auf dem Südschnellweg: An Baustellen mangelt im Stadtbezirk Kirchrode-Bemerode-Wülferode derzeit nicht. Eigentlich sollte die Stadtverwaltung in der jüngsten Bezirksratssitzung über diese Baustellen berichten, hatten die Politiker einen solchen Überblick doch in einem interfraktionellen Dringlichkeitsantrag in der Mai-Sitzung gefordert. Als das Gremium in der vergangenen Woche – ausnahmsweise in der Alten Schule in Wülferode – tagte, waren weder die Infrastrukturgesellschaft der Region (Infra) noch das Tiefbauamt oder die Straßenverkehrsbehörde vertreten.

Die Planungen seien noch nicht überall abgeschlossen, erklärte Bezirksmanager Darius Pilarski. Deshalb werde die Verwaltung erst in der kommenden Sitzung über die Baustellensituation im Bezirk berichten. „Das können wir nicht akzeptieren“, sagte FDP-Fraktionsvorsitzender Norman Ranke. Die anderen Fraktionen stimmten zu – der Bezirksrat beschloss daher einhellig einen Zusatztermin im August. Gewöhnlich endet die Sommerpause erst im September, die Verwaltung bietet aber einen Vorbehaltstermin für den 16. August an. Dafür sah die Stadt selbst zwar keine Notwendigkeit, doch die Bezirksratsmitglieder wollten nicht noch länger auf die Stellungnahme warten. „Da kann die Verwaltung nicht sagen: Wir schaffen das nicht. Das waren jetzt vier Wochen Zeit“, sagte CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Stittgen.

Wülferode wird auch Thema

Einen weiteren Tagesordnungspunkt für die zusätzliche Sitzung hat der Bezirksrat auch schon gefunden: die Ortseinfahrt im Stadtteil Wülferode. Eigentlich hatte Stadtplaner Matthias Fabich die Pläne schon in der jüngsten Sitzung vorstellen wollen. Dafür waren Politiker und Bürger schließlich extra zur Alten Schule „über’n Berg“ gekommen. Doch die Technik streikte, und Fabich konnte seine Präsentation nicht zeigen. Stattdessen hielt er einen kurzen Vortrag und erklärte die wichtigsten Punkte ohne Bilder und Grafiken.

Die Stadt plane, auf der Freifläche zwischen Friedhof und Kapelle Bäume zu pflanzen – als eine „grüne Klammer“, sagte Fabich. „Das Dorf soll dann schon optisch am Friedhof beginnen.“ Die Straße werde neu gepflastert. Das alte Feuerwehrhaus soll Eigentum der Stadt bleiben, aber von der Freiwilligen Feuerwehr Wülferode genutzt werden.

Bei den Zuhörern stießen diese Vorhaben auf allgemeine Zustimmung. Sie hoffen auf eine Verkehrsberuhigung. Einige befürchten jedoch, dass ein neues Pflaster und zusätzliche Bäume nichts gegen Raser ausrichten können. Wie der Ortseingang zukünftig aussehen soll, wird Fabich in der Sitzung am 16. August ab 18.30 Uhr im Ratssaal Bemerode, Brabeckstraße 137, präsentieren – dann hoffentlich mit funktionierender Technik.

jst

Vier Wochen müssen reichen

Eigentlich. Dieses Wort bestimmte die vergangene Bezirksratssitzung in Kirchrode-Bemerode-Wülferode. Eigentlich wollte Stadtplaner Matthias Fabich zeigen, wie es zukünftig in Wülferode aussehen soll. Gut, die Technik machte nicht mit – das ließ sich nicht ändern. Ärgerlicher ist das zweite Eigentlich: Der Bezirksrat hatte die Verwaltung aufgefordert, über die Baustellen in Kirchrode und Bemerode zu berichten. Seinem Dringlichkeitsantrag folgte die Stadt nicht, kein Vertreter von Tiefbauamt, Straßenverkehrsbehörde oder Infra besuchte die jüngste Sitzung. Dabei wäre das innerhalb der vierwöchigen Frist möglich gewesen, da sind sich die Fraktionen einig – zu Recht. Schließlich hätten sich nicht nur die Politiker, sondern sicherlich auch die seit Jahren betroffenen Anwohner gefreut, einen Überblick über das Baustellenchaos zu erhalten. Im August soll die Stellungnahme folgen – das bestimmende Wort dieser Sitzung steht schon fest: Endlich.

Ein Kommentar von Johanna Stein

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