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Kirchrode Bezirksrat: Was bringt die Anpassung der Kita-Gebühren?
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Bezirksrat: Was bringt die Anpassung der Kita-Gebühren?
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11:00 21.10.2017
Hannover

Von der Anpassung der Beitragsstaffel für Kitas und Krippen erhofft sich die Stadt ein gerechteres System und Mehreinnahmen von 1,4 Millionen Euro. Viele Eltern kritisieren den vom Stadtrat beschlossenen Anstieg des Höchstsatzes. Die CDU im Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode fordert in einer Anfrage genaue Zahlen: Wie viele Familien im Bezirk zahlen jetzt weniger, wie viele mehr?

„70 Euro mehr im Monat“

Doch eine Auswertung auf Stadtteil- oder Bezirksebene ermögliche das EDV-Verfahren nicht, so die Antwort der Verwaltung. Die vollständige Berechnung und Einstufung aller Eltern in Hannover werde außerdem nicht vor Anfang Dezember abgeschlossen sein.

„Es ist traurig, dass Familien jetzt 70 Euro mehr zahlen müssen im Monat, aber die Verwaltung keine Zahlen liefern kann“, sagte CDU-Bezirksratsherr Georg Nauheimer. Durch den angestiegenen Höchstsatz zahlen Eltern teilweise 25 Prozent mehr - für manche Betroffene ist es nur ein schwacher Trost, dass nun weniger Familien in der höchsten Gebührenkategorie landen.

Bereits im Mai, noch vor Inkrafttreten der neuen Beitragsstaffel, hatte die CDU konkrete Zahlen gefordert - und eine ähnliche Antwort erhalten. CDU-Fraktionschefin Petra Stittgen äußerte den Eindruck, die Stadt wolle die Zahlen nicht preisgeben. Michael Quast (SPD) verteidigte den rot-grünen Ratsbeschluss und die Verwaltung: „Das ist sicherlich notwendig und die Auswertung nicht ganz einfach“, sagte der Fraktionsvorsitzende. Die Verwaltung werde die Zahlen zudem ja im Dezember liefern.

Auswertung nur stadtweit?

Dass die Auswertung aus technischen Gründen nur stadtweit möglich ist, stößt bei den Christdemokraten dennoch auf großes Unverständnis. „Für das Baumkataster wird doch auch jeder Baum einzeln erfasst - diese Möglichkeit hat die Verwaltung also“, sagte Stittgen spöttisch. Daniela Barke (SPD) riet davon ab, die Ergebnisse „für viel Geld manuell auszuwerten“ - stattdessen solle die Stadt in Zukunft eine bessere Software nutzen.

Ob eine Auswertung auf Bezirksebene überhaupt sinnvoll ist, stellte FDP-Fraktionschef Norman Ranke infrage. Viele Familien in Kirchrode und Bemerode brächten ihre Kinder in Kitas anderer Stadtteile, daher seien stadtweite Zahlen aussagekräftiger. Linken-Einzelvertreter Maximilian Wahl sprach sich hingegen dafür aus, die Kita-Gebühren ganz abzuschaffen - unabhängig von den Zahlen.

Von Johanna Stein

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