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Kirchrode Flüchtlingsheim sorgt für Ängste in Kirchrode
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Flüchtlingsheim sorgt für Ängste in Kirchrode
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00:15 17.07.2016
Auf der Wiese am Heisterkampe in Kirchrode soll ein Flüchtlingsheim entstehen. Quelle: Link
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Hannover

„Es wohnen in Kirchrode nicht nur reiche Leute, sondern auch Alleinerziehende mit Kindern“, sagte die Frau. Als Teil dieser Bevölkerungsgruppe habe sie große Bedenken, was die Ansiedlung von zahlreichen Flüchtlingen in dem beschaulichen Wohngebiet betrifft. „Ständige Polizeieinsätze sind das Letzte, was wir dort gebrauchen können“, sagte sie und äußerte gegenüber der Stadtverwaltung großes Misstrauen. Sie warf der Politik gezielte Desinformation der Bürger vor, woraufhin Bezirksbürgermeister Bernd Rödel vehement widersprach. „Dieser Bezirksrat hat vor allem ein Ziel: Wir wollen die Leute informieren“, sagte Rödel.

Ist die Modulbauanlage rechtlich zulässig?

Die Anwohnerin äußerte auch Zweifel darüber, ob die Modulbauanlage an dieser Stelle überhaupt rechtlich zulässig sei. „Es gibt einen rechtsgültigen Bebauungsplan, der eine solche Einrichtung an dieser Stelle zulässt“, versicherte Stadtplaner Matthias Fabich. Die Verwaltung habe die rechtlichen Grundlagen zu diesem Zweck auch nicht ändern müssen. „Wenn ich da wohnen würde, wäre ich auch nicht begeistert, dass diese Idylle bebaut wird - aber es ist nun mal Bauland“, sagte Rödel und bat um Verständnis. Irgendwo müssten die Unterkünfte ja gebaut werden.

"Es gibt auch große Hilfsbereitschaft"

„Nicht alle sind gegen das Flüchtlingsheim eingestellt, es gibt auch eine große Hilfsbereitschaft“, kommentierte der Bezirksbürgermeister die allgemeine Stimmung im Stadtteil. Unverständnis äußerte er über das Verhalten, dass einige Anwohner den Arbeitern gegenüber an den Tag legten, die derzeit auf der Baustelle am Heisterholz aktiv sind. Einige Leute hätten angenommen, dass hier die Bauarbeiten für das geplante Flüchtlingsheim stattfinden, und daraufhin ihre gute Kinderstube vergessen. „Der arme Baggerfahrer ist sogar angepöbelt worden“, sagte Rödel. Der Mann habe die Aufregung nicht verstehen können: Die Erdarbeiten, mit denen er beschäftigt war, dienten nicht dem geplanten Flüchtlingsheim, sondern einer neuen Wegeverbindung zum Wohngebiet Büntekamp.

Von Christian Link

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