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Kirchrode Hochbahnsteig ist im Dezember fertig
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Hochbahnsteig ist im Dezember fertig
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00:15 26.03.2016
Komplizierte Logistik: An der Kreuzung Tiergartenstraße / Großer Hillen bleibt es bis zum Jahresende eng, ab Juni wird der Bereich voll für den Verkehr gesperrt.
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Kirchrode

Es ist nichts Alltägliches, wenn ein Verein wie die Gemeinschaft Kirchröder Kaufleute (GKK) seine Hauptversammlung einem Schwerpunktthema widmet: Im Hotel Leonardo ging es vorige Woche um das komplizierte Geflecht der großen Baustellen im Stadtteil. „Wir sind das Bauland Kirchrode“, sagte der GKK-Vorsitzende Peter Busche mit ironischer Bissigkeit. Und zählte auf: Hochbahnsteig, Straßensanierung, Leitungsarbeiten und Brückenneubau - alles laufe gerade gleichzeitig. Das Geschäftszentrum liegt rund um den Klönschnack am Großen Hillen; vor allem die Bauarbeiten für den neuen Haltepunkt stehen deshalb im Fokus der Kaufleute. Die Infrastrukturgesellschaft (Infra) der Region Hannover verantwortet das Mammutvorhaben. Betriebsleiter Martin Vey und Bauleiter Jürgen Wendt berichteten, worauf sich Geschäftsleute und Anwohner in den nächsten Monaten einzustellen haben.

Das Gewirr unterirdischer Leitungen ist inzwischen weitgehend geordnet. Gas, Wasser, Strom und Abwasser - alles musste zunächst an die Seite der Tiergartenstraße gerückt werden, bevor in Höhe Großer Hillen der 100 Meter lange Hochbahnsteig gebaut werden kann. Die Kreuzung beider Straßen wies über Wochen noch eine Leitungsbaustelle auf; der Große Hillen war nur einseitig in Richtung Westen befahrbar. Jetzt ist diese Straße wieder in beiden Richtungen offen. Wenn auch der Übergang zur Lange-Feld-Straße noch lange nicht klappt, weil diese Trasse wegen der Abrissarbeiten der Eisenbahnbrücke durch die Deutsche Bahn noch bis Ende Mai gesperrt ist.

Dies ist auch ein Punkt auf der Kritikliste der GKK, denn die Großbaustellen der Deutschen Bahn und der Infra erfordern Umleitungen. Und wegen der Materiallager und Bautätigkeiten fehlen zudem Parkplätze im Kirchröder Zentrum. „Einige Geschäfte haben 20 Prozent und mehr Umsatzverlust“, berichtete Busche. Aber noch hielten die Läden durch. Er nimmt auch die Infra beim Wort, die nach wie vor bei ihrem Zeitplan für die Bauarbeiten an der Tiergartenstraße bleibt: „Bis 2017 ist alles fertig.“

Die größten Brocken sind aber bis Dezember dieses Jahres erledigt. Nach Ostern beginnt die Infra mit Gleis- sowie Hochbahnsteigbau. Der Kurvenbereich vor der Henriettenstiftung ist dann für eine Weile das Zentrum des Geschehens. Bis zum Juni bleibt die Verkehrslage wie jetzt. Stadtauswärts müssen Autofahrer eine Umleitung nehmen, in der Gegenrichtung darf die Tiergartenstraße noch befahren werden. Vom 22. Juni bis Anfang September aber wird die Tiergartenstraße voll gesperrt. Der Gleisbau ist dann in einer Phase, in der die Firmen viel Platz brauchen. Für zwölf Tage im Juli fährt zwischen den Stadtbahnhaltestellen Nackenberg (Kleefeld) und Anderten kein Wagen der Linie 5 mehr - die Passagiere müssen in Busse umsteigen. Die Infra saniert die Gleise und weitet zugleich das Gleisbett auf, um Platz für den Mittelbahnsteig zu bekommen. Der Hochbahnsteig selbst wächst erst ab September in die Höhe. Dann ist die Tiergartenstraße wieder einspurig befahrbar, diesmal allerdings stadtauswärts. „Mitte Dezember dieses Jahres planen wir, den Hochbahnsteig in Betrieb zu nehmen“, kündigte Betriebsleiter Vey an.

Bauleiter Wendt beaufsichtigt die komplizierten Leitungsarbeiten. Im Oktober soll alles zwischen den Einmündungen Mardalstraße und Kronsberger Straße fertig sein. „Dann wird vieles besser, weil ein großer Teil der Baumaschinerie abgezogen wird.“ Allerdings muss die Infra auch östlich der Einmündung Brabeckstraße noch ein Teilstück der Stadtbahngleise sanieren, das passiert bis 2017. Im nächsten Jahr wird zudem der Hochbahnsteig Tiergarten - er zählt zu den ältesten in Hannover - verlängert. Er bietet zurzeit nur Platz für Züge mit zwei Wagen. „Wir brauchen aber Raum für bis zu drei Wagen, weil die Fahrgastzahlen gestiegen sind”, sagte Vey. Sein Kollege Wendt versuchte es mit Trost: „Wir erledigen jetzt alles in diesem Abschnitt. Dann ist für lange Zeit Ruhe.“

Von Marcel Schwarzenberger

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