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Kirchrode Kein Fuß- und Radweg zum Büntekamp
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Kein Fuß- und Radweg zum Büntekamp
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00:15 25.07.2016
Anfang dieses Jahres sah es noch so aus, als würde der Fuß- und Radweg entlang der Bahnstrecke gebaut. Doch nun hat die Stadt ihre Pläne geändert. Quelle: Archiv
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Hannover

„Für die Verwaltung gibt es zur Herstellung dieses Wegs derzeit keinen Auftrag“, antwortete er auf eine Anfrage der Sozialdemokraten.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Fritz-Joachim Konietzny zeigte sich angesichts dieser Aussage überrascht. Eigentlich hatte er wissen wollen, wann und wie die von der Stadt angekündigte Wegeverbindung für das Neubaugebiet eingerichtet wird. „Im Bebauungsplan für das Baugebiet Büntekamp I wurde den zukünftigen Bewohnern eine fußläufige Verbindung zur Stadtbahnhaltestelle Zuschlagstraße versprochen“, sagte Konietzny. Schon im Bebauungsplan von 2009 für das Tierimpfstoffzentrum Boehringer hatte die Stadt „eine beleuchtete und befestigte Fuß- und Radwegeverbindung“ entlang der Güterumgehungsbahn in Aussicht gestellt. „Aus städtebaulicher Sicht ist es langfristig sinnvoll“, hieß es damals in der Drucksache.

Kleingartenkonzept bringt Planung durcheinander

Das neue Kleingartenkonzept bringt die Planungen jedoch durcheinander. Weil das vom Rat beschlossene Konzept das Aus für das geplante Baugebiet Büntekamp II bedeutet, sieht die Stadt keine Grundlage für den Ankauf der für einen Fuß- und Radweg nötigen Grundstücke am Bahndamm. Diese Flächen gehören zur Kleingartenkolonie Gartenheim des Vereins Langefeld, die eigentlich in Bauland für bis zu 200 Wohneinheiten umgewandelt werden sollte. Der Bezirksverband der Kleingärtner lehnte dieses Vorhaben jedoch ab. Die Kolonie befindet sich in Privatbesitz. Wo der Fuß- und Radweg eingerichtet werden sollte, verläuft eine Privatstraße, die von den Kleingärtnern für die Anfahrt zu ihren Parzellen genutzt wird.

"Wir hätten gern eine Lösung"

„Solange hier keine Bebauungsplanänderung funktioniert, ist auch ein Grunderwerb nicht möglich“, erläuterte Fabich. Konietzny will sich damit jedoch nicht zufrieden geben. „Im Bebauungsplan wurde ausdrücklich auf diesen Weg Bezug genommen, und er ist nicht in der Mache. Wir hätten gerne eine Lösung“, forderte er. Der Fachbereich Planen und Stadtentwicklung will nun eine Alternative prüfen. Ein Fuß- und Radweg entlang des Bahndamms sei grundsätzlich nicht undenkbar. „So beleuchtet und gesichert, wie das wünschenswert wäre, ist das aber nicht möglich“, sagte Fabich.

Keine Busanbindung geplant: Eine direkte Busanbindung für den Büntekamp ist ebenfalls nicht geplant. „Die Gespräche mit der Üstra hinsichtlich einer verbesserten Anbindung an das Busnetz haben stattgefunden“, sagte der Stadtplaner auf Anfrage der SPD. „Eine alternative Führung der Linie 370 statt über den Bünteweg durch die Lange-Feld-Straße via Vinzenzstraße wurde aus verkehrlichen Gründen und infolge von Fahrgast-Analysen verworfen.“

Von Christian Link

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