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Kirchrode Kirchröder bekommen neue Bauvorschriften
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Kirchröder bekommen neue Bauvorschriften
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02:15 21.05.2016
Folgenschwerer Prozess: Nach dem Rechtsstreit um einen Neubau an der Saldernstraße muss die Stadt den gesamten Bebauungsplan für das Viertel überarbeiten. Foto: Link (Archiv) Quelle: Christian Link
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Kirchrode

Von Traufhöhen haben die Stadtplaner für Kirchrode offenbar die Nase gestrichen voll. Nachdem das Verwaltungsgericht Hannover die Gestaltungsvorschriften für die Nachverdichtung zwischen Saldernstraße und Lage-Hop-Straße für unwirksam erklärt hat, hat der Fachbereich Planen und Stadtentwicklung jetzt neue Bebauungspläne für den Bereich vorgelegt. Die umstrittene Traufhöhenregelung, die von Verwaltungsrichter Ingo Behrens bei einem Ortstermin im September 2015 geradezu demontiert wurde, soll ersatzlos gestrichen werden. Stattdessen will die Stadt einfach nur die maximale Gebäudehöhe der Häuser im Quartier begrenzen.

Für das Einfamilienhausgebiet in der Kirchröder Gartenstadt hatte die Stadt 1985 einen Bebauungsplan aufgestellt, um eine Nachverdichtung im hinteren Bereich der Wohnhäuser an Saldern- und Steinbergstraße zu ermöglichen. Laut diesem Bebauungsplan ist die Traufhöhe der Häuser auf 3,5 Meter begrenzt, zudem sind nur Flachdächer oder Satteldächer mit einer Neigung von höchstens 25 Grad erlaubt.

Bei einem Rechtsstreit vor dem Verwaltungsgericht wurde jedoch deutlich, dass sich kaum ein Hausbesitzer an die bestehenden Vorgaben gehalten hatte. „Es gibt hier so viele Abweichungen von den Festsetzungen, dass der Bebauungsplan nicht mehr einzuhalten ist“, lautete das Urteil von Verwaltungsgerichts-Vizepräsidenten Behrens, nachdem er sich im Wohngebiet umgesehen hatte. Aufgrund der unterschiedlichen Baustile könne auch kein städtebauliches Gestaltungskonzept mehr umgesetzt werden.

„Nach den Verfahrensunterlagen zum Bebauungsplan kann den Ausführungen des Verwaltungsgerichts nichts Überzeugendes entgegengehalten werden“, schreiben die Stadtplaner im neuen Bebauungsplan. Um trotzdem Rechtssicherheit zu schaffen, schlägt die Verwaltung eine Neuregelung vor: Demnach dürfen alle Häuser, die zur Hinterliegerbebauung gehören, nur 7,50 Meter höher sein als die nächstgelegene Verkehrsfläche. „Im Unterschied zur bisherigen Regelung bestünden zukünftig größere Spielräume bei der Gestaltung eines Staffelgeschosses“, begründet die Behörde die geplante Änderung. Die Regelung soll heute vom Verwaltungsausschuss beschlossen werden.

Von Christian Link

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