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Lieferanten sollen überwacht werden

Kirchrode Lieferanten sollen überwacht werden

Die Stadt Hannover und Bezirksrat wollen die Verkehrsbehinderungen durch Lastwagen am Großen Hillen nicht länger dulden. Nun sollen Knöllchen verteilt werden.

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Immer wieder blockiert der Lieferverkehr für den Rewe-Markt am Großen Hillen die Bushaltestelle.

Quelle: Quast

hannover. Der Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode hat allmählich die Nase voll. Das unerlaubte Parken und Halten vor dem Rewe-Markt am Großen Hillen bleibt ein Dauerproblem. Immer wieder stehen die Lastwagen von Lieferanten vor dem Supermarkt und blockieren die Busspur für die Haltestelle. Dabei gibt es im Hinterhof extra einen Lieferbereich, der laut dem städtebaulichen Vertrag für das Tiergarten Carrée auch genutzt werden muss. Nun will die Stadt hart durchgreifen und Knöllchen verteilen.

„Der Verkehrsaußendienst der Landeshauptstadt Hannover wird den Bereich in nächster Zeit verstärkt überwachen“, sagte Verwaltungsmitarbeiterin Emine Yilmaz in der vergangenen Bezirksratssitzung. Eine Anfrage der SPD-Fraktion hatte das Parkproblem zum zweiten Mal auf die Tagesordnung gebracht. Schon im Herbst 2015 hatte der Bezirksrat sich über den Anlieferverkehr im öffentlichen Straßenraum geärgert. Als Reaktion darauf versicherten sowohl Stadtverwaltung als auch Vermieter Gundlach, dass sie auf Abwicklung des Lieferverkehrs über den Hof bestehen werden.

Monate später ist die Situation aber immer noch die gleiche. „Die Versorgungsfahrzeuge für den Nahversorger halten zumeist im Bushaltestellenbereich und verhindern die ordnungsgemäße Anfahrt der Busse an die Bordsteinkante, sodass die Rampe für Rollstuhlfahrer nicht ausgefahren werden kann“, beklagt SPD-Bezirksratsherr Knut Böhme. Die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Stittgen ist verwundert. „Die Verwaltung sagt, dass hinten über den Hof gefahren werden muss, aber kein Mensch kontrolliert das“, ärgert sich Stittgen.

Die angekündigten Kontrollen durch städtische Ordnungshüter stoßen im Bezirksrat auf Zustimmung. Allerdings sollen die Kontrolleure laut Böhme auch zu den richtigen Zeiten auf Streife gehen. „Der Verkehrsaußendienst muss sich auch mal Zeit nehmen und nicht nach zehn Minuten schon wieder weggehen“, fordert der Bezirksratsherr.

Böhme wundert sich außerdem darüber, dass der Rewe-Markt keine Kundenparkplätze nachweisen muss. „Wir nehmen das noch mal auf und haken nach“, versprach Stadtplaner Matthias Fabich. Nach Angaben der Firma Gundlach, der das Tiergarten Carrée gehört, sind Kundenparkplätze für Rewe kein Bestandteil des Mietvertrags und wegen der Lärmbelästigung für die Mieter des Wohn- und Geschäftshauses auch nicht erwünscht.

Ärger auch bei Beki-Markt: Kritik gibt es auch am Lieferverkehr für den Beki-Frischmarkt an der Ottweilerstraße. Wie Anwohner berichten, blockieren hier Lkw immer wieder den Bürgersteig, weil der Lieferbereich für den erst 2013 vollendeten Supermarkt offenbar nicht groß genug ist. „Die Fahrer erklären, dass sie nur so ihre Hebebühne ausfahren könnten“, sagt ein Nachbar. Die Beki-Filialleitung zeige sich zwar einsichtig, habe das Problem aber bislang nicht zufriedenstellend gelöst.

Von Christian Link

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So schön ist Hannover-Kirchrode
Kirchrode in Zahlen
  • Stadtbezirk : Kirchrode-Bemerode-Wülferode, 6. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 29.728
  • Einwohner je Stadtteil: Bemerode (17.908 Ew.), Kirchrode (10.941 Ew.), Wülferode (879 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 1.246 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30539/30559
  • Markantes aus der Geschichte: Das früher selbstständige Dorf Kirchrode wurde 1907 nach Hannover eingemeindet.
Unveröffentlichte Bilder von Wilhelm Hauschild