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Kirchrode „Müssen Kirchrode aus der Luft versorgen“
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode „Müssen Kirchrode aus der Luft versorgen“
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00:15 18.12.2015
Nach der Teilsperrung ist vor der Vollsperrung: Die Lange-Feld-Straße wird von Januar bis Mai 2016 nicht durchgängig befahrbar sein. Quelle: Christian Link
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Bislang war nur von zeitweiligen Vollsperrungen die Rede. Die übrige Zeit sollte der Verkehr einspurig durch die Baustelle hindurchgeführt werden, was laut der abschließenden Ausführungsplanung aber nicht möglich ist. Außerdem stellt die Bahn weitere Vollsperrungen in 2016 und 2017 in Aussicht.

Mehrere Mitarbeiter der DB Netz AG standen dem Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode in seiner jüngsten Sitzung Rede und Antwort. Die Baustellenplaner waren auf Einladung der Stadt Hannover erschienen. „Die lange Sperrzeit hat uns auch überrascht, weshalb das heute hier vorgestellt wird“, begründete Siegfried Plöger vom städtischen Fachbereich Tiefbau den Tagesordnungspunkt.

„Gerade im Bereich der Lange-Feld-Straße sind komplizierte bautechnische Probleme aufgetreten“, versuchte Projektleiter Joachim Engelke die Änderung zu erklären. Daher habe die Entwurfsplanung weniger Verkehrsbehinderungen vorgesehen als die Ausführungsplanung. Um die aufgebrachten Bezirksratsmitglieder zu beruhigen, fehlten den Bahn-Ingenieuren allerdings überzeugende Argumente. „Mir erschließt sich nicht, warum sie plötzlich fünf Monate sperren, obwohl sie uns damals gesagt haben, dass es nur temporäre Vollsperrungen geben wird“, kritisierte die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Stittgen.

Stittgen sorgt sich vor allem um den Rettungsverkehr für das Vinzenzkrankenhaus an der Lange-Feld-Straße 31. „Die Krankenwagen fahren jetzt schon über die gesperrte Straße in die verkehrte Richtung“, sagte sie. Aktuell wird die Lange-Feld-Straße vor dem Büntekamp runderneuert. Die Straße ist deswegen nur einspurig in Richtung Innenstadt befahrbar.

Die Bezirksratsmitglieder befürchten durch die lange Sperrung der Lange-Feld-Straße in 2016 erhebliche Störungen für den Verkehr im Stadtbezirk - weil auch noch die Bauarbeiten für den Hochbahnsteig an der Tiergartenstraße/Ecke Großer Hillen bis Ende 2016 andauern. „Wenn das so weiter geht, muss Kirchrode bald aus der Luft versorgt werden“, kommentierte der Grünen-Fraktionsvorsitzende Jörg Krüger mit einer gehörigen Portion Galgenhumor. Und auch Daniela Barke (SPD) ärgerte sich darüber, dass eine weitere Zufahrtsstraße für mehrere Wohngebiete in Kirchrode über Monate ausfällt: „Schon vor zwei Jahren haben wir mehrfach darauf hingewiesen, dass man die verkehrstechnische Gesamtlage mit einplanen muss.“

„Der erste Zeitraum ist in der Planfeststellung zu optimistisch geschätzt worden“, brachte der städtische Ingenieur Plöger schließlich das Problem auf den Punkt. Dass eine durchgängige Vollsperrung nötig sei, hätte auch die Stadtverwaltung damals nicht absehen können. „Uns wurde nachvollziehbar dargestellt, dass diese Dinge teilweise vorher nicht erkennbar waren“, sagte er.

Der Zeitplan der Bauarbeiten: Die vorbereitenden Arbeiten für die Brückenerneuerung an der Lange-Feld-Straße haben schon im Herbst 2014 mit dem Abbruch eines Trafohauses begonnen. Im Januar und Februar 2015 wurden auch bereits die Gehölzer zurückgeschnitten. Anfang Dezember hat die Einrichtung der tatsächlichen Baustelle begonnen. Am 4. Januar 2016 starten dann die Vollsperrung der Lange-Feld-Straße und die Vorbereitung für den Abriss der bestehenden Brücken.

„Die Abbrucharbeiten beginnen erst, wenn der Zug über die Hilfsbrücke fährt - ab Mitte April“, sagt Projektleiter Joachim Engelke. Vor dem Abriss wird noch eine 50 Meter lange Lärmschutzwand in Richtung Büntekamp aufgebaut.

Ab Oktober 2016 wird es laut Engelke eine erneute Vollsperrung der Lange-Feld-Straße für anderthalb Monate geben. Mitte April bis Mitte Mai 2017 soll die neue Brücke, die neben der Behelfsbrücke gebaut wird, schließlich unter die Schienen geschoben werden. Dafür ist eine weitere Vollsperrung nötig. Voraussichtlich im Juli 2017 wird die Brückenerneuerung mit der Wiederherstellung der Straße im Baustellenbereich und einer letzten Vollsperrung enden.

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