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Netto-Markt verlässt den Döhrbruch

Kirchrode/Bemerode Netto-Markt verlässt den Döhrbruch

Die Tage des Discounters Netto im Döhrbruch sind gezählt: Das Unternehmen wird den Markt in Kirchrode am Sonnabend schließen und in eine neue Filiale in der Bemeroder Straße umziehen.

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Der Netto-Markt im Döhrbruch öffnet am 9. Januar ein letztes Mal (oben), weil das Unternehmen auf die neue Filiale in der Bemeroder Straße (rechts) setzt.

Quelle: Link

Kirchrode. „Die Filiale im Döhrbruch 14 entspricht hinsichtlich Lage, Erreichbarkeit, Größe und Gestaltung nicht mehr unserem modernen Netto-Konzept“, sagt Christina Stylianou, Leiterin Unternehmenskommunikation von Netto Marken-Discount. Weil auch eine Erweiterung an diesem Standort nicht möglich sei, werde die Filiale am 9. Januar ein letztes Mal öffnen.

„Die betroffenen Mitarbeiter der Filiale werden alle weiterhin für Netto tätig sein“, versichert Stylianou. Wie viele Mitarbeiter von der Schließung betroffen sind, teilte das Unternehmen nicht mit. Unklar ist auch, was aus den verwaisten Räumen wird. Der Discounter ist dort lediglich Mieter.

Die Schließung des Netto-Markts bedeutet für die Anwohner rund um den Döhrbruch künftig längere Wege zum Einkaufen. Der Discounter war jahrelang die nächstgelegene Einkaufsmöglichkeit für die gesamte Gegend zwischen Bünteweg, Lange-Hop-Straße und Bemeroder Straße - zuletzt als Netto-, früher als Plus-Markt. Ab nächster Woche müssen die Kunden entweder bis zur Emslandstraße, zum Großen Hillen oder an den Bemeroder Rathausplatz fahren.

Die SPD-Fraktion im Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode äußert sich wegen der Filialschließung besorgt. „Viele ältere Menschen sind auf den Markt angewiesen, weil er für den Einkauf fußläufig zu erreichen ist“, sagte der SPD-Fraktionsvorsitzende Fritz-Joachim Konietzny in der Dezember-Sitzung. Die Sozialdemokraten wollten, dass der Bezirksrat auf die bevorstehende Marktschließung mit einer Resolution reagiert. Darin werden Netto und die Stadtverwaltung aufgerufen, „die ersatzlose Schließung des Netto-Markts am Döhrbruch zu verhindern“.

Die CDU-Fraktion fühlte sich jedoch durch diese als Dringlichkeitsantrag vorgelegte Forderung übergangen und sorgte mit ihrem Widerstand dafür, dass das Thema wieder von der Tagesordnung gestrichen wurde. „Über diesen Punkt hätten wir gerne in der Fraktion beraten ihn und nicht als Tischvorlage bekommen“, sagte die CDU-Fraktionsvorsitzende Petra Stittgen. Außerdem bezweifelte sie stark, dass eine Resolution aus dem Bezirksrat an der standortpolitischen Entscheidung des Unternehmens etwas geändert hätte.

Netto übernimmt für Edeka: Die neue Netto-Filiale an der Bemeroder Straße 91 wurde bereits am 15. Dezember eröffnet. „Wir beschäftigen dort zwölf Mitarbeiter“, sagt Stylianou. Die Verkaufsfläche beträgt rund 800 Quadratmeter, das Sortiment umfasst etwa 4000 Marken- und Eigenmarkenartikel. Vor dem Netto-Einzug war im kleinen Einkaufszentrum an der Emslandstraße eine Edeka-Filiale ansässig. Die Familie Wucherpfennig hatte ihren Markt jedoch nach 13 Jahren aus standortpolitischen Gründen überraschend geschlossen, ohne die Geschäftsaufgabe im Vorfeld anzukündigen. Entlassungen gab es nach Angaben des Unternehmens nicht.

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So schön ist Hannover-Kirchrode
Kirchrode in Zahlen
  • Stadtbezirk : Kirchrode-Bemerode-Wülferode, 6. Stadtbezirk in Hannover
  • Einwohner: im Stadtbezirk ca. 29.728
  • Einwohner je Stadtteil: Bemerode (17.908 Ew.), Kirchrode (10.941 Ew.), Wülferode (879 Ew.)
  • Bevölkerungsdichte : 1.246 Einwohner/km² im Bezirk
  • Postleitzahlen : 30539/30559
  • Markantes aus der Geschichte: Das früher selbstständige Dorf Kirchrode wurde 1907 nach Hannover eingemeindet.
Unveröffentlichte Bilder von Wilhelm Hauschild