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Kirchrode Pfarrer Kroh verlässt die Gemeinde Heilige Engel
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Pfarrer Kroh verlässt die Gemeinde Heilige Engel
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00:15 27.06.2017
Nach zehn Jahren verlässt Werner Kroh seine Wirkungsstätte. Quelle: Johanna Stein
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Hannover

Golf spielen, lesen, eine Kreuzfahrt auf der Ostsee: Werner Kroh hat sich schon einiges für den Ruhestand vorgenommen. Nicht auf der Liste steht allerdings: seine (bald ehemalige) Gemeinde Heilige Engel besuchen. Zumindest am Anfang. Das liegt jedoch nicht daran, dass der Pfarrer die Arbeit in Kirchrode nicht genossen hätte. Im Gegenteil: „Ich werde die Kontakte zu den Menschen am meisten vermissen, aber das ist mit Abschied verbunden“, sagt der 68-Jährige.

Doch um den Abschied leichter zu machen und die Gemeinde und den Nachfolger an die neue Situation zu gewöhnen, müsse er sich abnabeln. Deshalb steht auch ein Umzug an. „Ich habe ein Haus an der Weser gemietet, in der Nähe von Bodenwerder“, sagt der katholische Pfarrer. Dort wolle er die neu gewonnene Zeit einfach auf sich zukommen lassen – in seinen Sechstagewochen sei schließlich vieles zu kurz gekommen. „Ich glaube nicht, dass ich mich langweilen werde“, sagt er und lacht.

Im September kommt Pastor Christoph Harmening

In Kirchrode übernimmt dann zunächst Pfarrer Mieczyslaw Pyrek von der Döhrener St.-Bernward-Gemeinde als Vakanzvertreter. Ab September ist die Gemeinde dann Teil des Pastoralbereichs Süd und teilt sich das Pastoralteam mit den katholischen Kirchengemeinden aus Döhren, Ricklingen und Laatzen. Christoph Harmening ist einer der drei Pastoren des Teams und wird im Sommer in das Pfarrhaus Heilige Engel einziehen.

Dass der Nachfolger in der Gemeinde schnell heimisch wird, daran hat Kroh keine Zweifel. „Ich hatte es damals leicht, bin mit offenen Armen empfangen worden“, erinnert sich der Pastor. Darum ist er sehr dankbar, dass der Bischof seiner Versetzung aus Lüneburg nach Hannover vor rund zehn Jahren zugestimmt hat.

Steigende Mitgliederzahlen

In seiner Zeit bei den Heiligen Engeln hat sich auch die Gemeinde verändert. Einerseits baulich, als zum 50-jährigen Jubiläum 2014 die Kirche modernisiert wurde. Aber auch die Mitgliederzahlen sind nicht gleich geblieben – „vor zehn Jahren hatten wir rund 4800 Mitglieder, jetzt über 5000“, sagt Kroh stolz. Das liege vor allem an jungen Familien, die nach Kirchrode ziehen – aber auch am Nachwuchs. „Es ist uns gut gelungen, immer die nächste Generation an die Kirche zu binden“, sagt er.

Andererseits leide jedoch die Jugendarbeit immer noch am meisten unter dem Personalmangel der katholischen Kirche. Schließlich gebe es heute in den Gemeinden kaum noch Kapläne, also junge, angehende Pfarrer. Zu ebensolchen Seelsorgern pflegte Kroh in seiner Jugend in Salzgitter intensive Kontakte, bis er schließlich selbst Priester werden wollte. „Das waren wirklich leuchtende Vorbilder“, sagt er heute – 40 Jahre nach seiner eigenen Priesterweihe.

Von Johanna Stein

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