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Kirchrode Richterin weist Klage nach Unfall auf Brabeckstraße ab
Hannover Aus den Stadtteilen Kirchrode Richterin weist Klage nach Unfall auf Brabeckstraße ab
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00:15 03.08.2017
Unübersichtlich: Die Brabeckstraße war zum Unfallzeitpunkt eine Baustelle. Quelle: Frank Wilde (Archiv)
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Hannover

Es ist schon ärgerlich genug, wenn man mit seinem Auto in einen Unfall hineinschlittert. Doppelt ärgerlich aber, wenn man die Kosten vom Unfallgegner beglichen haben möchte, aber vor Gericht argumentativ derart ins Schlingern gerät, dass der nächste Schaden entsteht. Ein solch heikles Prozessmanöver war jüngst am Amtsgericht Hannover zu beobachten – und es endete mit einer krachenden Niederlage der Klägerin.

Der Mann der Klägerin, ein 49 Jahre alter Koch, hatte im März 2016 mit seinem Jeep Compass auf der Brabeckstraße/Höhe Döhrbruch wenden wollen. Doch dabei fuhr ihm eine 42-jährige Mercedes-Fahrerin in den linken Kotflügel. Die Frage war: Stand der Jeep-Fahrer oder rollte er kurz vor dem Wendemanöver? Und blinkte er, um seine Absichten kundzutun? Oder hatte die C-Klassen-Fahrerin schlichtweg geschlafen?

Schlenker wegen Baustelle

Wie der Koch Amtsrichterin Susanne Lozinski schilderte, sei er aus dem Döhrbruch gekommen, wollte an jenem Sonntagmorgen kurz nach zehn Uhr Richtung Anderten fahren. Weil die Brabeckstraße im Vorjahr noch eine große Baustelle und in Teilen Einbahnstraße war, bog der Jeep-Fahrer zunächst nach rechts Richtung Bemerode ab, um hinter einer Mittelinsel wenden und wieder Richtung Großer Hillen fahren zu können. Doch dann kam es zu der verhängnisvollen Karambolage. Die Reparatur des Jeep Compass kostete 1777 Euro, zusammen mit Gutachter- und Anwaltskosten wollten der Koch und seine Frau 2460 Euro von der gegnerischen Versicherung erstattet bekommen.

Vor Gericht aber verblüffte der Mann durch seine Ehrlichkeit – schonungslos sich selbst gegenüber. Er sei übermüdet gewesen, so der 49-Jährige, weil er die halbe Nacht bei seinem Sohn im Kinderkrankenhaus Bult verbracht hatte. Auch habe er enorm unter Zeitdruck gestanden, weil er schon um 10 Uhr seinen Dienst am Herd hätte antreten sollen. Die Frage der Richterin, ob er die Mercedesfahrerin überhaupt im Rückspiegel gesehen habe, verneinte der Koch. Und bei der Nachfrage, ob er wirklich links geblinkt habe, kam er ins Trudeln: „Ich denke schon.“

"Schwerer Sorgfaltsverstoß"

Die Unfallgegnerin erklärte, der Jeep sei langsam auf der rechten Fahrbahnseite gerollt und dann völlig unerwartet – ohne blinken – nach links ausgeschert, als sie sich schon fast neben ihm befand. Ein dritter Autofahrer, der hinter den beiden herfuhr und als Zeuge gehört wurde, konnte nur den spontanen Linksschlenker bestätigen, aber nichts Sachdienliches zur Blinkproblematik beisteuern.

Für Richterin Lozinski waren diese beiden Aussagen ausschlaggebend, die Klage abzuweisen. Der Jeepfahrer habe einen „schweren Sorgfaltsverstoß“ begangen, indem er offenbar unvermittelt nach links ausgeschert sei. Die Frau im Mercedes treffe noch nicht einmal ein Mitverschulden: Sie habe den Unfall nicht vorhersehen und verhindern können.

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