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Kleefeld Die Conti kommt nach Kleefeld
Hannover Aus den Stadtteilen Kleefeld Die Conti kommt nach Kleefeld
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00:15 02.07.2016
Setzt auf die Conti: Angelika Sprengel vom Reformhauses Bacher. Quelle: Moers
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Hannover

Bezirksbürgermeister Henning Hofmann sieht in der Ansiedlung auf den beiden nebeneinanderliegenden Grundstücken am Pferdeturm einen „tollen Image- und Werbefaktor“. Er sagt: „Die Conti wird ein Feuerwerk anzünden.“ Das Unternehmen werde möglicherweise auch neue Einwohner nach Kleefeld locken, freut sich Hofmann, der sich am Tag der Entscheidung im gelben Conti-Trikot fotografierte.

Auf der Brust oder wenigstens an der Bande würden sich auch die am Pferdeturm ansässigen Hannover Indians das Logo des Konzerns wünschen. „Es gab bereits in der Vergangenheit eine Partnerschaft. Natürlich wäre es schön, wenn da etwas entstünde“, kommentiert Indians-Geschäftsführer David Sulkovsky die Neuigkeit. Die größten Hoffnungen verbinden jedoch die Kleefelder Kaufleute mit den 1250 potenziellen Neukunden aus der Belegschaft des Reifenherstellers. Zusammen mit der Sanierung der Scheidestraße könnte der Zuzug für die Modernisierung und Aufwertung des Einzelhandels einen wichtigen Impuls liefern, meinen sie.

"Wir pflegen engen Kontakt zu unseren Kunden"

Seit gut zehn Jahren verfolgt Angelika Sprengel als Filialleiterin in einem kleinen Reformhaus am Ende der Scheidestraße die Entwicklung des lokalen Handels. Zuletzt musste sie - wie die meisten Kunden und Kaufleute entlang der durch Baustellen geprägten Straße - wochenlang über Geröll und Holzplanken an Absperrzäunen vorbei balancieren, um zu ihren Laden zu gelangen. Dabei ist die fußläufige Erreichbarkeit entscheidend für den Einzelhandel in Kleefeld. „Wir pflegen einen ganz engen Kontakt zu unseren Kunden, das zeichnet die Arbeit hier aus“, betont Sprengel. Dass nun die Conti kommt, kommt ihr wie eine Quelle nach einer langen Durststrecke vor. „Unsere älteren Kunden erzählen häufig, dass hier früher richtig Leben war.“ Persönlich wünscht sich die Geschäftsfrau einen mutigen Entwurf für das Verwaltungsgebäude. Die Pferdeturmkreuzung könnte das markante Osttor zur Stadt werden.

"Es ist eine harte Zeit"

„Es ist eine harte Zeit“, kommentiert Jürgen Witte, der stellvertretende Vorsitzende der Standortvereinigung Wir sind Kleefeld, die Auswirkungen der derzeitigen Straßenerneuerung auf den Handel. Erst zu Beginn der Woche hat er bei der Stadt nachgehakt, wann endlich das tiefe Loch zugeschüttet wird, das seit drei Wochen vor seinem Laden klafft. Auch Witte und die Standortgemeinschaft zählen auf die Conti als zusätzlichen Standortfaktor. Sanierungen in der Berckhusenstraße, des Kant-Platzes und jetzt der Scheidestraße hätten bereits eine positiive Wende eingeleitet, findet Uhrmachermeister Witte.

„Ganz sicher werden Conti-Mitarbeiter hier in ihren Pausen einkaufen“, sagt Filialleiterin Angelika Sprengel. „Man würde sich ganz neu orientieren“, kommentiert Martina Röhricht, Sprecherin der Reformhauskette Bacher, eine mögliche Neuausrichtung an dem Standort. Sprengel erinnert sich an ein Gespräch mit einem Kunden. „Er sagt, dass ihn als alteingesessenen Kleefelder die Standortwahl der Conti stolz mache.“

Bis der Bau des neuen Verwaltungshauptgebäudes beginnt, wird es noch einige Jahre dauern. Zum 150. Firmengeburtstag 2021 soll der Bau fertig sein, so die grobe Planung der Conti. Bereits am 10. September feiert die Standortgemeinschaft die Erneuerung der Scheidestraße mit einem großen Straßenfest.

Von Mario Moers

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