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Kleefeld Ein Fest für die Scheidestraße
Hannover Aus den Stadtteilen Kleefeld Ein Fest für die Scheidestraße
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02:15 18.09.2016
5000 Gäste feiern bei schönstem Sonnenschein den gelungenen Umbau der Scheidestraße. Quelle: Steiner
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Hannover

„Das hier ist eine der wichtigsten Einkaufsstraßen Kleefelds. Der Umbau wurde von den Bürgern stark gefordert und ich bin froh, dass alles im Zeitplan gelaufen ist“, erklärte Bezirksbürgermeister Henning Hoffmann (SPD). Die Scheidestraße befand sich jahrelang in einem erbärmlichen Zustand. „Wenn es geregnet hatte, bildeten sich in den Schlaglöchern große Pfützen, das war schon fast eine kleine Seenplatte und damit war die Straße auch nicht mehr verkehrssicher“, erinnerte sich Beate Lenkeit, Vorsitzende des Gewerbevereins „Wir sind Kleefeld“. „Der Bürgersteig war mehrfach geflickt, beim Juwelier endete der Radweg im Nirwana - da war nicht mehr klar, wo die Fußgänger und wo die Radfahrer ihren Weg hatten und die kamen sich dann auch mal ins Gehege“, schilderte sie die maroden Zustände.

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Mit einem Fest bei schönstem Sonnenschein haben Geschäftsleute, Anwohner und viele Gäste die Eröffnung der Scheidestraße nach ihrem Umbau gefeiert. Zahlreiche Stände von Vereinen und den örtlichen Geschäften säumten die umgebaute Straße, Musik und Tanz, Bratwurststand und Bierwagen ergänzten das bunte Treiben mit etwa 5000 Besuchern.

Geduldsprobe für alle Beteiligten

Bereits im Frühjahr 2012 veranstalteten auf Initiative von Geschäftsmann Winfried Mokrus der Gewerbeverein und Kleefelds Bürgerverein ein Treffen mit der Stadtverwaltung zu dem Thema. „Die Pläne der Verwaltung zeigten dann, dass der Abschnitt zum Pferdeturm erneuert werden sollte und nicht dieser Teil“, berichtete Rainer Voltmer, Vorsitzender des Bürgervereins Kleefeld. „Der Bezirksrat zog mit uns an einem Strang und die Verwaltung hat dann mitgezogen“, erklärte Voltmer. Im Oktober 2015 war es dann so weit und die Umbaumaßnahmen begannen. Insgesamt zehn Monate wurde gebaggert, gebohrt und geklopft - eine Geduldsprobe für alle Betroffenen. „Wir hatten ja nicht nur den Baulärm zu ertragen, sondern auch nicht unerhebliche Umsatzeinbrüche von bis zu 30 Prozent“, erklärte Lenkau, die die Kleefelder Buchhandlung führt. Aber jetzt ist alles sehr schön geworden und die Leute sind begeistert!“ Es sind zwar ein paar Parkplätze weggefallen, dafür sollen nach Aussage von Lenkeit neue am jetzigen Taxistand am Kantplatz entstehen. Kurzzeitparken vor den Geschäften verhindert zudem, dass Dauerparker die für die Geschäfte wichtigen Parkmöglichkeiten behindern.

"Der Beginn war schleppen"

Am Anfang sah es so aus, als ob der Zeitplan des 2,2 Millionen Euro teuren Projekts nicht eingehalten werden konnte. „Der Beginn war schleppend und der Untergrund zum Teil trickreich. So wurde zum Beispiel ein etwa 100 Jahre alter Großkanal gefunden, der entfernt werden musste. Die Baufirma holte aber die anfänglichen Verzögerungen auf“, sagte Bürgermeister Henning Hofmann, der sich wöchentlich vor Ort ein Bild von der Baustelle machte und den Fortschritt mit Fotos auf Facebook postete. Über das soziale Netzwerk erreichten ihn auch die Sorgen und Beschwerden, aber auch Anregungen der von der Baustelle betroffenen Bürger. „Ein Anwohner kam plötzlich gar nicht mehr in sein Haus, weil die kleine Behelfsbrücke auf einmal fehlte. Auch die Frage, wo denn künftig die Mülltonnen stehen sollen, habe ich gleich an die zuständige Stelle bei der Stadt weitergeleitet“, berichtete Hofmann. Für sein Engagement gab es ein dickes Lob von Beate Lenkeit. „Ohne ihn wäre das alles nicht so gut gelaufen“, bedankte sie sich in ihrer Eröffnungsansprache.

Seit Ende August rollt der Verkehr in der etwas verengten Straße wieder, neue Fahrradwege und Bürgersteige sorgen für Verkehrssicherheit. „Sehr gut gelungen ist die Radwege-Situation an der Ecke Scheidestraße/Berkhusenstraße - durch die zusätzliche Ampel ist sie übersichtlicher und damit auch verkehrssicherer“, lobte Voltmer. Nach dem großen Erfolg des Straßenfestes, und mit Blick auf die vielen Besucher der schön gestalteten Straße überlegte er: „Vielleicht kann man ja jedes Jahr so ein Fest machen - es lohnt sich auf alle Fälle, darüber nachzudenken!“

Von Sonja Steiner

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