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Kleefeld Größtes Neubaugebiet des Stadtteils steht in den Startlöchern
Hannover Aus den Stadtteilen Kleefeld Größtes Neubaugebiet des Stadtteils steht in den Startlöchern
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02:15 25.12.2015
Eine Konzeptstudie für die „Kleefelder Hofgärten“ zeigt, wie die einstige Fernmeldeschule künftig aussehen soll. Quelle: Gruppe omp
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Kleefeld

In Kleefeld gibt es nicht mehr viel Platz für ähnliche Vorhaben. Der Stadtteil ist umrahmt von der Eilenriede, etlichen Kleingärten, Karl-Wiechert-Allee und Medizinischer Hochschule. Auf dem dazugehörigen Gelände will Gerlach insgesamt 216 Wohneinheiten bauen. Im nächsten Frühjahr soll die Vermarktung für das Wohngebiet „Kleefelder Hofgärten“ beginnen, auch Eigentumswohnungen sind vorgesehen.

In mehreren Bauphasen geht das Unternehmen vor. Phase eins hat bereits in diesem Jahr mit der Entkernung der einstigen Ausbildungsstätte begonnen. Dort werden Wohnungen im Loft-Stil eingerichtet. „Der Mix reicht von 40 bis 140 Quadratmetern“, sagte Gerlach-Geschäftsführer Helmut Kummer in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Buchholz-Kleefeld. Der Bezirksrat und die Ratsgremien müssen noch über den neuen Bebauungsplan entscheiden. Denn bislang sind auf dem Areal nur gewerbliche und Bildungseinrichtungen erlaubt. Dass Gerlach dort nun ein Wohngebiet entwickeln darf - dem stimmte der Bezirksrat im Grundsatz zu. Nach den vorläufigen Plänen schiebt die Firma neben dem Umbau der Fernmeldeschule auch weitere Bauabschnitte an, in denen jeweils Neubauten errichtet werden. Vorrangig geht es um Geschosswohnungsbau, aber auch Stadthäuser für Familien sind denkbar.

Bis auf den letzten Bauabschnitt, der ganz im Norden des Baugebiets liegt, sollen die Bauvorhaben im Laufe des Jahres 2019 abgeschlossen sein. Zum Bauprogramm gehört eine Kita, denn Kleefelds Einwohnerschaft wächst auch mit diesem Projekt beträchtlich in den nächsten Jahren. Gerlach soll, das sieht ein Vertrag zwischen Unternehmen und Stadt vor, auch Platz für 25 Kita- sowie 15 Krippenkinder schaffen. Beheizt werden die Wohnungen künftig mit Fernwärme. Die Deutsche Telekom nutzt noch auf unbestimmte Zeit ein Technikgebäude im nördlichsten Bauabschnitt. Sie könnte das theoretisch noch bis zu 25 Jahre lang tun. Wann also das letzte Mehrfamilienhaus gebaut werden kann, steht derzeit noch nicht fest.

Die großen Fraktionen im Bezirksrat befanden die Pläne von Gerlach für gut. Die Fraktion der Linken erhob aber Einwände gegen einige Details. So gibt es derzeit eine ehemalige Betriebskantine, die über einem noch immer vorhandenen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg errichtet ist. Beides soll abgerissen und durch Neubauten ersetzt werden. Die Kantine beherbergte einst einen Kindergarten, als die Postschule ein paar Jahre lang von der privaten Oskar-Kämmer-Schule (OKS) für Schulbetrieb und Kinderbetreuung genutzt wurde. Die OKS zog 2013 nach Mittelfeld um, die Telekom verkaufte das Gelände an Gerlach. Das Kasino, befand Linke-Bezirksratsherr Karsten Plotzki, könnte doch wieder als Kita genutzt werden. „Das erspart einen Neubau“, sagte er. Auch ein soziokulturelles Zentrum für Kleefeld sei in dem Altbau denkbar. Diese Änderungsvorschläge lehnte die Bezirksratsmehrheit ab. Sie folgte der Argumentation des Investors, der lediglich die alte Postschule erhalten will und weitere Sanierungen von Altbauten für nicht wirtschaftlich hält.

Auch ein Parkplatz und ein Regenrückhaltebecken sollen den Neubauten weichen. Den Teich hätte der BUND allerdings gern behalten. Der Umweltverband kritisierte in einer Stellungnahme auch, dass „zahlreiche große und erhaltungswürdige Bäume“ gefällt werden sollen. Immerhin könnte der Rat der Stadt, sofern er sich dem Bezirksratsvotum anschließt, die Firma zum Bau von begrünten Dächern verpflichten - und auch dazu, die Zufahrt zur geplanten Tiefgarage lediglich von der Lathusenstraße aus zu ermöglichen. Bislang will Gerlach auch an der Dömitzer Straße eine Zufahrt bauen, auf die Bewohner der Nachbarhäuser dort käme dann mehr Verkehr zu. Beide Änderungswünsche beschloss der Bezirksrat auf Antrag der Linken.

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