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Kleefeld Keine Mehrheit für Seilbahn auf dem Pausenhof
Hannover Aus den Stadtteilen Kleefeld Keine Mehrheit für Seilbahn auf dem Pausenhof
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02:15 21.05.2016
Politik zum Selbermachen: Über 18 Anträge auf der Tagesordnung stimmten die Nachwuchspolitiker in der Grundschule Im Kleefelde ab.Fotos: Schaarschmidt (2) Quelle: Tim Schaarschmidt
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Kleefeld

Ein Schulweg aus Gummi zum Hüpfen und ein Winterpausenhof für drinnen - solche Ideen waren den jungen Nachwuchspolitikern der Grundschulen Im Kleefelde und Lüneburger Damm dann doch zu unrealistisch. Sie wurden beim ersten Kinderbezirksrat Buchholz-Kleefeld am Dienstag von den 47 Schülern aus den Klassen zwei bis vier mit großer Mehrheit abgelehnt. Fast zwei Tage lang hatten sich die Schüler in der Grundschule Im Kleefelde beim Planspiel des Vereins „Politik zum Anfassen“ auf ihre fiktive Bezirksratssitzung vorbereitet, bei der sie in die Rolle von Bezirkspolitikern schlüpften. Verteilt auf sechs Fraktionen, deren Namen sich die Kinder selbst aussuchen konnten, überlegten sich die Schüler Themen zur Verbesserung des Lebens im Stadtbezirk und formulierten daraus schließlich 18 Anträge für die Tagesordnung der Sitzung.

An Ideen mangelte es beim ersten Kinderbezirksrat in Buchholz-Kleefeld nicht: Zwei Tage lang lernten Schüler der Grundschulen Im Kleefelde und Lüneburger Damm beim Planspiel, wie Politik im Kleinen funktioniert.

„Die Grundschüler wissen schon sehr gut, was sie wollen und in was für einer Stadt sie leben wollen“, sagte Projektleiterin Antoinette Rappo. Dass sie ihre Meinungen dann auch energisch vertreten können, zeigten die Schüler in der Sitzung selbst, die von Bezirksbürgermeister Henning Hofmann geleitet wurde. Lange diskutiert wurde etwa der Antrag der Fraktion „Die Experten“ auf Angelteiche im Stadtbezirk. „Man kann schon im Mittellandkanal angeln“, kritisierte etwa Theo vom „Marvel Team“. Milena aus der Fraktion „Die 7 coolen 8“ dagegen konnte der Idee etwas abgewinnen. „Da könnte man seine Ruhe haben gegen den ganzen Stress.“ Am Ende wurde der Antrag mit knapper Mehrheit abgelehnt. Einig waren die Schüler sich dagegen weitestgehend darüber, dass die Schultoiletten sauberer werden sollen, und es einen Tag für die Verschönerung der Schulen geben soll. Wie weit die Jungpolitiker schon denken, zeigten auch die Anträge, ein Projekt zum Sammeln von abgelaufenen Lebensmitteln einzuführen oder eine Spielebox - ähnlich den Bücherschränken - für bedürftigere Kinder aufzustellen.

Sitzungsleiter Hofmann lobte die Kinder am Ende für ihre Kreativität. Auch der Ansatz des Projektes, die Kinder so früh wie möglich mit Politik in Kontakt zu bringen, sei „mehr als sinnvoll“, so der Bezirksbürgermeister. „Vielleicht sitzt ja hier der zukünftige Bezirksbürgermeister.“ Dass einige Schüler womöglich das Potenzial dafür haben, zeigte sich gegen Ende der Sitzung. Nico aus der Fraktion „Marvel Team“, die wie die anderen Fraktionen im Vorfeld von einem Bezirksratsmitglied beraten worden war, speckte kurzfristig seinen Antrag auf eine Achterbahn auf dem Schulhof auf eine Seilbahn ab. Denn er hatte mitbekommen, dass die anderen Fraktionen eher geneigt waren, seinen Antrag abzulehnen. In der Folge gab es eine aufregte Diskussion unter den Schülern. Die Sitzung musste sogar für eine neuerliche Beratung kurz unterbrochen werden. Abgelehnt wurde der Antrag trotz des Kniffes am Ende dennoch.

von Sabine Gurol

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