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Kleefeld Kulturtreff für Kleefeld soll 2017 kommen
Hannover Aus den Stadtteilen Kleefeld Kulturtreff für Kleefeld soll 2017 kommen
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00:15 30.01.2016
Ausstellung in der Hölderlinstraße: Die Räume nutzt der Bürgerverein Kleefeld schon lange für seine Events.Foto: Schwarzenberger
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Kleefeld

Ende März, so Härkes Schätzung derzeit, sollen jene Daten vorliegen, die entscheidend dafür sind, ob die Stadt das Gebäude anmietet. Dabei geht es vor allem um Kosten. „Das Objekt ist geeignet“, sagte Härke. Allerdings müsse erst Barrierefreiheit geschaffen werden: Als öffentliches Haus braucht ein Stadtteilzentrum behindertengerechte Zugänge und Toiletten. Je nach Nutzung müssen auch die Räume hergerichtet werden. Auch eine bereits vorhandene Küche könnte weiter genutzt werden. Das Haus soll Vereinen und Initiativen für Kulturveranstaltungen und Bildungsangebote zur Verfügung stehen. Die Stadt denkt auch darüber nach, an der Hölderlinstraße einen neuen Kindergarten einzurichten oder eine Außenstelle des kommunalen Seniorenservice zu eröffnen. All diese Möglichkeiten kosten zunächst einmal auch Geld, um das Gebäude entsprechend umzubauen.

Der evangelische Stadtkirchenverband wird einen Umbau wohl nicht bezuschussen. Die Petri- und Nikodemusgemeinde und die Stadt müssen nun aushandeln, wer was übernimmt. „Es geht ja um eine langfristige Vermietung an die Stadt“, betonte Pastorin Christel Lucht. Mit einem solchen Vertrag im Rücken könne die Gemeinde als Eigentümerin des Hauses etwaige Umbaumaßnahmen besser planen. Bleibt die Frage, wer das Stadtteilzentrum künftig betreibt.

Die Stadt wird kein klassisches Freizeitheim mit eigenem Personal und hohem Kostenaufwand eröffnen. Härkes Dezernat plant derzeit eine kleinere Einrichtung, einen Kulturtreff. Dabei würde ein Verein die Leitung des Hauses übernehmen und den Betrieb sowie die Veranstaltungen koordinieren. Diese Aufgabe könnte der Bürgerverein Kleefeld übernehmen, der sich seit Jahren für ein solches Stadtteilzentrum einsetzt und das Haus schon kennt: Kino, Lesungen oder Ausstellungen gab es dort schon in den vergangenen Jahren.

Das Konzept eines Kulturtreffs, der von Vereinen betrieben wird, funktioniert in Hannover schon lange. Neben den zehn städtischen Freizeitheimen und Stadtteilzentren gibt es in stadtweit derzeit 14 von der Stadt geförderte Kulturtreffs - zum Beispiel den Kulturtreff Bothfeld: Der Förderverein nimmt im Jahr 191 000 Euro ein, davon kommen 126 000 Euro als Zuschüsse von der Stadt in die Vereinskasse.

Der Kulturtreff Roderbruch verfügt über rund 409 000 Euro an Einnahmen; knapp die Hälfte davon sind Zuwendungen der Stadt. Die Höhe der Zuwendungen hängt unter anderem davon ab, was die Einrichtungen bieten - mehr Kulturarbeit oder mehr Kurse sowie Bildungsarbeit, wie es etwa in Roderbruch der Fall ist. Eine 2015 vorgelegte städtische Analyse der Stadtteilkulturarbeit machte deutlich, was viele Einrichtungen allerdings bemängeln: Jedes Jahr müssen Förderanträge gestellt werden, das bindet Personal und erschwert eine langfristige Programmplanung.

Frühestens Anfang 2017 könnten die Umbauten starten. Bis dahin wird das Haus noch von der Werkstatt-Süd und der Kulturwerkstatt genutzt. Beide Einrichtungen gehören zur gemeinnützigen Stadtkirchenverband Hannover GmbH und bereiten Jugendliche auf Ausbildung und das Berufsleben vor.

Am Ricklinger Schlorumpfsweg gibt es mit der Werkstatt Linden noch eine dritte Einrichtung. Alle drei sollen 2017 an einem neuen Standort in Döhren zusammengeführt werden. Dieser Umzug werde gerade vorbereitet, sagte Geschäftsführerin Helia Geller-Fehling dem Stadt-Anzeiger. In gut einem Jahr sollen an der Kleefelder Hölderlinstraße so rund 600 Quadratmeter frei werden. Die Kirchengemeinde hatte das Gebäude einst als Gemeindehaus genutzt und musste es vermieten, um Kosten zu sparen. Ein Anbau an der Petrikirche wird inzwischen als Gemeindehaus genutzt. Rückte die Stadt als Langzeitmieter für die Hölderlinstraße 1 nach, käme das der Gemeinde entgegen. „Wir sind sehr dafür“, sagte Pastorin Lucht.

Von Marcel Schwarzenberger

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