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Politik diskutiert über Kulturzentrum

Buchholz-Kleefeld Politik diskutiert über Kulturzentrum

Vor gut neun Jahren fragte die Stadt die Kleefelder, was ihnen fehlt. Eine Forderung hieß: Räume für Kulturarbeit. Dies nahmen einige Einwohner zum Anlass, sich zum Bürgerverein Kleefeld zusammenzuschließen.

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Das frühere
Gemeindehaus von St.Petri
an der
Hölderlinstraße könnte
ein Kulturtreff werden. Bis
dahin wären aber noch
einige Umbauten nötig.
Foto: von Ditfurth

Quelle: Philipp von Ditfurth

Buchholz-Kleefeld. „Wir machen Kultur und viel Musik - und es war von Anfang an klar, dass irgendwann einmal ein Stadtteilzentrum nötig wird“, sagte der Vereinsvorsitzende Rainer Voltmer dem Stadt-Anzeiger. Am heutigen Donnerstag könnte es so weit sein, dass die Stadtverwaltung tatsächlich einen Weg nennt, wie ein Kulturhaus für Kleefeld verwirklicht werden kann. Kulturdezernent Harald Härke wird den Bezirksrat Buchholz-Kleefeld über den aktuellen Stand informieren. Die Sitzung beginnt am Donnerstag, 21. Januar, um 18.30 Uhr in der Maximilian-Kolbe-Schule an der Nackenberger Straße 4.

Ausstellungen, Kino, Konzerte - der Bürgerverein stellt in jedem Jahr viel auf die Beine. Auch andere Stadtteileinrichtungen und Vereine, darunter die Kleefelder Chorgemeinschaft, waren und sind immer wieder auf der Suche nach Veranstaltungsräumen im eigenen Stadtteil. Dass es daran fehlt, hatte nicht nur der Bürgerverein immer wieder bemängelt. Der Bezirksrat forderte die Stadt auf, sich Gedanken über ein Kulturkonzept zu machen, das auch Antworten auf die Frage bietet, wann und wo es in Kleefeld ein Stadtteilzentrum geben könnte. Zwei von der Stadt genutzte Gebäude an der Hölderlinstraße und am Pferdeturm kamen zwischendurch ins Gespräch, verschwanden dann aber wieder aus der Liste möglicher Standorte. Härke will heute unter anderem zu laufenden Verhandlungen Stellung nehmen, die die Stadt mit der Petri-Gemeinde führt. Dabei geht es um ein anderes Haus an der Hölderlinstraße: das einstige Gemeindehaus, das seit 2007 von der Werkstatt-Süd, einer Einrichtung des Stadtkirchenverbandes, genutzt wird.

Die Werkstatt-Süd könnte nach dem derzeitigen Stand der Planungen im nächsten Jahr nach Döhren umziehen. Das Gebäude an der Hölderlinstraße 1 würde damit frei. Eine erste Begehung hatte es bereits gegeben. Gut möglich, dass die Petri-Gemeinde erst noch einen barrierefreien Zugang schaffen und andere Umbauten erledigen müsste, bevor die Stadt dort überhaupt Räume mieten kann. Über das Ob und Wie wird noch verhandelt. „Es ist ein großes Haus. Wir wären also einer von mehreren Akteuren, die es bespielen“, sagte Voltmer.

Demnach wird noch ein Nutzungskonzept benötigt, das Fragen wie Auslastung und Wirtschaftlichkeit beantwortet. Voltmer hält es für denkbar, dass Teile der Chorgemeinschaft Kleefeld, die Volkshochschule oder die Musikschule Hannover die Räume mitnutzen. Der Vorsitzende des Bürgervereins hofft, dass Härke gute Nachrichten zur Sitzung des Bezirksrates mitbringt. Die Linken-Fraktion will mit einem Antrag für die Schaffung eines soziokulturellen Zentrums Druck machen.

Weitere Themen: Die Stadt berichtet in der heutigen Sitzung zudem über die Situation der Flüchtlinge im Stadtbezirk, in dem es mehrere Unterkünfte für Asylbewerber gibt. Auch der Einbau einer neuen Cafeteria im gemeinsam von der Käthe-Kollwitz-Schule und der Gerhart-Hauptmann-Realschule genutzten Gebäude wird diskutiert. Die CDU sorgt sich um die Verkehrssicherheit in der Straße An der Breiten Wiese - die Trasse soll nach dem Willen der Fraktion zur vorfahrtberechtigten Straße werden.

Sprechstunde des Bezirksbürgermeisters: Bereits vor der Bezirksratssitzung lädt Henning Hofmann zu seiner Sprechstunde in die Maximilian-Kolbe-Schule ein. In der Zeit von 17.45 bis 18.15 Uhr können Einwohner des Stadtbezirks Fragen stellen und Anregungen loswerden. Wer mag, kann sich zusätzlich während der Fragestunde des Bezirksrats zu Wort melden. Von Marcel Schwarzenberger

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Haus an der Hölderlinstraße
Stellen sich den Fragen: Karsten Plotzki (Die Linke, von links), Maximilian Oppelt (CDU), Henning Hofmann (SPD) und Dierk Schneider (Grüne).

Das Haus Hölderlinstraße 1 ist heiß begehrt: Im nächsten Jahr, so hoffen viele Kleefelder, wird es zum Kulturzentrum umgebaut. Das Problem: Die Stadt hat sich noch nicht entschieden.

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Kleefeld in Zahlen
  • Stadtbezirk : Buchholz-Kleefeld, 4. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Kleefeld, Groß-Buchholz, Heideviertel
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.135 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Kleefeld (12.045 Einwohner), Groß-Buchholz (26.128 Einwohner), Heideviertel (4.962 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 3.090 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30655, 30625, 30627
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