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Kleefeld Stadtteilzentrum rückt in greifbare Nähe
Hannover Aus den Stadtteilen Kleefeld Stadtteilzentrum rückt in greifbare Nähe
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00:15 10.07.2016
Wird in diesem Gebäude in der Hölderlinstraße in Kleefeld das Stadtteilzentrum untergebracht? Quelle: Reinhardt
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Kleefeld

Nun muss sich die Verwaltung schnell entscheiden, ob sie das befristete Angebot annimmt. Denn sobald der derzeitige Mieter, die Werkstatt Süd, demnächst auszieht, tickt die Uhr. Die Kirche wünscht sich die Stadt zwar als Nachmieter, will die mietfreie Zeit jedoch möglichst kurz halten. Dennoch stehen nun alle Zeichen auf Grün für das Stadtteilzentrum.

„Wir freuen uns, dass uns die Verwaltung endlich etwas Neues in der Sache vorgelegt hat“, begrüßte SPD-Bezirksratsfrau Belgin Zaman einen in der jüngsten Bezirksratssitzung vorgestellten Beschluss der Stadt, mit der Kirche konkrete Verhandlungen aufzunehmen. Man werde sich dafür einsetzen, dass die nötigen Gelder zur Verfügung gestellt würden. Als einen „Traum, der endlich Wirklichkeit werden kann“, bezeichnete Karsten Plotzki von der Linkspartei den Fortschritt. Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Eike Borstelmann, verwies auf die 45 000 Euro, die der Bezirksrat im Laufe der vergangenen Jahre für das erhoffte Zentrum aufgespart hat. „Wir freuen uns, dass die Kirchengemeinde das Gebäude angeboten hat“, so Borstelmann.

Das ehemalige Gemeindehaus bietet ideale Voraussetzungen für ein Stadtteilzentrum. Auf zwei Etagen gibt es Gruppenräume, einen teilbaren Saal, Büros und Lagerflächen. Der Saal ist mit einer Bühne und einem Ausschank ausgestattet und fasst 199 Personen. Insgesamt könnte die Einrichtung dort 700 Quadratmeter nutzen. Aktuell befindet sich in der Hölderlinstraße noch die Werkstatt Süd, eine berufsvorbereitende Einrichtung für Jugendliche. Spätestens im Frühjahr 2017 zieht die Werkstatt um. Mehrere Standorte werden zusammengelegt.

Drei Jahre hatte die Stadt selbst, beauftragt durch den Bezirksrat, vergeblich nach einem geeigneten Objekt für ein Stadtteilzentrum im Bezirk Buchholz-Kleefeld Ausschau gehalten. Ende 2015 offerierte die Gemeinde das Haus erstmals der Verwaltung. Es folgte eine Begehung mit dem Bürgerverein, der als möglicher Trägerverein im Gespräch ist. Als Voraussetzung für die Anmietung verlangt die Stadt von der Gemeinde diverse, mitunter teure, Umbaumaßnahmen. Gemeindepastorin Christel Lucht geht von Kosten von mindestens 80 000 Euro für den Einbau eines Fahrstuhls aus. Ein barrierefreier Zugang und behindertengerechte Toiletten sind weitere Baustellen. Im Gegenzug verlangt die Gemeine eine langfristige Anmietung als Sicherheit. Während auf beiden Seiten Interesse an einer Einigung besteht, stehen verbindliche Gespräche noch aus. „Uns wurde in Aussicht gestellt, bis Ende März Bescheid zu bekommen, der blieb aber aus“, dringt Lucht auf etwas mehr Entscheidungsfreude in der Verwaltung. „Die verbindliche Zusage der Stadt ist für uns entscheidend. Wir wollen maximal einen sehr kurzen Mietausfall“, so die Pastorin.

Auch der Bürgerverein plädiert für einen schnellen Abschluss. „Wir freuen uns, aber es gibt aus unserer Sicht auch noch viele Fragen hinsichtlich der Trägerschaft und Finanzierung“, so Wolfgang Kartscher, der stellvertretende Vorsitzende des Vereins. Der Bürgerverein hat der Verwaltung bereits ein Konzeptpapier für die künftige Nutzung vorgelegt. Über etwaige Nutzer und konkrete Ideen hält man sich noch bedeckt. „Es heißt immer, der Bürgerverein macht das schon. Aber so weit ist es noch nicht“, mahnt Kartscher, den ehrenamtlich tätigen Verein nicht zu überfordern.

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