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Lahe Enercity will eine neue Verbrennungsanlage bauen
Hannover Aus den Stadtteilen Lahe Enercity will eine neue Verbrennungsanlage bauen
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02:15 03.07.2017
Soll an Fernwärmenetz angeschlossen werden: Die Anlage der EEW Energy from Waste in Lahe. Quelle: Archiv
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Hannover

Bezirksbürgermeister Harry Grunenberg (SPD) ist nach eigener Aussage seit Anfang Juni mit Vertretern der Stadtwerke im Gespräch. Enercity plant den Bau einer Verbrennungsanlage für Klärschlamm in Lahe. Mitte August würden Enercity, der Bezirksrat Bothfeld-Vahrenheide und wahrscheinlich auch die benachbarten Bezirksräte Misburg und Anderten zu einem Informationsabend in Lahe einladen, sagte Grunenberg auf der jüngsten Stadtbezirksratssitzung.

Die Grünen-Fraktion forderte angesichts der Pläne des Bezirksbürgermeisters, einen unabhängigen Experten zu dem Treffen einzuladen. „Wir wollen einen sachlichen Dialog über die Vor- und Nachteile des Vorhabens“, erklärte Ratsherr Christopher Steiner. Laut Grünen wäre Michael Braungart, Leiter des Hamburger Umweltinstituts, bereit, zu dem Treffen zu erscheinen. Die SPD gab an, über diesen Antrag erst einmal zu beraten, eine Entscheidung auf der nächsten Bezirksratssitzung Ende August käme dann schon zu spät.

Die Deponie in Lahe, die von der Abfallwirtschaft Region Hannover betrieben wird, ist laut Enercity besonders gut für den Bau einer Verbrennungsanlage geeignet. Für die Überlegungen gibt es mehrere Gründe: Ab 2018 darf immer weniger Klärschlamm auf Felder geleitet werden, ab 2029 ist zudem die Rückgewinnung von Phosphor aus Klärschlamm von Anlagen, die für mehr als 100 000 Einwohner ausgelegt sind, vorgeschrieben.

Da die Stadtwerke bis 2035 die Hälfte ihrer Wärme aus erneuerbaren Energien gewinnen wollen, liebäugelt das Unternehmen damit, eine Fernwärmeleitung zur EEW-Müllverbrennungsanlage nach Lahe zu legen. Diese Investition würde sich durch den Bau einer zweiten Verbrennungsanlage in unmittelbarer Nähe doppelt lohnen. Die Enercity-Anlage soll für 30 000 Tonnen Klärschlamm pro Jahr ausgelegt sein, damit könnte sie rund sechs Prozent der Fernwärme für Hannover liefern. Bis zum Baustart könnten – falls man sich auf den Standort Lahe einigt – laut einem Sprecher von Enercity aber noch Jahre vergehen.

Von Nadine Wolter

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