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Johanniter-Unfall-Hilfe feiert den Jahrestag

Verein bietet Hilfe Johanniter-Unfall-Hilfe feiert den Jahrestag

Die Johanniter-Unfall-Hilfe feiert den Jahrestag eines bundesweit einzigartigen Projekts: In Lahe betreibt der Verein seit zwei Jahrzehnten im Auftrag der Region Hannover eine Unterkunft für drogenabhängige Obdachlose - kurz U.D.O. genannt.

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Die Johanniter-Unfall-Hilfe feiert den Jahrestag eines bundesweit einzigartigen Projekts.

Quelle: r.

Hannover. Um die erfolgreiche Arbeit bei U.D.O. zu würdigen, kamen jetzt Mitarbeiter, ehrenamtliche Helfer, Bewohner, Kollegen und Unterstützer bei einem festlichen Empfang zusammen. Johanniter-Vorstand Hermann Fraatz vom Regionalverband Niedersachsen Mitte bedankte sich bei Stadt und Region für das fortwährende Vertrauen. Außerdem bat er alle Anwesenden darum, die Drogenabhängigen nicht zu verurteilen: „Bei allen Verfehlungen - es handelt sich um Menschen.“

„Ohne den Mut der Johanniter wäre U.D.O. nicht entstanden“, lobte Bürgermeister Thomas Hermann und appellierte an die mehr als 50 Gäste: „Alle müssen zusammen an einem Strang ziehen, um ein gesellschaftliches Problem angehen zu können.“ Auch die stellvertretende Regionspräsidentin Angelika Walther würdigte das Engagement der haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter bei der Drogenarbeit in Lahe.

U.D.O. nahm 1996 in einem Containerbau mit 50 Plätzen seine Arbeit auf. Mit der Einrichtung sollte die am Hauptbahnhof etablierte Drogenszene teilweise aus der Innenstadt geholt werden.„Viele Nachbarn und Unternehmer in der Umgebung begegneten dem Projekt anfänglich mit großer Skepsis“, sagt Johanniter-Sprecherin Sylke Heun. Über die Jahre habe sich die akzeptierende Drogenarbeit aber bewährt. „Es gelang, viele Abhängige von einem Brennpunkt zu einem Zufluchtsort zu bewegen“, sagt Heun.

Auf Betreiben der Johanniter wurde 2010 für U.D.O. neu gebaut. An der Kirchhorster Straße sei ein ökotechnisch modernes Haus für 76 Bewohner entstanden. Die 38 Zwei-Bett-Zimmer sind nach Angaben der Johanniter fast durchgehend belegt, außerdem gebe es eine Warteliste. „U.D.O. ist mehr als nur eine Übernachtungsmöglichkeit“, sagt Heun. Die Bewohner würden hier medizinisch und oft auch mit Lebensmittelspenden versorgt. Zudem erhalten sie in der Laher Einrichtung umfängliche Beratung und Unterstützung bei Behördengängen.

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Lahe in Zahlen

Stadtbezirk : Bothfeld-Vahrenheide, 3. Stadtbezirk in Hannover

Einwohner: im Stadtbezirk ca. 47.500

Einwohner je Stadtteil: Bothfeld (20.300 Ew.), Vahrenheide (9.200 Ew.) Sahlkamp (13.600), Isernhagen-Süd (2.800), Lahe (1.800)

Bevölkerungsdichte : 1.549 Einwohner/km²

Postleitzahl : 30657, 30659

Bezirksbürgermeister : Harry Grunenberg (SPD)

Stadtbezirksrat :  SPD: 8 Sitze, CDU: 7, Grüne: 4, Linke: 1, FDP: 1

Besonderheit: Durch Lahe führen die Autobahnen A 2 und A 37, die sich hier im Autobahnkreuz Hannover-Buchholz kreuzen.