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Lahe Neustart in Heilig Kreuz: Kirche geweiht, Café eröffnet
Hannover Aus den Stadtteilen Lahe Neustart in Heilig Kreuz: Kirche geweiht, Café eröffnet
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06:32 19.01.2017
Von Frank Walter
Zentral gelegen soll das Kirchencafé von Heilig Kreuz Begegnungsstätte für jedermann sein. Quelle: Carina Bahl
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Hannover

Am Tag eins nach der Kirchweihe in Heilig Kreuz ist Aufräumen angesagt. Männer tragen Tische in den multifunktionalen Gottesdienstraum, jemand fegt, ein anderer wischt den Boden. Normalität kehrt ein, nachdem tags zuvor ein Feiertag für Heilig Kreuz war, der Start ins Gemeindeleben in der neu gebauten Kirche unweit der Stadtgrenze.

Die offene Fassade mit bodenhohen Fenstern soll Passanten einladen hereinzutreten, vom Gehweg im Zentrum Altwarmbüchens direkt vor der Tür hinein ins Kirchencafé. Wolfgang Müller-Judex ist der allererste Gast. 85 Jahre ist er alt, wie der gebürtige Berliner verrät.

„Das ist gelungen“

Bei der Kirchweihe am Sonntag war das Gemeindemitglied zwar auch dabei, aber das Kirchencafé wollte er sich unbedingt gleich am ersten Öffnungstag angucken. Beim Cappuccino aus dem Kaffeevollautomaten kommt er ins Plaudern. Mittendrin im Zentrum, „das finde ich gut, das ist gelungen“. So etwas wie der Ka-Punkt, die offene Begegnungsstätte der katholischen Kirche in Hannovers City, wo Leute einfach ihre Zeitung lesen, aber auch Gesprächspartner finden könnten, „so soll das hier auch werden. Der Mensch ist doch ein soziales Wesen.“

„Jeder ist uns willkommen: Ältere, Berufstätige, Mütter mit Kindern“, sagt Josefine Just aus dem Leitungsteam des Kirchencafés - und egal welchen Glaubens. „Man darf bei uns runterkommen und klönen, lebensnah und locker.“ Just findet das neue Konzept der offenen Kirche spannend. Wo genau der Weg hinführt mit dem Kirchencafé? „Mal sehen, wir haben das ja noch nie gemacht. Aber das wird sich einspielen, davon bin ich überzeugt“, sagt die 66-Jährige. Und man habe noch so viele Ideen.

Drei bis vier Termine pro Woche

16 Ehrenamtliche umfasst das neue Kirchencafé-Team in Heilig Kreuz, was angesichts der Öffnungszeiten nicht verwundern kann: Montags von 11.30 bis 14 Uhr, mittwochs von 10 bis 13 Uhr, donnerstags von 14 bis 19.30 Uhr sowie einmal im Monat freitags von 19 bis 22 Uhr wollen die Freiwilligen aus der Heilig-Geist-Gemeinde die Gäste mit Kaffee, Tee und Gebäck versorgen und als Ansprechpartner bereitstehen.

Mit einer Gastronomie dürfe man das nicht verwechseln, „das wollen wir nicht sein“. Dass es für ein solches Konzept vielleicht auch einen längeren Atem braucht, ist Just und ihrem Team durchaus bewusst: „Wir wollen das ja nicht nur heute oder einen Monat lang machen, sondern für immer.“

Alles Weitere wird sich finden. Pflanzen im Café, vielleicht sogar eine Palme, „das fehlt noch“, sagt Just. Ein bisschen was zu lesen wolle man noch bereitlegen. Und der hässliche graue Verteilerkasten direkt vor dem Fenster? „Da schreiben wir seit einem Jahr gute und böse Briefe ans Unternehmen. Der ärgert uns richtig.“

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