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Leinhausen So reden Grundschüler über den Tod
Hannover Aus den Stadtteilen Leinhausen So reden Grundschüler über den Tod
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00:15 11.04.2017
Von Saskia Döhner
Vom Verlust bis zum Trost: Eine Woche widmete sich die 4a dem Thema. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Die zehnjährige Janina hat das Paradies gemalt - mit Pflanzen, Himmel und einem dicken Herz, dort trifft sie dann auch ihren toten Hund wieder. Und Klassenkamerad Enes (10) glaubt fest daran, im Himmel seine Oma wiederzusehen. Für ihn gehören zum Leben nach dem Tod ein goldenes Wasserrad, ein schönes Haus, eine Diskokugel und eine Playstation. Chinenye (9) hat Wolken und einen Regenbogen gezeichnet.

Der ambulante Palliativ- und Hospizdienst der Diakoniestationen Hannover versucht mit dem Projekt „Hospiz macht Schule“ das Themenfeld Trauer, Tod und Trösten auch Kindern nahezubringen. „Wir wollen Schüler stärken, denn Tod gehört zum Leben“, sagt Projektleiterin Uta Küßner. Es geht um Werden und Vergehen, um Wandlungen, um Krankheit (vom gebrochenen Bein bis zu Krebs) und Leid, Sterben und Tod, aber auch ums Traurigsein und Trösten. Egal ob der eigene Hamster, die Oma oder der Onkel gestorben ist - einen Verlust hat fast jedes der Kinder schon mal erlebt.

Bei dem Hospiz-Projekt machen auch die Senioren vom Verein Seniors in School (Sis) mit, die in der Schule als Streitschlichter tätig sind. Am Abschlusstag singen alle anfangs in einem großen Kreis „Der Himmel geht über allen auf“, Schulleiter Frank Post spricht von „dem guten Geist, der in der Klasse herrscht“: „Mit der Erfahrung, dass ein liebgewonnenes Lebewesen oder ein liebgewonnener Mensch von uns geht, darf man niemanden alleinlassen.“

Kinder, Lehrer und Mediatoren haben auch zusammen geweint und getrauert: „Toll, dass die Kinder sich getraut haben, so offen zu sein“, sagt Küßner, „es war wie ein dicker, warmer Regen.“ Die Viertklässler haben viel fürs Leben gelernt. „Hospiz macht Schule“ kommt einmal pro Jahr in eine Schule nach Hannover. An dem Projekt interessierte Lehrer und Schulleiter können sich unter der Adresse u.kuessner@aphd.de per E-Mail an Uta Küßner wenden. Die Grundschule Fuhsestraße hat auf alle Fälle von der Woche profitiert.

Auf dem Gelände des Kraftwerks Herrenhausen entsteht ein riesiger Energiespeicher. Er besteht aus 3.000 Autobatterien, die eigentlich für den Einbau in Smart-Elektrofahrzeugen vorgesehen sind. Doch bis die Batterien verbaut werden, sollen sie helfen Schwankungen im Stromnetz auszugleichen. Davon profitiert auch der Autobauer.

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