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Limmer Béi Chéz Heinz soll das Fössebad verlassen
Hannover Aus den Stadtteilen Limmer Béi Chéz Heinz soll das Fössebad verlassen
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00:16 20.11.2016
Wollen nicht weichen: Christian Sölter und Jürgen Grambeck (v. li.) Quelle: Samantha Franson
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Limmer

Die Anzeichen, dass sich der Rat der Stadt für einen Neubau des Fössebads entscheidet, mehren sich. Grundsätzlich ist das eine gute Nachricht für den Stadtbezirk. Doch für den Kellerclub Béi Chéz Heinz könnte ein entsprechendes Votum das Aus am langjährigen Standort bedeuten. Wie an anderer Stelle berichtet, hatte sich Stadtkämmerer Marc Hansmann in einer vertraulichen Sitzung der SPD-Ratsfraktion jüngst für eine Neubau-Variante ausgesprochen, in der das Chéz Heinz keinen Platz mehr hat. Das wollen die Betroffenen nicht akzeptieren: „Wir werden den Stadtteil mobilisieren“, kündigt Club-Geschäftsführer Jürgen Grambeck an.

Nach Experten-Schätzungen ist eine Grundsanierung des maroden Schwimmbads mit 20 Millionen Euro beinahe so teuer wie ein Neubau (24,6 Millionen). Bereits im Sommer hatte sich der Bezirksrat Linden-Limmer einstimmig für den Neubau ausgesprochen - damals aber unter der Prämisse, den Musikclub im Untergeschoss zu erhalten. Die Betreiber des Chéz Heinz mobilisierten seinerzeit mit der Aktion „Heinz muss bleiben“ die Öffentlichkeit. Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen planen Grambeck und seine Mitstreiter, ihre Aktivitäten zu intensivieren.

Mit einem Neubau des Bades können sich die Clubbetreiber durchaus anfreunden. „Wir plädieren allerdings ganz klar für den Teilerhalt der bestehenden Substanz“, sagt Grambeck. Er schlägt vor, nur die große Schwimmhalle abzureißen. Der restliche Teil der Anlage könnte saniert werden. So entstünde sogar zusätzlicher Raum für den Musikclub und weitere soziale oder kulturelle Nutzer. Das Chéz-Heinz-Team arbeitet bereits an einem Alternativkonzept. Im Januar soll es präsentiert werden.

In der Vergangenheit hatte sich auch der städtische Kulturdezernent Harald Härke wiederholt für den grundsätzlichen Erhalt des Clubs ausgesprochen und versprochen, nach einem neuen Standort zu suchen.

Opposition will 
Chéz Heinz erhalten

Linke und Piraten im Rat fordern, dass der Musikclub Béi Chéz Heinz erhalten bleibt, wenn wie geplant ein Neubau für das Fössebad in Limmer entsteht. „Mit Blick auf die gewachsene Stammkundschaft und den idealen Standort“ im Keller des Bads an der Liepmannstraße sei das wichtig, heißt es in einer Stellungnahme der Ratsgruppe. Die Stadt müsse prüfen, ob der Keller nicht trotz des Neubaus erhalten werden könne.

Wie berichtet, will die Stadt sowohl das Misburger Hallenbad als auch den Hallenteil des Fössebads in Limmer abreißen und Neubauten errichten, weil ihr dies wirtschaftlicher erscheint. Linke und Piraten begrüßen das Vorhaben zwar, sprechen sich aber dagegen aus, dies mit Privatinvestoren zu machen. Damit sei man beim Misburger Bad schließlich schon einmal teuer gescheitert.

Mario Moers und Conrad von Meding

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