Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Béi Chéz Heinz soll das Fössebad verlassen

Geplanter Neubau Béi Chéz Heinz soll das Fössebad verlassen

Wird das Fössebad neu gebaut, steht der Kellerclub Béi Chéz Heinz höchstwahrscheinlich vor dem Aus an seinem jetzigen Standort. Die Betreiber und die Opposition kämpfen trotzdem um den Erhalt des Kultclubs.

Voriger Artikel
Stadt will 180 Wohnungen an der Kesselstraße bauen
Nächster Artikel
Bürgermeister Grube einstimmig wiedergewählt

Wollen nicht weichen: Christian Sölter und Jürgen Grambeck (v. li.)

Quelle: Samantha Franson

Limmer. Die Anzeichen, dass sich der Rat der Stadt für einen Neubau des Fössebads entscheidet, mehren sich. Grundsätzlich ist das eine gute Nachricht für den Stadtbezirk. Doch für den Kellerclub Béi Chéz Heinz könnte ein entsprechendes Votum das Aus am langjährigen Standort bedeuten. Wie an anderer Stelle berichtet, hatte sich Stadtkämmerer Marc Hansmann in einer vertraulichen Sitzung der SPD-Ratsfraktion jüngst für eine Neubau-Variante ausgesprochen, in der das Chéz Heinz keinen Platz mehr hat. Das wollen die Betroffenen nicht akzeptieren: „Wir werden den Stadtteil mobilisieren“, kündigt Club-Geschäftsführer Jürgen Grambeck an.

Nach Experten-Schätzungen ist eine Grundsanierung des maroden Schwimmbads mit 20 Millionen Euro beinahe so teuer wie ein Neubau (24,6 Millionen). Bereits im Sommer hatte sich der Bezirksrat Linden-Limmer einstimmig für den Neubau ausgesprochen - damals aber unter der Prämisse, den Musikclub im Untergeschoss zu erhalten. Die Betreiber des Chéz Heinz mobilisierten seinerzeit mit der Aktion „Heinz muss bleiben“ die Öffentlichkeit. Vor dem Hintergrund der jüngsten Entwicklungen planen Grambeck und seine Mitstreiter, ihre Aktivitäten zu intensivieren.

Mit einem Neubau des Bades können sich die Clubbetreiber durchaus anfreunden. „Wir plädieren allerdings ganz klar für den Teilerhalt der bestehenden Substanz“, sagt Grambeck. Er schlägt vor, nur die große Schwimmhalle abzureißen. Der restliche Teil der Anlage könnte saniert werden. So entstünde sogar zusätzlicher Raum für den Musikclub und weitere soziale oder kulturelle Nutzer. Das Chéz-Heinz-Team arbeitet bereits an einem Alternativkonzept. Im Januar soll es präsentiert werden.

In der Vergangenheit hatte sich auch der städtische Kulturdezernent Harald Härke wiederholt für den grundsätzlichen Erhalt des Clubs ausgesprochen und versprochen, nach einem neuen Standort zu suchen.

Opposition will 
Chéz Heinz erhalten

Linke und Piraten im Rat fordern, dass der Musikclub Béi Chéz Heinz erhalten bleibt, wenn wie geplant ein Neubau für das Fössebad in Limmer entsteht. „Mit Blick auf die gewachsene Stammkundschaft und den idealen Standort“ im Keller des Bads an der Liepmannstraße sei das wichtig, heißt es in einer Stellungnahme der Ratsgruppe. Die Stadt müsse prüfen, ob der Keller nicht trotz des Neubaus erhalten werden könne.

Wie berichtet, will die Stadt sowohl das Misburger Hallenbad als auch den Hallenteil des Fössebads in Limmer abreißen und Neubauten errichten, weil ihr dies wirtschaftlicher erscheint. Linke und Piraten begrüßen das Vorhaben zwar, sprechen sich aber dagegen aus, dies mit Privatinvestoren zu machen. Damit sei man beim Misburger Bad schließlich schon einmal teuer gescheitert.

Mario Moers und Conrad von Meding

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Limmer
So schön ist Hannover-Limmer
Limmer in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Limmer trägt seinen Namen vom Castrum Limbere des Grafen Konrad von Roden.
Ein Hauch von Venedig an der Leine

Für die Schönheit seiner Architektur ist Hannover nicht gerade berühmt. Doch wer genauer hinschaut, der wird staunen. Bilder aus dem Archiv des HAZ-Fotoreporters Wilhelm Hauschild (1902-1983).

„Hannover – eine Stadt in Bildern"

Mit der Facebook-Seite "Hannover in Bildern" zeigen die hannoverschen Hobbyfotografen Nassim Hasan und Ismail Tuzhaev die schönsten Seiten der niedersächsischen Landeshauptstadt. HAZ.de zeigt eine Auswahl ihrer Bilder.