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Limmer Bürgermeister Grube einstimmig wiedergewählt
Hannover Aus den Stadtteilen Limmer Bürgermeister Grube einstimmig wiedergewählt
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00:16 28.11.2016
Von Juliane Kaune
Der neue Bezirksrat. Vorne, von links: Michael Klenke (CDU, es fehlt Gabriele Steingrube), Marlen Martin, Julia Willie Hamburg, Maren Weist, Timon Dzienus, Steffen Mallast (alle Grüne), Jasmin Grobleben („Die Partei“), Ingrid Schmalz (Linke), Julia Laube, Ingrid Wadepohl, Cornelia Schweingel (alle SPD). Hinten, von rechts: Eike Geffers, Matthias Voß (beide SPD), Thomas Ganskow (Piraten), Luk List, Pia Fiedler, David Manuel Müller (Linke), Ekim Bulut (FDP), Daniel Gardemin, Rainer-Jörg Grube (beide Grüne). Quelle: Samantha Franson
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Damit ist der 61-jährige Grube, der Mitglied der Grünen ist, für fünf weitere Jahre im Amt bestätigt. Das freute ihn sichtlich, und er kündigte mit einem Schmunzeln an: „Ich versuche meine Bestes.“ Zur Stellvertreterin wurde SPD-Frau Ingrid Wadepohl gewählt. Die 66-Jährige setzte sich gegen die beiden Mitbewerber Luk List von den Linken und Jasmin Grobleben von der Satirepartei „Die Partei“ durch.

2011 war die Wahl Grubes weit weniger friedlich verlaufen: Die Sozialdemokraten hatten gegen ihn gestimmt, weil er sich nach SPD-Meinung nicht deutlich genug von Hausbesetzern distanziert hatte. Vergeben und vergessen. Mit dem eindeutigen Votum dokumentierten die bisherigen Bezirksratsmitglieder, dass sie mit Grubes Arbeit zufrieden waren – und die nach der Kommunalwahl neu hinzugekommenen Kollegen gaben ihm einen Vertrauensvorschuss. Neun der bisherigen Mandatsträger gehören dem Gremium auch in der kommenden Wahlperiode an, zwölf sind neu im Amt.

Dazu zählt auch Jasmin Grobleben. Mit der Einzelvertreterin hat „Die Partei“ erstmals Einzug in den Bezirksrat Linden-Limmer gehalten. Im Vorfeld der Bezirksbürgermeisterwahl hatte die 24-Jährige noch angekündigt, Grube herausfordern zu wollen. Offenbar war das wohl doch eher Satire. In der jüngsten Sitzung machte Grobleben, die im grauen Look ihrer Partei erschienen war, keine Anstalten mehr, gegen den Amtsinhaber anzutreten. Alternativ bewarb sie sich auf den Vizeposten – und bekam zwei Stimmen. Sieben entfielen auf Luk List, elf auf Ingrid Wadepohl. Neuling im Bezirksrat ist auch Ekim Bulut, mit dem nun wieder die FDP im Bezirksrat Linden-Limmer vertreten ist.

Aus der gegenseitigen Unterstützung von Grünen und SPD für die jeweiligen Kandidaten bei der Bürgermeister- und Stellvertreterwahl muss sich kein Dauerkonsens ableiten. „Die Entscheidung für Frau Wadepohl ist keine parteipolitische“, stellte der grüne Bezirksratsherr Timon Dzienus klar. „Wie in der vergangenen Wahlperiode wollen wir die Diskussion um die besten Ideen für unseren Stadtteil mit wechselnden Mehrheiten gestalten.“ Auch Grünen-Fraktionschef Daniel Gardemin stellt sich „Bündnispartner für einzelne Themen“ vor. Er führt die mit sieben von 21 Sitzen stärkste Fraktion im Bezirksrat. Die SPD hat einen Sitz verloren und geht mit fünf Mandatsträgern ins Rennen, die Linke ist mit fortan vier Mitgliedern um einen Sitz gewachsen.

Sicher ist: Es wird spannend bleiben. Denn Kontroversen zwischen SPD und Grünen gehörten in der Vergangenheit öfter zur Tagesordnung. Jüngste Beispiele sind die Idee der Grünen, eine Seilbahn zur Wasserstadt zu bauen, eine von ihnen angeregte Bebauung des Grünen Hügels am Küchengarten oder die Ausweisung des Ihme-Zentrums als Sanierungsgebiet – die SPD hatte stets eine andere Meinung. Eine stetige rot-grüne Zusammenarbeit wurde in Linden-Limmer bereits 2011 eingestellt. Alternativ rückten die Linken stärker an die grüne Seite. In der politischen Praxis ergaben sich so wechselnde Mehrheiten. Was die Sitzungen durchaus abwechslungsreich machte.

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