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Limmer Gymnasium Limmer erwartet 125 Fünftklässler
Hannover Aus den Stadtteilen Limmer Gymnasium Limmer erwartet 125 Fünftklässler
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02:15 09.07.2016
Von Juliane Kaune
Nach den Sommerferien werden die ersten Schüler des Gymnsasium Limmer eingeschult. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Limmer

Bald werden nun Schüler und Lehrer in dem rund 2500 Quadratmeter großen Flachbau ein- und ausgehen. Und sie werden jeden Tag auf besondere Weise begrüßt: „Vielleicht gibt es schönere Zeiten; aber diese ist die unsere.“ Dieses Zitat des Philosophen Jean-Paul Sartre steht direkt über der Eingangstür.

Wencke Hedderich ist überzeugt, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort ist: Die bisherige Französisch- und Biologielehrerin der Herschelschule wird das neue Gymnasium Limmer leiten. „Das ist eine echte Herausforderung, in jeder Hinsicht“, meint sie. Das stimmt: Die letzte Neugründung eines Gymnasiums in Hannover datiert auf das Jahr 1975, damals ging das Gymnasium Misburg an den Start. Der Zeitplan für die neue Schule in Limmer, die in früheren Uni-Gebäuden entsteht, ist abgesteckt: Bis zum Sommer 2017 wird noch weitergebaut. Danach füllen sich die Schultrakte schrittweise mit Leben - bis das fünfzügige Gymnasium im Jahr 2024 mit rund 1360 Schülern komplett ist.

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Jetzt geht es auf die Zielgerade: Nach den Sommerferien werden die ersten 125 Fünftklässler an Limmers neuem Gymnasium eingeschult.

Schulleiterin Hedderich hat ihre neue Wirkungsstätte bis dato immer nur von außen gesehen. Bei ihrem ersten Rundgang durch die fertigen Räume wird sie nach der offiziellen Übergabe an die Stadt von Oberbürgermeister Stefan Schostok und Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube begleitet. Schostok spricht von einem „sehr unvergleichlichen Projekt“. Beteiligt ist nicht nur die Stadt. Bauherr ist das Unternehmen Stichweh-Ziehm, das die drei Uni-Gebäude für 45 Millionen Euro nach den Plänen des hannoverschen Büros Hübotter + Stürken in eine Schule verwandelt und für 30 Jahre an die Stadt vermietet. Nach dem Start kommt jedes Jahr ein weiterer Jahrgang mit bis zu 150 Schülern an das neue Gymnasium, das über eine Gesamtfläche von 17 000 Quadratmetern verfügt. Wenn die Bauarbeiter das Gelände zum Schuljahr 2017/2018 endgültig verlassen, ziehen in das dann fertige sechsstöckige Hauptgebäude zudem 700 „Gastschüler“ ein: Die Acht- bis Zwölftklässler der Goetheschule aus der Nordstadt müssen für zwei Jahre nach Limmer ausweichen, weil ihre Schule komplett saniert wird.

In einem Jahr sollen auch die Dreifeld-Sporthalle, die große Aula mit 400 Plätzen und die Mensa mit 280 Plätzen fertig sein. Die „Pioniere“ müssen noch auf die Sporthalle der Albert-Schweitzer-Schule ausweichen. Es wird aber schon eine Übergangsmensa und eine Mini-Aula geben - das Gymnasium ist als offene Ganztagsschule konzipiert.

Ein Kommentar von Juliane Kaune

Was lange währt, wird endlich gut

Fast zehn Jahre standen die früheren Uni-Gebäude an der Wunstorfer Straße leer – nun zieht mit dem neuen Gymnasium Limmer endlich wieder Leben ein (Seite 3). Und die Idee, die akademischen Lehrgebäude zur Schule umzubauen, war eine richtig gute. Schon jetzt sind Hannovers Gymnasien überfüllt, eine weitere höhere Schule im Stadtgebiet war dringend nötig – statt immer wieder an Bestandsbauten anzubauen. Auch die Standortwahl für das neue Gymnasium ist richtig, weil gerade Limmer mit dem Neubaugebiet Wasserstadt spürbar wachsen wird. Dennoch werden sich auch Familien über die Stadtbezirksgrenzen hinaus für das neue Ganztagsgymnasium mit seinem innovativen pädagogischen Ansatz interessieren, der auf mehr Freiräume für die Schüler setzt. Letztlich hat sich auch die Idee der Stadt, das Projekt mit einem privaten Partner zu verwirklichen, bewährt: So schnell wie das Unternehmen Stichweh-Ziehm mit den Bauarbeiten vorangekommen ist, wäre das der Kommune als öffentlichem Bauträger gar nicht möglich gewesen.

Nun ist es offiziell: Hannover hat sein 17. Gymnasium. Zumindest einen Teil davon - den ersten fertigen Trakt der neuen Schule in Limmer hat Oberbürgermeister Stefan Schostok am Donnerstag begutachtet. Dort werden nach den Sommerferien die ersten 125 Schüler des fünften Jahrgangs unterrichtet.

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