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Limmer Politiker rechnen mit Fössebad-Neubau
Hannover Aus den Stadtteilen Limmer Politiker rechnen mit Fössebad-Neubau
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00:15 14.05.2016
Von Juliane Kaune
Blick nach vorn: Die Zukunft des Fössebades wird teuer. Quelle: Schwarzenberger (Archiv)
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Limmer

Wie eine jüngst im Sportausschuss des Stadtrats vorgestellte Studie ergeben hat, würde eine Grundsanierung des Bades mit 20 Millionen Euro ebenso viel kosten wie die günstigste Neubauvariante. Die Politiker im Bezirksrat Linden-Limmer gehen daher davon aus, dass das traditionsreiche Bad an der Liepmannstraße abgerissen und neu errichtet wird. Allerdings sind für die Stadtteilpolitiker noch Fragen offen - vor allem die der Finanzierung. Während die Grünen eine Bürgeranleihe vorschlagen, setzen SPD und CDU darauf, dass der Stadtkämmerer ein neues Investitionsprogramm auflegt, in dem auch das Fössebad enthalten ist.

Sicher ist: Allein aus dem Programm zur Bädersanierung lassen sich die Kosten für das Limmeraner Bad nicht decken - sie würden bereits die Hälfte der stadtweit für alle Bäder bereitstehenden Summe von 42 Millionen Euro verschlingen. Die Grünen im Bezirksrat und der parteilose Bezirksratsherr Jörg Schimke können sich darum vorstellen, dass die Bürger das Fössebad über eine Anleihe bei der Stadt bis zur Hälfte der nötigen Summe mitfinanzieren. „Wir wünschen uns eine Finanzierungsentscheidung des Stadtrates noch vor der Sommerpause“, sagt Daniel Gardemin, Chef der grünen Bezirksratsfraktion.

Die teuerste Neubauvariante würde laut Gutachten des Büros Krieger Architekten 24,6 Millionen Euro kosten - mit einem Ausbau der Schwimmbahnen auf 50 Meter und einer Sauna. Bei Verzicht auf die Sauna blieben Kosten von 23,2 Millionen Euro. Am preiswertesten wäre ein Neubau mit einem 25-Meter-Becken ohne Sauna für 19,8 Millionen Euro. Fössebad-Geschäftsführer André Bondiek stellt klar, dass er die 50-Meter-Version für unerlässlich hält: „Das ist wichtig, um den Bedarf von Schulen und Vereinen zu decken.“ Unabhängig von den Varianten müsse in der Halle auf jeden Fall ein Kinderbecken eingeplant werden, betont Grünen-Mann Gardemin. Auch will seine Fraktion mehr Platz für das Freibad als die Gutachter: „Eine Wasserfläche von 500 Quadratmetern ist das Minimum.“

Die Sozialdemokraten halten sich mit Detailforderungen zurück. „Die wirtschaftlichste Lösung wird den Zuschlag bekommen“, meint Eike Geffers, Vorsitzender der SPD-Bezirksratsfraktion. „Die vorliegenden Zahlen sind noch nicht belastbar“, ergänzt Genosse Jürgen Mineur, der im Stadtrat und im Bezirksrat sitzt. Gleichwohl müsse es einen Sondertopf für das Fössebad geben. Auch CDU-Ratsherr Jens Seidel, der zudem Mitglied im Bezirksrat ist, plädiert für zusätzliche Investitionen, die dem Fössebad zugutekommen. Mit einem 50-Meter-Becken ließen sich auch mehr Einnahmen erzielen, weil die Anlage attraktiver werde, argumentiert er.

Ob Kämmerer Marc Hansmann das Bad in seiner angekündigten „Investitionsoffensive“ berücksichtigen wird, stand bis zum Redaktionsschluss dieser Ausgabe noch nicht fest. Eine Empfehlung für eine der Planungsvarianten hat die Stadt bisher nicht gegeben. Das soll erst nach den Sommerferien geschehen; danach entscheiden die Ratspolitiker. Avisiert ist ein Baubeginn für 2017.

Béi Chéz Heinz: Einen unkonventionellen Vorschlag zur Zukunft des Musikclubs im Fössebad machen die Grünen: Sie wollen den Keller, in dem der Club zu Hause ist, und das darüberliegende Erdgeschoss neben einer neu erbauten Schwimmhalle stehenlassen. Das wäre auch im Sinne von Heinz-Geschäftsführer Jürgen Grambeck. Die CDU hält das für nicht praktikabel und schlägt vor, das Chéz Heinz in einen Bad-Neubau zu integrieren. Kulturdezernent Harald Härke hatte bereits den Bestand des Clubs zugesichert - an der Liepmannstraße oder einem anderen Ort.

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