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Limmer Schüler ignorieren Ampel am Gymnsium Limmer
Hannover Aus den Stadtteilen Limmer Schüler ignorieren Ampel am Gymnsium Limmer
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00:15 15.09.2016
Auf direktem Wege: Schüler laufen am neuen Gymnasium in Limmer über die Wunstorfer Straße, ohne die Fußgängerampel zu nutzen. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

Seit Beginn dieses Schuljahres gehen täglich 125 Fünftklässler im neuen Gymnasium Limmer ein und aus. Doch in den ersten Unterrichtswochen mussten die Lehrer feststellen, dass die Verkehrssituation vor der Schule nicht sicher genug ist. Um von der gegenüber- gelegenen Haltestelle der Stadtbahnlinie 10 zu dem Gebäude zu gelangen, nähmen die Schüler gern eine Abkürzung, sagt Schulleiterin Wencke Hedderich. Sie liefen direkt über die an dieser Stelle einspurige Fahrbahn der Wunstorfer Straße, statt wenige Meter weiter bis zur Fußgängerampel zu gehen, und begäben sich damit in Gefahr. „Wir brauchen hier möglichst kurzfristig eine Lösung“, betont Hedderich.

Schüler ignorieren Gefahren

Die Schulleiterin war in die jüngste Sitzung des Bezirksrats Linden-Limmer gekommen, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Zwar hätten die Lehrer die Schüler wiederholt auf die Gefahrenlage hingewiesen. Auch sei zu Schulbeginn der Kontaktbeamte der Polizeiinspektion West vor Ort gewesen. Doch offenbar reiche das nicht, um das Verhalten der Schüler nachhaltig zu ändern. Vielleicht liege es auch daran, dass manche Erwachsene, die an der Station aussteigen, schlechte Vorbilder seien und ebenfalls den kürzeren Weg über die Straße nähmen, meint Hedderich.

Inzwischen sei das Kollegium dazu übergegangen, zu Schulbeginn und nach Unterrichtsende eine Aufsicht einzurichten, um die Kinder zur Vorsicht zu mahnen. Doch dies könnten die elf Pädagogen nicht unbegrenzt leisten. Hedderich und ihre Kollegen wünschen sich darum eine Lösung, die die Gefahrenstelle entschärft. „Vielleicht könnte man eine Durchgangssperre an der Stadtbahnstation einrichten, damit die Kinder nicht mehr direkt auf die Straße laufen können“, schlug die Schulleiterin in der Bezirksratssitzung vor. Auch ein Zebrastreifen oder Tempo 30 in diesem Straßenabschnitt könnten dazu beitragen, die Lage sicherer zu mache.

Zebrastreifen ist unzulässig

Die städtischen Verkehrsplaner haben sich mit den Vorschlägen bereits auseinandergesetzt, wie Stadtsprecher Dennis Dix auf Anfrage mitteilt. Die Vorschläge der Schule lehnt die Verwaltung jedoch ab. „Ein Zebrastreifen ist aufgrund der unmittelbaren Nähe zur Ampel an der Einmündung Wunstorfer Straße/Limmerstraße unzulässig“, erläutert Dix. Eine Durchgangssperre an der Stadtbahnhaltestelle sei wegen des ohnehin schon schmalen Gehwegs nur schwer möglich, Tempo 30 löse das eigentliche Problem nicht. Die Verwaltung will deswegen lieber das Eingangstor des Gymnasiums direkt an den gesicherten Überweg verlegen. „Hierzu wird es kurzfristig Gespräche geben“, sagt Dix.

Auch langfristig müsse an der Verkehrssicherheit vor dem Gymnasium gearbeitet werden, sagt Hedderich. Denn vom nächsten Schuljahr an werden schon mehr als 1000 Schüler das Gymnasium besuchen. „Langfristig wird das Problem nicht mehr auftreten, weil ein ungesichertes Queren der Fahrbahn dann keine Wegersparnis mehr bedeutet“, entgegnet Dix. Der kürzeste Weg vom zukünftigen Schulzugang werde nämlich direkt über den ampelgesicherte Überweg zum zukünftigen Hochbahnsteig liegen.

Hochbahnsteig: In der Bezirksratssitzung wies Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube darauf hin, dass die Region bereits auf die zu erwartenden Schülerzahlen reagiert habe. Beim Bau des künftigen Hochbahnsteigs an der Stadtbahnstation solle eine Mittellage statt einer Seitenlage gewählt werden, um mehr Platz zu schaffen.

Von Juliane Kaune und Christian Link

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