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Gymnasium Limmer: Schüler feiern Einschulung

„Ihr werdet immer die Großen sein“ Gymnasium Limmer: Schüler feiern Einschulung

Der erste Jahrgang des neuen Gymnasiums Limmer ist eingeschult worden. Die Schüler mussten das besondere Ereignis in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule feiern. Ihre eigene ist noch nicht fertig.

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Der erste Jahrgang des neuen Gymnasiums ist an seiner Schule angekommen.

Quelle: Kutter

Hannover. Arda (10) findet „alles super“, den neuen weißgtünchten Klassenraum im Gymnasium Limmer, die Klassenkameraden, die neue Schule, das Gymnasium Limmer, überhaupt - zumindest bei der Einschulungsfeier muss er sich nicht groß umstellen, denn die findet in der Aula der Albert-Schweitzer-Schule statt, seiner früheren Grundschule. Liza (ebenfalls 10) ist gerade erst mit ihren Eltern von Pattensen nach Linden gezogen, jetzt ist sie gespannt auf die weiterführende Schule. Auch sie sagt, sie freue sich sehr auf die Zeit in Hannovers 17. Gymnasium.

Der erste Jahrgang des neuen Gymnasiums Limmer ist eingeschult worden. Die Schüler waren stadtweit die ersten an einer öffentlichen Schule.

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„Ihr werdet immer die Großen sein“, sagt Bildungsdezernentin Rita Maria Rzyski zum ersten Jahrgang im neuen Gymnasium Limmer, der stadtweit als Erster an einer öffentlichen Schule eingeschult wird. Traditionell ist die Einschulung an die weiterführenden Schulen erst einen Tag später, aber dann muss die Aula der Albert-Schweitzer-Schule schon für die Erstklässler geschmückt werden, die dann am Sonnabend eingeschult werden.

Erste Neugründung nach 30 Jahren

Nach 30 Jahren startet in Hannover wieder ein Gymnasium, die letzte Neugründung war das Kurt-Schwitters-Gymnasium in Misburg 1974 gewesen. Auch landesweit war in den vergangenen Jahren kein Gymnasium neu gegründet worden. Da im Umland das Gymnasium Steinhude zur Außenstelle des Hölty-Gymnasiums Wunstorf geworden ist, hat sich die Zahl der Gymnasien in Niedersachsen insgesamt aber nicht erhöht.

In Limmer nimmt ein neues Gymnasium seinen Betrieb auf. Bis zuletzt waren die Lehrer mit den Vorbereitungen beschäftigt.

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125 Schüler starten neu in fünf Klassen, drei werden ab der sechsten Klasse Französisch hinzubekommen, eine Latein und eine Spanisch. Schulleiterin Wencke Hedderich sagt, die Kinder sollten sich fürs Erste ein kleines Ziel setzen: „Was möchte ich in diesem Schuljahr erreichen?“ Sie wünsche sich eine Atmosphäre des Vertrauens, die Meinung der andern solle man akzeptieren.

Lernen im eigenen Tempo

Das Gymnasium Limmer ist eine fünfzügige offene Ganztagsschule mit freiwilligem Nachmittagsangebot. Die Klassenleitungen bestehen aus Teams, die möglichst viele Stunden in der Klasse unterrichten sollen. In den Kernfächern wird – ähnlich wie in Integrierten Gesamtschulen – nach individuellen Wochenplänen gelernt, jeder Schüler in seinem eigenen Tempo. Es gibt ein Doppelstundenmodell mit 95-Minuten-Takt und variabler Pause. Die Schule hat einen musikalischen Schwerpunkt – und eine Percussionklasse. Weil viele Schüler in die Percussionklasse wollten und das Interesse an Spanisch deutlich höher war als gedacht, musste am Ende das Los entscheiden. Ein vielfältiges Angebot an Arbeitsgemeinschaften in Kooperation mit Vereinen wie etwa dem Deutschen Hockey Club in Herrenhausen wurde organisiert. Und ein warmes Mittagessen und Hausaufgabenbetreuung gibt es auch.

Weil in dem Gebäude an der Wunstorfer Straße zwar die neuen Klassenräume, aber sonst längst noch nicht alles fertig ist, bekommen alle Schüler einen Legostein geschenkt. Sie sollen selbst mitbauen an der neuen bunten Schule. „Gott sei dank sind wir in Hannover und nicht in Hamburg oder Berlin“, sagt Irene Kretschmer von der Landesschulbehörde, so sei eben doch für die neuen Fünftklässer rechtzeitig alles bereit im neuen Gymnasium.

Keine einfache Entscheidung

Für die Eltern sei die Entscheidung für das Gymnasium Limmer nicht einfach gewesen, sagt Hedderich, denn - anders als andere Standorte - hätte die neue Schule noch keinen Ruf. „Man weiß nicht, wie die Lehrer oder wie schwer die Mathearbeiten sind.“ Das Motto der Schule lautet: „Voneinander lernen, miteinander wachsen.“

An der Farbe ihrer Anstecker können die Kinder erkennen, zu welcher Klasse sie gehören. Nach der Einteilung geht es mit den beiden Klassenlehrern zu Fuß von der Albert-Schweitzer-Schule zur Wunstorfer Straße.

Dass sie auf dem Weg eine vielbefahrene Straße mit kaputter Ampel überqueren müssen, kommentiert Mathematik- und Physiklehrer Daniel Heß trocken mit den Worten: „Ausgerechnet heute.“ Eine Mutter mit Kopftuch springt kurzentschlossen als Verkehrspolizistin ein und lotst die Kinder über die Straße.

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Limmer in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Limmer trägt seinen Namen vom Castrum Limbere des Grafen Konrad von Roden.
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