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Limmer Stadt Hannover saniert den Conti-Turm
Hannover Aus den Stadtteilen Limmer Stadt Hannover saniert den Conti-Turm
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00:15 02.04.2016
Von Juliane Kaune
Bleibt sturmfest: Der Conti-Turm wird zum Wahrzeichen der Wasserstadt. Quelle: Schwarzenberger
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Hannover

Über die Zukunft des historischen Conti-Turms auf dem früheren Firmengelände an der Wunstorfer Straße war noch nicht endgültig entschieden. Nun steht fest: Die Stadt will das Industriedenkmal noch in diesem Jahr sanieren, um es langfristig zu sichern. Der frühere Wasserturm wird also auch auf dem Gelände des Neubaugebiets Wasserstadt ein unübersehbarer Blickfang bleiben.

Dass sich nicht nur die Limmeraner den Erhalt des traditionsreichen Turmes wünschen, hatte sich bereits weit vor Beginn des Bürgerbeteiligungsverfahrens für das Neubaugebiet gezeigt. Es galt als ausgemacht, dass der denkmalgeschützte Turm, der 1935 seinen markanten Wasserbehälter bekam, den Abrissbaggern nicht weichen muss. Doch bisher war nicht geklärt, wer die Kosten für eine Sanierung des Bauwerks trägt, das zusehends verfällt. Der Investor, die zum Unternehmen Papenburg gehörende Wasserstadt Limmer Gesellschaft, hat bisher offenbar kein Interesse bekundet, auch in den Turm zu investieren. Darum will nun die Stadt das notwendige Geld für die Sanierung bereitstellen.

Stadtbaurat Uwe Bodemann habe bestätigt, dass die erforderliche Summe aus dem Topf für Städtebauförderung zur Verfügung gestellt werden soll, sagte Stadtsprecher Dennis Dix dem Stadt-Anzeiger. Die Höhe des Betrages nannte er noch nicht. Die politischen Gremien würden „in Kürze“ darüber entscheiden, hieß es nur. Um den Conti-Turm langfristig zu erhalten, sind unter anderem Reparaturen am Dach notwendig. Auch das Mauerwerk ist im Laufe der Jahrzehnte altersschwach geworden: Es müssen Fugen geschlossen werden, um die Standfestigkeit des Turms dauerhaft zu sichern. Konkrete Ideen, den Backsteinbau zu nutzen, gibt es bisher nicht.

Conti in Limmer: ein Wahrzeichen wird zur "Wasserstadt"

Weiteres Industriedenkmal: Nicht nur der Conti-Turm, auch die früheren Produktionshallen am Stichkanal stehen unter Denkmalschutz. Noch gibt es keine Pläne, ob und wie sie modernisiert und genutzt werden könnten. Die Stadt rechnet damit, dass frühestens mit dem dritten Bauabschnitt der Wasserstadt eine Entscheidung über die Zukunft der Hallen fällt. Bereits saniert ist die frühere Direktorenvilla auf dem Conti-Gelände.

Zeitplan Wasserstadt: Für den ersten von fünf Bauabschnitten des neuen Wohngebiets Wasserstadt gibt es einen abgestuften Zeitplan. Ziel ist es, Mitte Juni den Bebauungsplan und den städtebaulichen Vertrag mit dem Investor zur Beratung in die politischen Gremien zu geben. Läuft alles wie geplant, könnten noch in diesem Jahr die notwendigen Beschlüsse fallen - und die Bauarbeiten dann Anfang 2017 beginnen. Die Bürgerinitiative Wasserstadt wünscht sich auch für die folgenden Bauabschnitte eine intensive Beteiligung von Anliegern und anderen Interessierten aus Limmer und angrenzenden Stadtteilen.

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