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Umbau der Wunstorfer Straße kostet Nerven

Limmer Umbau der Wunstorfer Straße kostet Nerven

Der mehr als 700.000 Euro teure Umbau der Wunstorfer Straße kommt langsam in die Schlussphase. In Limmer dürften Geschäftsleute und Anwohner aufatmen, wenn alles vorbei ist. Denn seit Monaten treibt die Baustelle vielen Anliegern Sorgenfalten auf die Stirn.

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Auf ganzer Länge aufgerissen: Die Wunstorfer Straße ist derzeit ein einziges Provisorium.

Quelle: Marcel Schwarzenberger

Limmer. Aufgerissene Gehwege, endlos anmutende Absperrungen und andere Hindernisse machen die Umgestaltung momentan zu einem weitgehend unbeliebten Projekt. „Das Fass läuft nun wirklich über“, schimpft etwa Geschäftsmann Thomas Ladwig. Wie er haben auch andere Kaufleute darunter zu leiden, dass ihre Geschäfte so gut wie nicht mehr erreichbar sind - und das über Wochen hinweg.

Auch Anwohner Jörg Bickmann ist wenig amüsiert über die Zustände. Der benachbarte Apotheker klage über starke Rückgänge beim Umsatz, berichtet er. Wochenlang müssten Passanten über Schotter laufen, nachdem die Gehwege aufgerissen wurden, kritisiert Bickmann. „Und bei mir geht die Müllabfuhr seit über einer Woche nicht.“

Absperrungen und Sackgassen

Zwischen Kesselstraße und Franz-Nause-Straße hat das städtische Tiefbauamt fast ausnahmslos Gehwege und alte Radwege aufreißen lassen - auf ganzer Länge. Die Folgen sind unter anderem lange Absperrungen und Sackgassen für Fußgänger. „Alte Leute und Mütter mit Kinderwagen sind auf den Straßenbahnschienen unterwegs“, berichtet Ladwig. Weil die Gehwege über lange Strecken hinweg praktisch unpassierbar sind, nehmen die Passanten lieber den offenkundig besser zu laufenden Weg mitten über die Fahrbahn. Denn die wird nicht umgebaut. Damit kommen die Fußgänger aber Autos und Stadtbahnen gefährlich nahe. Es gebe zudem zu wenig Querungsmöglichkeiten über die Wunstorfer Straße, meint Bickmann. Eine Anliegerinformation, die auch einen Ansprechpartner bei der Stadtverwaltung benennt, habe es nicht gegeben.

„Einschränkungen und Verkehrsbehinderungen für Anlieger können nicht ausgeschlossen werden“, erwidert Stadtsprecher Alexis Demos auf Anfrage des Stadt-Anzeigers. Immerhin müssten in Limmer drei Großbaustellen koordiniert werden. Die Stadt baut Rad- und Gehwege neu, dafür gehen etliche Parkplätze verloren. Über das Projekt wurde in Limmer vor gut einem Jahr heftig diskutiert, auch mit Blick auf das noch ausstehende Verkehrskonzept für den Stadtteil im Zuge der Wasserstadt-Entwicklung.

Weiter Engpässe im Verkehr

Noch weiß niemand genau, auf welche Verkehrsströme die Wunstorfer Straße durch das Neubaugebiet vorbereitet werden muss. Hinzu kommt die Modernisierung der Stadtbahngleise in der Harenberger Straße durch die Infrastrukturgesellschaft der Region Hannover. Die Infra wird damit noch bis November dieses Jahres beschäftigt sein. Auch in der Harenberger Straße kommt es daher zu Verkehrsengpässen. Und drittens erneuern die Stadtwerke an der Wunstorfer Straße bis Ende Juli eine Stromleitung. Das seien komplexe Baumaßnahmen, sagt Demos. „Hauseingänge bleiben aber erreichbar, wenn auch vorübergehend nur provisorisch.“

Eine gute Nachricht gibt es immerhin: Ursprünglich sollte der Umbau der Straße bis in den Juli hinein dauern. Nun geht die Stadtverwaltung davon aus, dass Mitte Juni alles vorbei ist. Dann kann auch der Straßenverkehr wieder in beide Richtungen rollen - derzeit ist die Wunstorfer Straße nur stadtauswärts befahrbar.

Von Marcel Schwarzenberger

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Limmer in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Limmer trägt seinen Namen vom Castrum Limbere des Grafen Konrad von Roden.
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