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Limmer Wunstorfer Straße: Hochbahnsteig kommt 2018
Hannover Aus den Stadtteilen Limmer Wunstorfer Straße: Hochbahnsteig kommt 2018
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07:53 29.12.2016
Von Juliane Kaune
Der neue Hochbahnsteig soll in unmittelbarer Nähe zum neuen Gymnasium Limmer entstehen - dort, wo heute schon die Stadtbahn hält. Quelle: Tim Schaarschmidt
Hannover

„Mit einer Inbetriebnahme rechnen wir dann im Dezember 2018“, erläuterte Christian Weske, zuständiger Verkehrsingenieur bei der Region Hannover, in der jüngsten Sitzung des Bezirksrats Linden-Limmer.

Der Hochbahnsteig wird am Standort der bisherigen Haltestelle zwischen der Zimmermannstraße und der Franz-Nause-Straße errichtet. Neben der Stadtbahnlinie 10 halten dort auch die Busse der Linie 700. Dies soll auch künftig so bleiben. Zusätzlich zum Hochbahnsteig ist darum auch ein barrierefreier Ausbau der Busstation vorgesehen.

Nach Weskes Worten wird der Hochbahnsteig ebenso wie die derzeitige Haltestelle in Mittellage auf der Wunstorfer Straße errichtet. „Dafür haben wir uns entschieden, weil die aus- und einsteigenden Schüler, die das neue Gymnasium Limmer besuchen, dann mehr Platz haben“, erklärte Weske. Demnach hat der Bahnsteig eine Breite von gut fünf Metern; auf 45 Metern erstreckt er sich in die Länge. Zu beiden Seiten des Bahnsteiges wird es barrierefreie Rampen geben. Die beiden Haltepunkte für den Bus, die in jeweiliger Fahrtrichtung am Rand der Fahrbahn liegen, sollen so erhöht werden, dass Menschen mit Gehbehinderungen auch dort keine Probleme beim Einstieg haben. In beiden Seitenlagen sind zudem separate Rad- und Gehwege geplant.

„Wird der neue Hochbahnsteig genauso eng wie der am Schwarzen Bären?“, wollte der linke Bezirksratsherr David Manuel Müller wissen. Weske sagte, der Bahnsteig in der Wunstorfer Straße sei „auf jeden Fall breiter“, weil dort auch die Fahrbahn breiter sei als am Schwarzen Bären. Dem Grünen-Fraktionschef Daniel Gardemin waren wiederum die geplanten Radwege zu schmal. Statt einer Breite von 1,60 Metern forderte er ein Maß von 2,50 Metern. Einen entsprechenden Änderungsantrag lehnte der Bezirksrat mit Mehrheit ab. „Es ist aus Sicherheitsgründen nicht zu verantworten, die Fahrbahn zugunsten des Radverkehrs zu verengen“, sagte Eike Geffers, Vorsitzender der SPD-Fraktion.

Fraktionskollegin Cornelia Schweingel sorgte sich, ob der „Doppelverkehr“ von Bahn und Bus auf der Wunstorfer Straße auch mit dem Hochbahnsteig zu bewältigen sei, und schlug eine Verlegung der Bushaltestelle zur Brunnenstraße vor. Dem erteilte Weske aber sofort eine Absage. Am Ende stimmte der Bezirksrat mit großer Mehrheit dem Vorhaben zu.

Platz und Enge an den Bahnsteigen

Das Thema Hochbahnsteige beschäftigt den Stadtbezirk seit Langem. Nach dem Bahnsteig am Schwarzen Bären ist nun der nächste an der Reihe – an der Wunstorfer Straße. Es ist sinnvoll, das Bauwerk an der Stelle zu errichten, wo heute bereits die Stadtbahn stoppt. Dort befindet sich das kleine Laden- und Geschäftszentrum Limmers. Und dort befindet sich auch das neue Gymnasium des Stadtteils. Auf diesen Umstand nehmen die Planer Rücksicht, indem sie die Gleise in die Straßenmitte verlegen. So haben die Schülerinnen und Schüler mehr Platz beim Ein- und Aussteigen. Wichtig ist aber auch, dass die Sicherheit beim Überqueren der viel befahrenen Wunstorfer Straße noch verbessert wird. Das Thema Hochbahnsteige bleibt im Stadtbezirk weiterhin spannend. Noch hat die Verwaltung nicht klargestellt, wo genau der Hochbahnsteig Küchengarten platziert werden soll – ob direkt an der Limmerstraße, am sogenannten Grünen Hügel an der Ecke zur Elisenstraße oder an der Spinnereistraße. Eng dürfte es vor allem am Standort Limmerstraße werden. Das gilt ganz besonders auch für die Hochbahnsteige, die am Lindener Marktplatz und an der Nieschlagstraße entstehen sollen. Hier hat der Bezirksrat schon frühzeitig und nachdrücklich Bedenken angemeldet.

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