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2017 soll der Neuanfang beginnen

"Food Court" und Fitnessstudio 2017 soll der Neuanfang beginnen

Die Vorbereitungen für einen Neuanfang im Ihme-Zentrum werden offenbar konkreter. Erstmals hat der Verwalter der Großimmobilie jetzt einen Zeitplan für Umbau und Sanierung der leer stehenden Gewerbeflächen genannt. Er plant, 2017 mit den Bauarbeiten zu beginnen.

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Bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres soll die Fassade des Ihme-Zentrums rundum geschlossen werden.

Quelle: Wilde

Linden. „Wir wollen spätestens Ende August einen Bauantrag für das gesamte Objekt stellen und im kommenden Jahr mit den Arbeiten beginnen“, sagte Verwalter Torsten Jaskulski der HAZ. Bedingung ist allerdings, dass zuvor der Großteil der Mietverträge mit Einzelhandelsunternehmen unter Dach und Fach ist - bisher ist noch kein Papier unterschrieben. Auch die Stadt, einer der größten Büromieter in dem Komplex, verhandelt noch über einen neuen Kontrakt. Bis zum Frühsommer hat sie dem Investor Zeit gegeben. „Wir haben unverändert ein hohes Interesse, im Ihme-Zentrum zu bleiben“, erklärte Stadtsprecher Andreas Möser. Voraussetzung sei aber ein „verbindliches, tragfähiges Gesamtkonzept“.

Jaskulski stellte den Stand der Dinge am Mittwochabend im Bezirksrat Linden-Limmer vor. 55000 Quadratmeter Gewerbefläche sind zu vermarkten. Eigentümer ist eine Tochter der Berliner Firma Intown, die die Areale in einer Zwangsversteigerung erworben hatte. Nach den Worten des Verwalters laufen zurzeit „intensive Gespräche mit vielen Einzelhändlern“ aus den Bereichen Lebensmittel, Drogerie, Textil und Elektronik.

Geplant: Ein "Food Court" und vegane Restaurants

Auch ein Fitnessstudio und ein „Food Court“ mit veganen Restaurants sei geplant. Neben Handelsketten sei man mit kleineren Unternehmen aus dem nahen Umfeld in Kontakt: „Wir wollen uns zum Stadtbezirk öffnen.“ Namen nannte Jaskulski noch nicht. Der Edeka-Konzern hatte bereits im Januar öffentlich sein Interesse an einer Filiale im Ihme-Zentrum bekundet - und bestätigte das auf HAZ-Anfrage erneut.

Laut Jaskulski soll bereits in der zweiten Hälfte dieses Jahres die Fassade des Großkomplexes rundum geschlossen werden. Seit dem Baustopp nach der Insolvenz des vorherigen Investors klaffen seit sieben Jahren große Löcher in der Front. Auch der Ausbau des Weges entlang der Ihme wird in Angriff genommen: Ende März oder Anfang April soll es losgehen. Zu der Bauzeit für den Gesamtkomplex sagte der Verwalter: „Wir streben an, Ende 2018 fertig zu sein.“

Die Stadt hatte in den vergangenen Monaten Druck auf den Investor ausgeübt und ein Konzept für die Modernisierung und weitere Entwicklung mit konkretem Zeitplan eingefordert. Andernfalls hatte sie - ebenso wie die Stadtwerke - mit Auszug gedroht.

Die Politiker des Bezirksrats nahmen die Pläne mit verhaltenem Optimismus auf. Diskutiert wurde erneut über den Vorschlag der Grünen und des Bundes Deutscher Architekten, zu prüfen, ob das Ihme-Zentrum zum Sanierungsgebiet erklärt werden soll. Die SPD lehnt das ab - so wie, laut Jaskulski, auch die Wohnungsbesitze.

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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