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„Doofgesagte leben länger“

Linden-Nord „Doofgesagte leben länger“

Ein abwechslungsreiches Programm und unberechenbares Wetter bestimmten das Festival zum 25. Geburtstag der Faust. Richtig voll wurde die Geburtstagsfeier bei Faust erst am Abend.

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Mit Risiko: Stagediving beim Konzert der Abstürzenden Brieftauben. Foto: Moers

Hannover. Analog zum unbeständigen Wetter konnten sich am Sonnabend viele Besucher scheinbar erst spät dazu entscheiden, das „All Areas“-Geburtstagsfestival zu besuchen. Dadurch verpassten sie allerdings die Gelegenheit, einen interessanten Einblick hinter die Türen der zahlreichen Faust-Vereine und -Initiativen zu bekommen. Mit dem Beginn des musikalischen und literarischen Programms füllten sich die Sechzigerjahrehalle und die Warenannahme schließlich doch.

Beste Stimmung herrschte unter den Poeten und Zuschauern des „Macht Worte“-Poetry Slams. Als eine der ältesten Veranstaltungen dieser Art ist der Dichterwettstreit schließlich quasi ein Eigengewächs des Kulturzentrums. Seit 2004 finden sie monatlich am dritten Donnerstag des Monats in der Warenannahme statt. Deutlich ruhiger ging es dagegen auf der Open-Air-Bühne des Gretchen Biergartens zu. Mit nachdenklichem und sprachgewandtem Songwriting ließen Hello Piedpiper und Matze Rossi die besinnliche Stimmung eines sommerlichen Indie-Musikfestivals aufkommen.

Mit Einsetzen der Dämmerung zeigte sich die Faust zwischen Gretchen und Pizzabude dann von ihrer charmantesten Seite. Umrahmt von Graffiti und Livemusik genossen die Besucher das Beisammensein bei Flaschenbier und der Vorfreude auf die anschließende Sause in der Sechzigerjahrehalle. Die Punkbands Chefdenker und die Lokalmatadoren Abstürzende Brieftauben kamen besonders bei dem mittelalten Publikum bestens an. Als Hauptact traten die Hamburger Elektro-Punks Egotronic auf. Vor der Bühne wurde Pogo getanzt wie vor 25 Jahren. Brieftauben-Sänger Mirco „Micro“ Bogumil outete sich als Faust-Fan der ersten Stunde. „Ich kenne viele Faust-Leute aus den Anfangstagen“, so die Fun-Punk-Legende. Inzwischen drücken seine Kinder gemeinsam mit denen eines befreundeten Solar-Unternehmers aus dem Gewerbehof gemeinsam die Schulbank. Nicht nur das Kulturzentrum ist eben in 25 Jahren reifer geworden, sondern auch der Fun-Punker. Später verkündeten die Brieftauben den Titel ihres neuesten Albums. Es heißt: „Doofgesagte leben länger“.

Intellektuell herausfordernder war die am Jubiläums-Sonnabend eröffnete neue Ausstellung in der Faust-Kunsthalle. Die interaktive Multimedia Show „Digi-Tales 2“ zeigt digital erzeugte Medienkunst. Auf der Schwelle zur virtuellen Realität werden alle Sinne mitunter strapaziert. Die anregend-reizende Ausstellung ist noch bis zum 8. Mai in der Kunsthalle zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Donnerstag und Freitag von 16 bis 20 Uhr sowie am Wochenende von 14 bis 18 Uhr. Der Eintritt kostet 3 Euro (2 Euro ermäßigt).

Von Mario Moers

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Linden in Zahlen
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  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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