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Linden Das Jubeljahr geht zu Ende
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Das Jubeljahr geht zu Ende
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00:16 19.12.2015
So bunt war das Jubiläum: Die große Feier im Mai auf dem Lindener Marktplatz wurde umrahmt von zahlreichen Festen und Aktionen, die über das ganze Jahr verteilt waren.  Quelle: Philipp von Ditfurth
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Hannover

Linden. 2015 war ein besonderes Jahr für Linden. Das Jubiläum „900 Jahre Linden“ hatte viele Gesichter. 900 Jahre, nachdem Graf Wittekind von Schwalenberg der Sage nach unter Lindenbäumen an der Ihme eine Gerichtsstätte begründete, feierte der Stadtteil zwölf Monate Geburtstag.

Ein Mammut-Kulturprogramm ist zu Ende, das von dem persönlichen Engagement derjenigen lebte, die sich mit dem Stadtteil identifizieren und bereit waren, mit Gleichgesinnten an einer gemeinsamen Stadtteilkultur zu arbeiten. „Das beste Netzwerk entsteht, wenn man zusammen an einer Sache arbeitet und versucht, etwas zu bewegen.“ Mit diesem Fazit schloss Bezirksbürgermeister Rainer-Jörg Grube am Freitagabend seine letzte Rede im ausklingenden Jubiläumsjahr. Nach insgesamt 151 Veranstaltungen, die von 80 Akteuren an 41 verschiedenen Orten durchgeführt wurden, endete das Festprogramm mit einem Dankeschön-Büfett für alle Mitwirkenden. Bei Kichererbsenröllchen und Zigarren-Börek wurde auch die Frage gestellt: Was bleibt vom Jubiläumsjahr?

„Der Linden-Geburtstag hat unserer Schule sehr viele Kontakte und Kooperationen gebracht, von denen wir nachhaltig profitieren“, findet Anna Frauendorf, Lehrerin an der Helene-Lange-Schule. Das Gymnasium nutzte den Anlass, um im Sommer eine Projektwoche zum Thema 900 Jahre Linden durchzuführen. Die Ergebnisse wurden anschließend öffentlich auf dem Marktplatz ausgestellt und aufgeführt. Andere Mitwirkende hat der Stadtteilgeburtstag persönlich bewegt. „Für mich war es eine Wiederbegegnung mit vielem, was in mir verschollen war“, erzählt Günther Müller. Der Stadtteilkundler glaubt darüber hinaus an ein „Wiedererwachen der Lindener Identität“. Das große Interesse, dass innerhalb des vielfältigen Jubiläumsprogramms besonders den Geschichtsveranstaltungen entgegengebracht wurde, bestätigt seine Annahme.

Zu den Publikumsmagneten zählten außerdem die Fotoausstellung „Linden Leben“ von Fotojournalismus-Studenten der Hochschule Hannover in der Faust-Kunsthalle im November sowie das erstmalig organisierte Straßenmusikfestival „Linden spielt auf“ im September.

Gut besucht waren aber auch kleinere Veranstaltungsformate wie etwa die Konzerte des AWO-Ortsvereins im Freizeitheim oder die Naturvorträge des BUND. Auch die Kirchengemeinden St. Godehard und St. Martin veranstalteten zahlreiche Konzerte, Führungen und sogar eine gemeinsame Feier auf dem Lindener Bergfriedhof.

von Mario Moers

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