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Linden Ärger um fehlende Parkplätze
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Ärger um fehlende Parkplätze
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02:15 11.09.2016
Von Juliane Kaune
Über Parkprobleme in der Egestorffstraße beschweren sich Anwohner. Quelle: Tim Schaarschmidt
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Hannover

„Die Situation ist äußerst unbefriedigend“, erklärte Günter Eichhorn in der Bürgerfragestunde des Bezirksrats Linden-Limmer im Namen der Nachbarn aus den Häusern Nummer 2 bis 6. „Es herrscht nun absolutes Halteverbot“, kritisierte Eichhorn, der nach einem Unfall auf Fahrten mit einem Reha-Mobil der Johanniter angewiesen ist, das dort nicht mehr halten darf. Auch für Lieferanten, Taxen, Handwerker oder andere Servicefahrzeuge gebe es keine Möglichkeit mehr, ihre Wagen legal abzustellen.

Die Schienen in der Egestorffstraße mussten für die neue Generation der Stadtbahnwagen verbreitert werden. Der verbliebene Straßenraum wurde dadurch verengt. Zugleich wollte die Stadt mehr Sicherheit für Radfahrer schaffen und auf der Fahrbahn einen neuen Radweg zwischen Lindener Marktplatz und Badenstedter Straße anlegen. Bisher verlief ein knapp ein Meter breiter Radweg auf gleicher Höhe neben dem Gehweg, am Bordsteinrand parkten Autos. Dies hat nach Darstellung der Stadt immer wieder zu gefährlichen Situationen geführt. Darum wurde der neue Radweg mit einem 1,60 Meter breiten Schutzstreifen direkt auf die Straße verlegt - was zum Verlust der Parkplätze führte.

Sicherheit für Radler geht vor

Der Bezirksrat Linden-Limmer hatte dies in seiner April-Sitzung mit großer Mehrheit gebilligt. Nach dem Vortrag von Anwohner Eichhorn in der aktuellen Fragestunde mochte denn auch keiner der Politiker konkrete Zugeständnisse machen, dass sich an der Situation wieder etwas ändern werde. Einhelliger Tenor: Die Sicherheit für Radler geht vor. Stattdessen riet SPD-Mann Stefan Müller, von Beruf Stadtbahnfahrer, es mit den Halteverboten nicht immer so genau zu nehmen. Wenn mal kurz ein Lieferant halte, werde es in der Praxis sicher keine Probleme mit einer herannahenden Stadtbahn geben, meinte er. „Auch wenn das nicht erlaubt ist.“

Stadtbezirksmanager Wolfgang Wescher nahm es schon genauer: „Ein Radweg ist gleichbedeutend mit einem Halteverbot.“ Er versprach zu klären, ob es möglicherweise Sonderrechte für Fahrzeuge wie von den Johannitern geben könne. Für Krankenwagen würden ohnehin Ausnahmen gemacht.

Am Ende stimmten alle dem Vorschlag von CDU-Frau Gabriele Steingrube zu. Sie hatte einen Ortstermin vorgeschlagen, um vielleicht doch noch eine „Minimallösung nicht genau vor der Haustür“ zu finden, die Anwohnern und Lieferanten mehr entgegenkomme.

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