Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Linden Alexander Jonischkies zeigt Collagen
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Alexander Jonischkies zeigt Collagen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 19.07.2016
Der renommierte Maler Alexander Jonischkies zeigt Collagen auf dem Lindener Berg. Quelle: Tobias Frei
Anzeige
Hannover

Wenn blau bedruckte Pappe reißt, entsteht ein Meer. Im Blick des Betrachters könnte das weiße Papier, was unter der Farbschicht zum Vorschein kommt, auch heller Rauch sein, oder ein Horizont. Die Collagen Alexander Jonischkies’ kennen nicht die eine, richtige Interpretation. Und doch weckt jede der Kompositionen aus Pappe und Papierfetzen unweigerlich Assoziationen im Kopf des Betrachters. Bis zum 12. August zeigt eine Ausstellung im Küchengartenpavillon das Spätwerk des renommierten Malers.

Jonischkies feiert 90. Geburtstag

Eigentlich arbeitet Alexander Jonischkies mit Weiß. 40 Jahre lang hat der Künstler weiße Reliefs aus Holz, mit Vertiefungen, Wölbungen oder Einschnitten hergestellt. Die als „Modulationen“ bekannten Bilder brachten ihm überregional Anerkennung ein, sie wurden sein Markenzeichen. In diesem Jahr ist der aus Ostpreußen stammende und in Linden lebende Maler 90 Jahre geworden.

Meister der Pappen

Die Ausstellung ist noch bis zum 12. August im Küchengartenpavillon, zu sehen. Die Öffnungszeiten sind Dienstag, Freitag und Sonntag von 15 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Seit einiger Zeit beschäftigt er sich bereits mit den Collagen, die quasi sein Spätwerk bilden. In der Tradition des Neuen Realismus fügt Jonischkies im Alltag aufgelesene Papierfetzen, Wellpappe und Karton zu vordergründig abstrakten Bildern zusammen. Zur Ausstellungseröffnung sprach Künstlerkollege Klaus Kowalski, emeritierter Professor für Bildende Kunst an der Leibniz-Universität, von der „außerordentlichen Gabe des Komponierens“ die Jonischkies entwickelt habe. Das „beziehungsreiche Aneinanderfügen von Alltagsabfällen“ erinnere an die Collagen von Kurt Schwitters. Tatsächlich wirken die ausgestellten Arbeiten allerdings beinahe kontemplativ im Vergleich zu den wilderen Schwitters-Papierwerken. Obwohl es durchaus scharfe Kanten, überlappende Ebenen und viel Zerrissenes zu sehen gibt, wirken die Bilder durch die ausgewogene Komposition doch nicht aufgeregt.

Alle haben "abstrakte Bilder gemalt"

„In einigen Bildern ist der Übergang von den ungegenständlichen Modulationen zu den Assoziationen hervorrufenden Collagen erkennbar“, erkennt Kowalski eine Verbindung in Jonischkies Vergangenheit. Geboren 1926 in Ostpreußen kam Jonischkies nach dem Weltkrieg nach Hannover. Nach dem Besuch der Werkkunstschule in Herrenhausen arbeitete er zuerst als Maler. „Damals haben rundherum alle abstrakte Bilder gemalt. Da habe ich mir gesagt, ich mache etwas anderes“, erinnert er sich. Ein Aha-Erlebnis bei der Malerarbeit in einer großen Schreinerei brachte ihn schließlich auf die „Modulationen“: „Ich sah dort Holzplatten mit Schnitten liegen. Ich bin hin und habe weiße Farbe darauf gemalt, da wusste ich: das ist es“, erzählt Jonischkies von dem Moment, der sein Werk maßgeblich prägen sollte. Altersbedingt arbeitet Jonischkies heute lieber mit der gefundenen Pappe, als an den mitunter schweren weißen Holzarbeiten. An ein Aufhören kann er dennoch nicht denken. „Ich muss etwas tun“, sagt der Künstler.

Von Mario Moers

Das wilde Parken auf der Faustwiese will der Bezirksrat Linden-Limmer unterbinden. Das Gremium kritisiert, dass vor allem bei Veranstaltungen auf der Rasenfläche die Zufahrten und der westliche Bereich des Geländes unerlaubt zugeparkt werden.

Juliane Kaune 18.07.2016
Linden Café an der Falkenstraße eröffnet - Der Hafven lädt Lindener zum Andocken ein

Der Hafven-Komplex in der Nordstadt hat ein Café an der Falkenstraße in Linden-Mitte eröffnet. Das Café ist eine Mini-Ausgabe der Gastronomie, die künftig zu dem groß angelegten Hafven-Komplex in der Nordstadt gehören wird.

Juliane Kaune 18.07.2016

Aufgrund von Gleisbauarbeiten im Bereich der Haltestelle Allerweg kommt es zu Einschränkungen im Stadtbahnverkehr. Ein Schienenersatzverkehr wird eingerichtet.

14.07.2016
Anzeige