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Sind die Erstsemester in Linden zu laut?

Ärger mit Anwohnern Sind die Erstsemester in Linden zu laut?

In einem offenen Brief an die Studentenvertretung AStA kritisieren Anwohner, dass bei Willkommensaktionen für die Erstsemester oft auch ausufernde Kiosk- und Kneipentouren durch Linden auf dem Programm stehen.

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Keine Party, sondern Protest: Die AStA-Aktion für mehr Wohnraum.

Quelle: Bank

Hannover. Für Studenten, die neu nach Hannover kommen, ist es eine schöne Sache: Viele Fachschaften organisieren für die Erstsemester Stadtführungen oder Schnitzeljagden über den Campus. In einem offenen Brief an die Studentenvertretung AStA kritisieren Anwohner jetzt allerdings, dass inzwischen oft auch ausufernde Kiosk- und Kneipentouren durch Linden auf dem Programm stehen. Auf den abendlichen Expeditionen bringen ältere Studenten den Anfängern das beliebte Szeneviertel näher – inklusive Besäufnis, lautstarkem Grölen und Pinkeln in Hauseingängen.

Als Anwohner fühle man sich wie ein „Statist in einem Erlebnispark“, beklagt Norbert Wolf stellvertretend für etliche Nachbarn aus Linden-Nord in dem Brief. Er berichtet von weitverstreuten Scherben sowie Uringestank und kritisiert rücksichtslosen Lärm bis zum frühen Morgen. Die Anwohner, die am Schlaf gehindert würden, seien zunehmend genervt. Vereinzelt sollen Nachbarn bereits zur Selbsthilfe gegriffen und Kaltwasserladungen aus den Fenstern gekippt oder den Feiernden Prügel angedroht haben. Wolf spricht von „asozialem Verhalten“ der Studenten und davon, dass „Teile der feierwütigen zukünftigen Akademikerelite meinen, sich so oft sie wollen ungehemmt daneben benehmen zu können“. Die Anwohner hoffen, dass zukünftig nicht mehr „mutwillig Hunderte von Erstsemestern extra nach Linden“ geführt würden.

Der AStA hat die Beschwerde an die Fachschaften weitergeleitet. „Wir finden natürlich auch, dass einige Sauf­rituale von Fachschaften fragwürdig sind“, sagt AStA-Referent Bodo Steffen.Manche Einführungsveranstaltungen seien mit dem Konsum von viel Alkohol verbunden. „Und das gerade in Zeiten, in denen die Studienanfänger immer jünger werden.“ Auch in der Nordstadt seien eine Woche lang lauter betrunkene Studenten zu sehen gewesen.

Demo für preiswerten Wohnraum

Der AStA selbst hat jedoch Mittwoch eine Nachttanzdemo für preiswerten Wohnraum mit rund 400 Teilnehmern veranstaltet, die von 20 bis 23 Uhr durch Nordstadt und Linden führte. Die Polizei verhängte im Vorfeld ein Alkoholverbot, das allerdings gerichtlich gekippt wurde. Mit einer Erstsemestertour sei die Demonstration nicht zu verwechseln, betont AStA-Referent Steffen. „Es ging darum, ein politisches Anliegen zu vertreten. Und niemand hat sich daneben benommen.“ Zahlreiche Anwohner kritisierten jedoch den Lärm der Demo zu später Stunde.

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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