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So schick ist das neue Apollo-Kino

Neueröffnung nach Renovierung So schick ist das neue Apollo-Kino

Alter Charme in neuem Glanz: Nicht jeder Gast bemerkt, dass das Kino rundum renoviert wurde – und das ist gewollt. Vier Wochen lang wurde das Apollo aufgemöbelt. Jetzt feierte das Traditions-Lichtspielhaus seine Neueröffnung.

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Altes Haus im neuen Charme: So schön ist das neue Apollo-Kino in Linden. 

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Gleich in der allerersten Reihe haben sie Platz genommen. Und sehr bequem gesessen. Doch dass die roten Sessel im Apollo-Kino ganz neu sind, ist Sophie Hasterock und Lena Bader gar nicht aufgefallen. Den frischen Anstrich des Kinosaals und den erneuerten Bodenbelag haben die Freundinnen ebenfalls nicht bemerkt. „Hier sieht doch alles aus wie immer - aber stimmt: Auf dem Klo hat es nach Farbe gerochen“, sagt die 17-jährige Sophie.

Kino-Chef Torben Scheller ist zufrieden. Es stört ihn nicht, dass nicht jeder seiner Gäste sofort bemerkt, was sich in den vergangenen vier Wochen in dem Kino in der Limmerstraße getan hat. „Das sollte ja genauso sein“, sagt er. „Den besonderen Charakter des Apollo wollten wir nicht verändern.“ Rund 100 000 Euro hat Scheller investiert, um das Kino grundlegend zu renovieren und alle 200 roten Plüschsessel auszutauschen, auf denen in den vergangenen 13 Jahren Tausende Kinofans gesessen haben.

"Vorher hat man fast auf der Erde gehockt"

Das ist an den Polstern natürlich nicht spurlos vorübergegangen. Wer so regelmäßig ins Apollo kommt wie Sybille Mollzahn aus der Oststadt, merkt den Unterschied sofort. „Die alten Sessel waren schon recht durchgesessen“, lautet ihr Urteil nach der Sitzpremiere auf dem Nachfolgermodell. Ein anderer Gast formuliert es drastischer: „Vorher hat man ja fast auf der Erde gehockt.“ In der Tat bieten die neuen Polstermöbel einen deutlich besseren Komfort - und erstmals Getränkehalter. Optisch sind sie kaum von den altgedienten Sesseln zu unterscheiden. Ein kleines bisschen eckiger kommt das Modell Prag im Vergleich zu seinem Vorgänger namens Galley daher.

„Ich finde, es ist rundum gelungen“, sagt Sybille Mollzahn über die Renovierung. „Es sieht aus wie gewohnt, aber alles ist neu.“ Auch Stammgast Stefan Grieshop freut sich, „dass die typische Apollo-Atmosphäre geblieben ist“. Der Lindener ergänzt, dass er aber auch ohne Renovierung immer wieder gern zum Kinoabend ins Apollo gekommen wäre.

Sophie Hasterock (li.) und Lena Bader fühlen sich wohl in den neuen Sitzen des Apollo-Kinos. Auch wenn diese ein bisschen eckiger sind als ihre Vorgänger.

Quelle: Schaarschmidt

"Wir müssen da unbedingt mal wieder rein"

Scheller ist froh, dass die Arbeiten termingerecht über die Bühne gegangen ist: Am 15. Juli wurde das Apollo wieder eröffnet, tags zuvor war der letzte Handwerker verschwunden. Jeden Schritt hat der Chef des Hauses mit seiner Handykamera dokumentiert. Auf den Fotos wirkt der leere Kinosaal riesig - man erkennt nun, dass das anno 1908 eröffnete Lichtspielhaus einst ein Tanzsaal war.

Eine Seniorin, die vor dem Kino das dort ausgehängte Programm studiert, sagt zu ihrer Begleitung: „Wir müssen da unbedingt mal wieder rein. Die haben das wohl richtig schön zurechtgemacht - mit so tollen Polstersitzen.“

Von Juliane Kaune

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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