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Linden Auf Entdeckertour durch die Hinterhöfe
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Auf Entdeckertour durch die Hinterhöfe
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02:15 04.06.2016
Mehr als 35 Hinterhöfe waren zum Auftakt der Hofflohmärkte Hannover in Linden geöffnet. Quelle: Christian Link
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Linden

Stolz präsentiert Michael sein Fundstück des Tages: „Dagoberts Traumreisen“ - das Lustige Taschenbuch Nummer 64. „Das ist das beste“, ist er sich sicher. Den gut erhaltenen Comicband hat der Nordstädter bei einer Entdeckertour über die Hofflohmärkte in Linden ergattert, die am vergangenen Sonnabend ihre zweite Auflage erlebten.

„Es ist schön, dass man die Innenhöfe sieht, wo man sonst nicht hinkommt“, lobt Michael. Die Jagd nach Schnäppchen sei eher Nebensache. „Das ist ein cooles Konzept“, meint auch seine Freundin Christina aus Vahrenwald - und freut sich, dass die Hofflohmärkte dieses Jahr auch in anderen Stadtteilen zu finden sind. Am 11. Juni werden in der List und der Oststadt viele Hinterhöfe zu Flohmärkten, am 13. August ist die Nordstadt dran. „Wenn ich die Zeit finde, werde ich da auch mitmachen“, sagt Michael.

Nach der Premiere im vergangenen Jahr hat sich das Flohmarktgeschehen schnell etabliert. Bei der Neuauflage sind zahlreiche neue Privatleute dabei, die sich von der Idee überzeugen ließen. Besonders viele Verkäufergemeinschaften haben sich wieder rund um den Lichtenbergplatz in Linden-Mitte gebildet. In der Küchengartenstraße stehen gleich vier Haustüren weit offen und laden Besucher zum Stöbern ein.

Hinter den Hausfluren liegen idyllische Innenhöfe mit viel Grün und großen Bäumen. Zu den Nachbarn, die sich hier zusammengefunden haben, um ihren Trödel zu verkaufen, gehört auch Janko Woltersmann. „Ich habe drei Wochen lang meinen Keller von links nach rechts sortiert“, sagt er. Sein Stand ist eine wahre Fundgrube: Neben Kinderfahrrädern, Büchern und alten Möbelstücken steht hier auch eine Lampe zum Verkauf, die der Zeichentrickfigur Marge Simpson nachgebildet wurde.

Zum ersten Mal hat auch Karin Griesbach aus Linden-Süd ihren Garten für einen Flohmarkt geöffnet. „Ich fand das letztes Jahr total nett und habe mir gedacht: Wir haben doch auch viele Sache, die wir loswerden möchten.“ Für den Verkauf ist Tochter Anna zuständig. Doch obwohl Hunderte Besucher durch Linden ziehen, verirren sich nur wenige an den Stand in der Posthornstraße. „Es wäre schön, wenn in Linden-Süd mehr Höfe dabei wären“, sagt Griesbach. Ihre Teilnahme bereut sie aber nicht. „Es macht zwar viel Arbeit, aber eine Menge Spaß.“

Von Christian Link

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