Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Linden Austellung "Abakus" lädt zum Tüfteln ein
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Austellung "Abakus" lädt zum Tüfteln ein
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:15 25.07.2016
Til (v.l.) und Ole versuchen, das Unendlichkeitsmuster des englischen Mathematiker Roger Pemrose zu legen. Quelle: Steiner
Anzeige
Hannover

„Ich kann Mathe!“, sagt Luisa überzeugt und ergänzt: „Ich komme ja auch schon in die zweite Klasse!“ Luisa spaziert zu der alten Waage im Kindermuseum Zinnober und probiert aus, wie viele Steinchen sie in jede Schale legen muss, damit die Waage im Gleichgewicht bleibt. In der Ausstellung Abakus laden spannende Stationen zum Mitmachen, Knobeln, Forschen, Entdecken und Tüfteln ein. Wer Lust hat, baut eine Brücke aus Holz, die einst von dem Universalgelehrten Leonardo da Vinci erfunden wurde. Oder er probiert aus, spiegelverkehrt zu schreiben. „Wir haben hier neun Exponate aus dem Mathematikum in Gießen ausgeliehen, die anderen hat mein Mann gebaut“, sagt Ausstellungsmacherin Renate Dittscheidt-Bartolosch.

Naturwissenschaften und kulturelle Bildung verbinden

„Ich finde es wichtig, Mathematik und Naturwissenschaften mit kultureller Bildung zu verbinden, denn sie gehören zusammen“, erläutert sie das Konzept der Ausstellung, in der es nicht nur um Zahlen und geometrische Formen geht. In einem Bereich können sich die Kleinen von drei bis sechs Jahren in der Klangwiege lümmeln und dabei erfahren, wie es sich anfühlt, wenn ein Ton durch den Körper schwingt. Währenddessen können sich die Großen an kniffligen Denksportaufgaben versuchen, sich über Leibniz am Rechner informieren, ein Puzzle mit Unendlichkeitsmuster bauen oder gleich selbst etwas erfinden. Wie Maximilian (10), der sich ein Auto mit Propellerantrieb ausgedacht hat. „Wenn Stau ist, kommt ja keiner durch die Straßen, mein Auto kann dann gleich abheben“, erklärt er stolz und wühlt in der Materialienkiste. „Ich muss bloß noch was zum Befestigen der Räder finden!“

"Mir macht Mathe Spaß"

Til (9) und sein Bruder Ole (6) bauen eifrig mit großen Puzzleteilen an einem Unendlichkeitsmuster, das der englische Mathematiker Roger Pemrose 1974 erdacht hat. „Mir macht Mathe Spaß“, verrät er kurz, bevor er sich wieder ganz dem Puzzle widmet. Seine Mutter Julia Fricke (36) ist vertieft in ein Zahlenrätsel. „Ich finde es ganz spannend, einen Einblick zu bekommen, was mein Kind so in der Schule lernt“, sagt die Gehrdenerin. „Es fasziniert die Kinder, hier etwas ganz anderes zu entdecken, als sie im Umgang mit Zahlen gewohnt sind, und auch ich kann noch etwas entdecken.“

Die Ausstellung „Abakus - Denkspiele und ZahlenZauber“ ist bis zum 20. November im Kindermuseum Zinnober, Badenstedter Straße 48, zu sehen. Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Kinder 4, für Erwachsene 5 Euro. Kinder mit Aktiv-Pass haben freien Eintritt. Das Museum ist unter Telefon 89 73 34 66 zu erreichen. Weitere Infos gib es auf www.kindermuseum-hannover.de.

"Mathematik geht durch alle Lebensbereiche"

Für die vielseitige Mitmach-Ausstellung gab es einen konkreten Anlass: „Wir wollten etwas zum Leibniz-Jahr machen und finden, dass Mathe und Denken spannende Themen auch für Kinder sind. Viele haben Angst vor Mathe und das muss eigentlich nicht sein, wenn man da richtig herangeht“, sagt Renate Dittscheidt-Bartolosch überzeugt. „Mathematik geht ja durch alle Lebensbereiche, der berühmte Leonardo-Mann ist so ein Beispiel. Hier können die Kinder lernen, wie die Proportionen ihrer Körperteile sind. Wichtig ist vor allem, dass das Denken Spaß macht.“ Sie selbst sei in der Schule nicht gut in Mathe gewesen. „Und ich bin total fasziniert, was man damit alles machen kann“, sagt sie und faltet in Windeseile ein Achteck, dann eine Pyramide. „Was ich nicht erwartet hätte, ist, dass so viele Erwachsene Spaß an der Ausstellung haben“, ergänzt sie. Und damit an Mathe - wie Luisa. „Ich mag Minusaufgaben am liebsten, die sind nämlich viel schwerer als Plusaufgaben.“

Von Sonja Steiner

Linden Mio Mio, Härtekrug, Kilimanjaro, Trattoria da Giorgio - Das sind die neuen Spots in Lindens Gastro-Szene

Neue Zutaten in Lindens Gastro-Potpourri: Das Mio Mio hat einen anderen Betreiber, der Härtekrug wird zur Trattoria, und mit dem Kilimanjaro soll afrikanische Küche nun die Speisekarte im Stadtteil bereichern. 

Juliane Kaune 23.07.2016
Linden Neueröffnung nach Renovierung - So schick ist das neue Apollo-Kino

Alter Charme in neuem Glanz: Nicht jeder Gast bemerkt, dass das Kino rundum renoviert wurde – und das ist gewollt. Vier Wochen lang wurde das Apollo aufgemöbelt. Jetzt feierte das Traditions-Lichtspielhaus seine Neueröffnung.

23.07.2016

Der renommierte Maler Alexander Jonischkies zeigt Collagen auf dem Lindener Berg. Bis zum 12. August zeigt eine Ausstellung im Küchengartenpavillon das Spätwerk des Künstlers.

19.07.2016
Anzeige