Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Austellung "Abakus" lädt zum Tüfteln ein

Raum für Denkspiele und Zahlenzauber Austellung "Abakus" lädt zum Tüfteln ein

Die Ausstellung "Abakus" im Kindermuseum Zinnober in Linden lädt zum Tüfteln ein: Wer Lust hat, baut eine Brücke aus Holz, die einst von dem Universalgelehrten Leonardo da Vinci erfunden wurde.

Badenstedter Straße 48, Hannover 52.363539 9.699694
Google Map of 52.363539,9.699694
Badenstedter Straße 48, Hannover Mehr Infos
Nächster Artikel
Mann will 29-Jährige ins Gebüsch zerren

Til (v.l.) und Ole versuchen, das Unendlichkeitsmuster des englischen Mathematiker Roger Pemrose zu legen.

Quelle: Steiner

Hannover. „Ich kann Mathe!“, sagt Luisa überzeugt und ergänzt: „Ich komme ja auch schon in die zweite Klasse!“ Luisa spaziert zu der alten Waage im Kindermuseum Zinnober und probiert aus, wie viele Steinchen sie in jede Schale legen muss, damit die Waage im Gleichgewicht bleibt. In der Ausstellung Abakus laden spannende Stationen zum Mitmachen, Knobeln, Forschen, Entdecken und Tüfteln ein. Wer Lust hat, baut eine Brücke aus Holz, die einst von dem Universalgelehrten Leonardo da Vinci erfunden wurde. Oder er probiert aus, spiegelverkehrt zu schreiben. „Wir haben hier neun Exponate aus dem Mathematikum in Gießen ausgeliehen, die anderen hat mein Mann gebaut“, sagt Ausstellungsmacherin Renate Dittscheidt-Bartolosch.

Naturwissenschaften und kulturelle Bildung verbinden

„Ich finde es wichtig, Mathematik und Naturwissenschaften mit kultureller Bildung zu verbinden, denn sie gehören zusammen“, erläutert sie das Konzept der Ausstellung, in der es nicht nur um Zahlen und geometrische Formen geht. In einem Bereich können sich die Kleinen von drei bis sechs Jahren in der Klangwiege lümmeln und dabei erfahren, wie es sich anfühlt, wenn ein Ton durch den Körper schwingt. Währenddessen können sich die Großen an kniffligen Denksportaufgaben versuchen, sich über Leibniz am Rechner informieren, ein Puzzle mit Unendlichkeitsmuster bauen oder gleich selbst etwas erfinden. Wie Maximilian (10), der sich ein Auto mit Propellerantrieb ausgedacht hat. „Wenn Stau ist, kommt ja keiner durch die Straßen, mein Auto kann dann gleich abheben“, erklärt er stolz und wühlt in der Materialienkiste. „Ich muss bloß noch was zum Befestigen der Räder finden!“

"Mir macht Mathe Spaß"

Til (9) und sein Bruder Ole (6) bauen eifrig mit großen Puzzleteilen an einem Unendlichkeitsmuster, das der englische Mathematiker Roger Pemrose 1974 erdacht hat. „Mir macht Mathe Spaß“, verrät er kurz, bevor er sich wieder ganz dem Puzzle widmet. Seine Mutter Julia Fricke (36) ist vertieft in ein Zahlenrätsel. „Ich finde es ganz spannend, einen Einblick zu bekommen, was mein Kind so in der Schule lernt“, sagt die Gehrdenerin. „Es fasziniert die Kinder, hier etwas ganz anderes zu entdecken, als sie im Umgang mit Zahlen gewohnt sind, und auch ich kann noch etwas entdecken.“

Die Ausstellung „Abakus - Denkspiele und ZahlenZauber“ ist bis zum 20. November im Kindermuseum Zinnober, Badenstedter Straße 48, zu sehen. Geöffnet ist montags bis freitags von 9 bis 17 Uhr und sonntags von 11 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet für Kinder 4, für Erwachsene 5 Euro. Kinder mit Aktiv-Pass haben freien Eintritt. Das Museum ist unter Telefon 89 73 34 66 zu erreichen. Weitere Infos gib es auf www.kindermuseum-hannover.de.

"Mathematik geht durch alle Lebensbereiche"

Für die vielseitige Mitmach-Ausstellung gab es einen konkreten Anlass: „Wir wollten etwas zum Leibniz-Jahr machen und finden, dass Mathe und Denken spannende Themen auch für Kinder sind. Viele haben Angst vor Mathe und das muss eigentlich nicht sein, wenn man da richtig herangeht“, sagt Renate Dittscheidt-Bartolosch überzeugt. „Mathematik geht ja durch alle Lebensbereiche, der berühmte Leonardo-Mann ist so ein Beispiel. Hier können die Kinder lernen, wie die Proportionen ihrer Körperteile sind. Wichtig ist vor allem, dass das Denken Spaß macht.“ Sie selbst sei in der Schule nicht gut in Mathe gewesen. „Und ich bin total fasziniert, was man damit alles machen kann“, sagt sie und faltet in Windeseile ein Achteck, dann eine Pyramide. „Was ich nicht erwartet hätte, ist, dass so viele Erwachsene Spaß an der Ausstellung haben“, ergänzt sie. Und damit an Mathe - wie Luisa. „Ich mag Minusaufgaben am liebsten, die sind nämlich viel schwerer als Plusaufgaben.“

Von Sonja Steiner

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Linden
So schön ist Hannover-Linden

Das Ihme-Zentrum hat viele Facetten, hinter seiner grauen Kulisse verbergen sich Geschichten aus vergangener Kinderzeit, Heimatliebe und Zukunftsträumen. In unserer multimedialen Reportage nehmen wir Sie mit zu einem interaktiven Besuch vor Ort. So haben Sie das Ihme-Zentrum noch nie gesehen – versprochen.

Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
Aus der Region
Hannover – vom Heißluftballon aus gesehen

Alles auf einen Blick: Der Maschsee, die drei warmen Brüder, das Ihme-Zentrum und das Anzeiger-Hochhaus - auf den Bildern von Steffen Goldenstein sehen die großen Bauwerke der Stadt ganz klein aus.

Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.