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Linden Der Jazz-Pastor kommt nach Linden
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Der Jazz-Pastor kommt nach Linden
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20:14 01.06.2016
Große Geste zum Abschied: Mathias Reh segnet seine ehemalige Gemeinde in Ledeburg. Im Hintergrund: Seine Interimsnachfolgerin Prädikantin Maike Franklin. Quelle: Johanna Stein
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Linden-Nord

In Ledeburg und Stöcken konnte er seine Ideen gut umsetzen. Jazzkonzerte, Theatergottesdienste, Kunstaustellungen und Chorprojekte wie „Blues und Bettag“ oder „Swinging Christmas“ hat der Pastor dort etabliert. Jetzt ist nach 13 Jahren Schluss in der alten Gemeinde: Reh kommt nach Linden-Nord, er tritt dort eine halbe Pfarrstelle an.

„Ich bin schon sehr nervös - mit 58 Jahren noch einmal so einen Schritt zu machen, ist sicher nicht leicht“, sagt er. Aber die Vorfreude überwiegt. „Linden ist so ein interessanter, bunter Stadtteil - den will ich kennenlernen.“ Reh ist motiviert, will neue Dinge lernen und sich in Linden einbringen. Er plant Musikgottesdienste und andere kulturelle Projekte. „Auch für die Konfirmandenfreizeit bin ich schon eingeteilt, das wird bestimmt spannend“, meint der Geistliche.

Am Sonntag hat die Gemeinde Ledeburg-Stöcken die Verabschiedung von Reh zusammen mit der Einführung von Maike Franklin als Prädikantin gefeiert. Dass sie ihre Feier teilen mussten, störte die beiden nicht. Im Gegenteil: Der Pfarrer und seine Nachfolgerin ließen es sich nicht nehmen, auch eine gemeinsame Predigt zu halten - über die Liebe. Die sei auch in Ledeburg-Stöcken manchmal etwas verloren gegangen, hieß es da. Nach der Fusion der beiden Gemeinden gab es Probleme, ein geeignetes Domizil zu finden.

„Das war zermürbend, und es ist ja noch nicht zu Ende“, sagt Reh. Dennoch sei er zuversichtlich, dass es bald eine Lösung gebe. Krisen gehörten schließlich zur Liebe dazu. „Aber wir setzen auf die Liebe.“ Ganz gleich, ob in Ledeburg oder in Linden.

Von Johanna Stein

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