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Linden Die Scilla färbt erstmals ganz Linden blau
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Die Scilla färbt erstmals ganz Linden blau
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02:15 19.03.2016
Blaues Wunder: Das Plakat zur Aktion.
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Hannover

„Shoppingvergnügen in ganz Linden“. Unter diesem Motto veranstalten drei Lindener Werbegemeinschaften am ersten Aprilwochenende erstmalig gemeinsam das beliebte „Blaue Wunder“. Nach einigen Jahren ist es den Vereinen wieder gelungen, den Termin mit dem gleichzeitig stattfindenden Scillablütenfest auf dem Lindener Berg zu kombinieren. Die lindenweite Veranstaltung verspricht neben offenen Ladentüren ein buntes Kulturprogramm mit mehreren Bühnen, Kinderunterhaltung und Straßenmusik. Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündeten die Standortgemeinschaften jetzt stolz das umfangreiche Programm, das gleichzeitig alle Zweifel an der Zukunftsfähigkeit der Veranstaltung vom Tisch räumen sollte. Ein abgesagter Weihnachtsmarkt hatte zuletzt auf die sinkende Bereitschaft der Kaufleute an der Durchführung gemeinsamer Feste aufmerksam gemacht. Angesichts der neuen Dimension des „Blauen Wunders“ wurde eine Event-Agentur mit der Durchführung beauftragt.

Das Unternehmen Linden Outdoor weiß, wie sich die Lindener auf die Straße locken lassen. Das Limmerstraßenfest und Fährmannsfest werden bereits von der Agentur geplant. Nun auch das „Blaue Wunder“, das erfolgreiche Lieblingskind des Vereins Lindengut, der die Gewerbe rund um den Marktplatz fördert. Mit dabei sind erstmalig auch die beiden anderen großen Standortgemeinschaften Deisterkiez und die Aktion Limmerstraße. In der Deisterstraße nehmen etwa 12 Läden an dem verkaufsoffenen Sonntag teil. An der Ecke Weberstraße baut der Blues Club Hannover eine kleine Bühne auf. In der Limmerstraße gibt es Wein, Gastro-Stände und Straßenmusik, am Küchengarten können Kinder Bungee-Hüpfen, Karussell fahren oder durch einen Irrgarten irren. In dem Bereich beteiligen sich weitere 16 Geschäfte. Rund um den Marktplatz haben sich bereits weitere 34 angemeldet. Auf dem Markt befindet sich auch die Hauptbühne, die bis in die frühen Abendstunden bespielt wird. „Aus Erfahrung gelingt ein verkaufsoffener Sonntag nur, wenn ein interessantes Kulturprogramm dazu angeboten wird“, erläutert Organisator Peter Holik das neue, ganzheitliche Konzept.

In der Vergangenheit fehlte es einigen Besuchern und Kaufläuten bei den Werbe-Aktionen rund um den Marktplatz an solchen begleitenden Angeboten, die wesentlich zu dem Charme solcher Straßen-Feste beitragen. „Das ,blaue Wunder‘ ist eine Werbeveranstaltung, keine Verkaufsveranstaltung“, betonten die drei Standort-Vereine deshalb auch in einem Anschreiben an die Kaufleute. Darin wiesen sie darauf hin, dass die zu entrichtende Teilnahmegebühr als Werbung verstanden werden müsse. Die Gebühren sind nach Lage des Standorts gestaffelt und betragen zwischen 70 und 210 Euro. Kosten, die besonders die Betreiber spezieller Fachgeschäfte und Ketten nicht selbstverständlich zu tragen bereit sind. Ein Problem, das sich zuletzt an sinkender Beteiligungsbereitschaft für solche gemeinsamen Aktionen widerspiegelte. Mit der neuen Kooperation untereinander scheinen die Standortvereine eine Lösung gefunden zu haben. Das „Blaue Wunder“ verspricht einen verkaufsoffenen Sonntag, den Linden in der Größe noch nicht gesehen hat.

Die beteiligten Geschäfte sind am Sonntag, 3. April, von 13 bis 18 Uhr geöffnet.

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