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Linden Entspannung für unheilbar Kranke
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Entspannung für unheilbar Kranke
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00:15 28.03.2016
Viel Weiß, gedämpftes Licht und Musik: Der Snoozle-Raum im Siloah. Foto: Petrow Quelle: Florian Petrow
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Hannover

„Der Raum soll den Patienten den Umgang mit der Diagnose und auch mit den Schmerzen erleichtern“, sagt Markus Sosada, ärztlicher Leiter der Palliativstation.

Bisher wurde der Entspannungsraum, den die Station vergangene Woche offiziell eröffnet hat, zweimal genutzt. „Beides waren Abschiedssituationen, in denen die engen Angehörigen dabei waren“, erzählt Denia. Die Rückmeldung sei sehr positiv gewesen. „Sie fanden es wunderbar und beruhigend“, sagt der Stationsleiter. „Das ist schon toll, dass man in dem Raum Zeit füreinander und für gute Gespräche findet.“ Das erleichtere das Gehenlassen.

Neben Patienten und Angehörigen können aber auch die Krankenhausmitarbeiter dort Ruhe finden. „Die Arbeit mit Todkranken ist schließlich auch psychisch belastend für das Personal“, sagt Heinrich Aller, Vorsitzender des Fördervereins der Palliativstation. Eine Spende des Vereins über 20 000 Euro ermöglichte der Klinik die Einrichtung des Snoozle-Raums im Neubau, der ansonsten ein Fernsehzimmer geworden wäre. „Aber die Palliativstation braucht eher einen Begegnungs- als einen Fernsehraum“, sagt Stationsleiter Peter Denia. Außerdem gebe es ja schon ein Wohnzimmer und Fernseher in den Zimmern der Patienten.

Die Idee zum Snoozle-Raum kommt aus den Niederlanden. „Dort nutzt man Akustik- und Lichtreize zur Entspannung“, erklärt Denia. Die Musik können sich die Patienten selbst aussuchen, genauso wie Helligkeit und Farbe der Lichter. „Die einen mögen lieber Mozart und Rot - für mich wären die Toten Hosen und ein tiefes Blau am besten“, sagt Denia lachend.

Von Johanna Stein

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