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Linden "Grüne Banane" soll Autos vom Markt verbannen
Hannover Aus den Stadtteilen Linden "Grüne Banane" soll Autos vom Markt verbannen
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00:15 04.07.2016
Von Juliane Kaune
Mit der "Grünen Banane" werben die Grünen für einen autofreien Marktplatz. Quelle: HAZ
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Hannover

Die Stephanusstraße können sie sich als Anliegerstraße vorstellen - oder komplett vom motorisierten Individualverkehr befreit. „So ergäbe sich eine verkehrsberuhigte Achse, in der Radfahrer und Fußgänger Vorrang haben“, sagt Daniel Gardemin, Fraktionschef im Bezirksrat. Ihre Vorschläge wollen die Grünen mit den Anliegern diskutieren: Sie haben eine Fragebogenaktion gestartet, in der die Lindener aufgefordert sind, ihre Meinung zu äußern und ihre Wünsche zur Verkehrssituation zu formulieren.

An rund 450 Haushalte hat die grüne Ortsgruppe die Fragebögen verteilt. Anwohner sind ebenso zur Teilnahme aufgerufen wie die umliegenden Geschäftsleute. „Wir möchten ein möglichst breites Meinungsbild haben“, sagt Gardemin. Erst jüngst habe sich gezeigt, dass sich Bürger einen autofreien Marktplatz vorstellen könnten. Ende Mai hatten Lindener in einer nicht angemeldeten Aktion den Platz für kurze Zeit „besetzt“, um ihn sich als Frei- und Spielfläche zurückzuerobern.

"Busse sollen weiter durchfahren"

In dem Fragebogen gibt es die Option, nur die parkenden Autos von der Marktfläche zu verbannen - oder auch die parallel laufende Straße Lindener Marktplatz für Autofahrer zu sperren. „Die Busse sollen natürlich weiter durchfahren, auch für Anlieger und Lieferfahrzeuge müssten gesonderte Lösungen gefunden werden“, erklärt Gardemin. Für die Stephanusstraße nennt der Fragebogen Alternativen wie eine Anliegerstraße, eine Einbahnstraße ab Gartenallee oder eine komplette Sperrung für Autos (bis auf Bus- und Lieferverkehr) mit einer Querungsmöglichkeit an der Kreuzung zur Gartenallee. „Wir wollen nicht fordern, dass es so kommen muss, sondern herausfinden, was die Bürger wollen“, betont Gardemin. Der auf diese Weise entstehenden verkehrsberuhigten Achse haben die Grünen den plakativen Namen „Grüne Banane“ gegeben.

Auf einen Aspekt weisen sie in ihrem Fragebogen besonders hin: „Mehr Platz im Straßenraum bedeutet auch weniger Parkplätze“, heißt es dort. „Was die Lindener darauf antworten, ist besonders spannend“, sagt Gardemin. Bis zum 9. Juli haben sie Zeit, den ausgefüllten Bogen im Buchladen Annabee in der Stephanusstraße abzugeben. In den Sommerferien sollen die Ergebnisse ausgewertet werden, um dann als Grundlage für die weitere Diskussion zu dienen.

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