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Grünes Licht für Treffpunkt Allerweg

Linden-Süd Grünes Licht für Treffpunkt Allerweg

Die Hinterhaussanierung beginnt 2017 – und wird 1,2 Millionen Euro teurer / Geld für das Vorderhaus hat die Stadt nun mit ihrem Investionsprogramm in Aussicht gestellt.

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„Ich glaube, dieser Raum wird siebenfach genutzt“: Familienzentrum-Koordinatorin Elke Njai in der Bibliothek.

Linden-Süd. Linden-Süd. Es geht voran im Allerweg. Nachdem die beschlossene Sanierung des Treffpunkts auf Eis gelegen hat, präsentiert die Verwaltung nun die fertigen Pläne für den ersten Bauabschnitt. Vorerst wird nur das Hinterhaus erneuert - im Herbst 2017 sollen die Bagger anrollen. Auf ein angedachtes Stadtteilzentrum im Vorderhaus müssen die Bürger in Linden-Süd noch länger warten. Das Geld für den zweiten Bauabschnitt steht allerdings schon bereit. „Das Investitionsmemorandum veranschlagt für die Maßnahmen im Vorderhaus einen Betrag von rund 4 Millionen Euro“, sagt Stadtsprecher Alexis Demos.

Die Pläne für den umfassenden Umbau des vom Caritas-Familienzentrum St. Vinzenz genutzten Hinterhauses wurden gestern dem Bezirksrat Linden-Limmer vorgestellt. Der Rat der Stadt hatte Anfang vergangenen Jahres 2,4 Millionen Euro für das drängende Projekt freigegeben. Zuletzt hatte aber der Bau von Flüchtlingsunterkünften die Kapazitäten des Fachbereichs Gebäudemanagement gebunden. Nun gibt es grünes Licht. „Ich freue mich riesig. Es ist an der Zeit, den Umbau endlich umzusetzen“, kommentiert Inka Dette-Suhr, Leiterin des Familienzentrums, die Beschlussdrucksache.

Mit 3,61 Millionen Euro wird die Erneuerung etwa 1,2 Millionen Euro teurer als vor der Entwurfsplanung geschätzt. Das Hinterhaus, in dem heute eine Kindergarten- und zwei Hortgruppen untergebracht sind, wird an mehreren Stellen abgebrochen und erneuert. Seit Jahren sind die Sanitär- und Küchenräume in desolatem Zustand. Ein winziges Bibliothekszimmer dient Erzieherinnen und Erziehern gleichzeitig als Aufenthaltsraum, Büro und Ausweichraum für Spiel- und Lernangebote.

An vielen Stellen im Gebäude sind Risse und Abnutzung deutlich sichtbar. Das Treppenhaus etwa muss vollständig abgerissen werden. Der an das Grundstück grenzende öffentliche Spielplatz im Mimmi-Fuhlrott-Gang soll künftig als zusätzlicher Außenbereich dem Familienzentrum zugeschlagen werden. „Damit bekommen wir erstmals eine geschützte Freifläche, das ist sehr wertvoll“, sagt Leiterin Dette-Suhr und begrüßt die Erweiterung.

Ursprünglich sollte der Baustart bereits in diesem Sommer sein. Während der nun anvisierten Bauzeit zwischen Herbst 2017 und Ende 2018 werden die Gruppen des Familienzentrums in die zurzeit leer stehende Kindertagesstätte Hohe Straße ausgelagert. Nach der Fertigstellung soll eine zusätzliche Fördergruppe für Kinder mit sozial-emotionalen Benachteiligungen das Angebot des Familienzentrums am Allerweg ergänzen. Die Gruppe mit zehn Kindern wird in dem noch unsanierten Vorderhaus einquartiert. Damit werden auch die ersten Weichen für eine Umstrukturierung und Neuausrichtung des gesamten Treffpunkts Allerweg gestellt.

„Einige derzeitige Nutzergruppen werden nicht in das neue Konzept passen“, glaubt Carsten Tech vom Quartiersmanagement der Gesellschaft für Bauen und Wohnen (GBH). Derzeit befindet sich im Vorderhaus unter anderem der Jugendtreff, die Geschäftsstelle des Bundes der Katholischen Jugend und die Stadtteilkulturarbeit. Dazu kommen selbstverwaltete Räume diverser Kultur- und Migrantenvereine. Die griechische Gemeinde und der spanische Club Juvenil gehören dazu.

Ein 2015 beschlossenes Konzept für den Treffpunkt legt den neuen Schwerpunkt auf die Kinder-, Jugend- und Familienarbeit. Konkrete Pläne für den zweiten Bauabschnitt gibt es noch nicht. Bis dato wurde lediglich eine Studie mit mehreren Varianten erstellt. „Nach Abstimmung des Investitionsprogramms und der darauf basierenden Planungen wird die Verwaltung den politischen Gremien eine entsprechende Drucksache vorlegen“, erklärt Stadtsprecher Demos den Status quo. „Wir hoffen, dass jetzt wenigstens erst einmal der erste Bauabschnitt termingerecht umgesetzt wird“, sagt Quartiersmanager Tech. Von Mario Moers

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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