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Holzcontainer werden erst im Februar bezogen

Linden-Nord Holzcontainer werden erst im Februar bezogen

Die Wohnanlage für Flüchtlinge an der Steigerthalstraße geht mit Verspätung in Betrieb und ist nun ab Februar für Füchtlinge offen. Ein Unterstützerkreis für die Unterkunft in Ihme-Nähe hat sich bereits gebildet.

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Im Februar sollen Flüchtlinge in die Holzcontainer-Anlage einziehen. 

Quelle: Michael Thomas

Hannover. Eigentlich sollten Mitte dieses Monats Flüchtlinge in die neuen Modulbauten an der Steigertahlstraße einziehen. Nun ist der Termin noch einmal in den Februar verschoben worden. Der Aufbau der Wohncontainer sei zwar weitgehend abgeschlossen, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Doch in den kommenden Wochen müssten noch Möbel beschafft und das Außengelände „in einem gewissen Mindestmaß“ hergerichtet werden - was witterungsabhängig ist. Die Containeranlage in Linden-Nord fällt nicht nur durch ihre bunte Fassade in Rot, Gelb und Orange auf - sie ist auch die erste im Stadtgebiet, die aus dem alternativen Werkstoff Holz errichtet wurde.

Auf diese Weise will die Stadt die Engpässe bei Stahlcontainern umgehen. Die Holzbauten lassen sich nach Auskunft der Verwaltung umweltfreundlich produzieren und sind nicht teurer als ihre Pendants aus Stahl. Gleichwohl kostet die Lindener Anlage die Stadt 4,5 Millionen Euro.

Sowohl Einzelpersonen als auch Familien kommen

Sie besteht aus drei zweigeschossigen Wohnzeilen, die in U-Form um ein Gemeinschaftsgebäude sowie zwei großzügige Freiflächen gruppiert sind. Rund 100 Personen können dort wohnen. Vorgesehen sind Einheiten mit drei oder fünf Zimmern, die jeweils eine Wohnküche und gemeinsame Bäder haben. Die Grundrisse sind aber flexibel. Die Unterkunft sei sowohl für Einzelpersonen wie auch für Familien ausgelegt, sagt Dix. Noch stehe aber nicht fest, wie die Zimmer schließlich belegt werden. Auch die Frage, aus welchen Nationen die Flüchtlinge kommen, ist noch offen.

Voraussichtlich Ende Januar beschließt der Rat der Stadt, welcher Betreiber den Zuschlag für die Modulanlage erhält. Drei Sozialarbeiter, ein kontinuierlicher Wachdienst und ein Hausmeister werden die Betreuung übernehmen.

Schon jetzt hat sich ein Unterstützerkreis für die Unterkunft gebildet. „Wir scharren schon mit den Hufen“, sagt der parteilose Bezirksratsherr Jörg Schimke, der zu den Helfern gehört. Nach dem Einzug will die Stadt die Wohnmodule den Lindenern bei einem Tag der offenen Tür vorstellen.

Nach den Worten von Stadtsprecher Dix sind die Holzbauten ebenso „winterfest“ wie eine normale Wohnung. Bei der Präsentation der Bauten im vergangenen November hatte Architekt Kay Marlow betont, die Module seien sehr stabil und hätten eine Lebensdauer von mindestens 20 Jahren. Beheizt werden sie über Wärmepumpen oder Fernwärme. Auch ein guter Schallschutz ist notwendig: Die Wohncontainer befinden sich in direkter Nähe zum Westschnellweg.

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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