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Ihme-Zentrum soll neue Fassade bekommen

Entwurf der Verwalter Ihme-Zentrum soll neue Fassade bekommen

Das Ihme-Zentrum soll eine neue Fassade bekommen – zumindest auf der Gebäudeseite entlang der Blumenauer Straße. Damit will der Immobilienverwalter die Attraktivität der bekannten Bauruine für Einzelhändler erhöhen. Die Wohnungseigentümer nehmen die Fassadenpläne mit verhaltenem Optimismus auf.

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Soll zum Teil eine neue Fassade bekommen: das Ihme-Zentrum.

Quelle: Frank Wilde

Hannover. Eine Fassadenstudie ist den Wohnungseigentümern im Ihme-Zentrum kürzlich bei einer nichtöffentlichen Versammlung vorgestellt worden. Die Außenwände sollen mit verputzten Dämmplatten verkleidet werden, sodass Lücken geschlossen werden. Nur vereinzelt sieht der Entwurf Fenster in der Wand vor. „Welche Farbe die Fassade bekommt, ist noch nicht entschieden“, sagt Torsten Jaskulski von der Verwaltungsfirma Cardea. Dort, wo ein Fitnessstudio einziehen soll, seien große Fensteröffnungen vorgesehen, bei Supermärkten bleibe die Fassade dagegen geschlossen. Angeblich hat der Investor, das Unternehmen Intown, mehrere Einzelhändler an der Hand, die sich für Räume im Ihme-Zentrum interessieren. „Wir werden den Entwurf jetzt mit der Bauverwaltung besprechen“, kündigt Jaskulski an.

Die Wohnungseigentümer nehmen die Pläne für eine neue Fassade mit verhaltenem Optimismus auf. „Das ist immerhin ein erster Schritt“, sagt einer. Jedoch sei es an der Zeit, dass sich der Investor selbst zu Wort meldet. Manche Bewohner des Ihme-Zentrums sehen in dem Entwurf eine Möglichkeit, wie das Gebäudeensemble wieder zu einer geschlossenen Einheit findet. Andere halten die nahezu lückenlose Verkleidung für verfehlt, weil sich das Zentrum dadurch vom Stadtteil Linden abschottet. Ihren Namen wollen die Bewohner nicht in der Zeitung lesen, weil ihnen von Cardea eingeschärft wurde, sich nicht gegenüber der Presse zu äußern. Jaskulski betont, dass die Stimmung bei der Versammlung „konstruktiv und positiv“ gewesen sei.

Im nächsten Jahr soll der Weg auf der anderen Seite des Ihme-Zentrums entlang der Ihme neu gestaltet und ausgebaut werden. Die Stadt will eine Verbindung zwischen der Brücke Spinnereistraße und der Benno-Ohnsorg-Brücke schaffen. Das nötige Geld steht bereits im Haushalt. „Es tut sich etwas, aber ob das Ihme-Zentrum am Ende neu belebt wird, bleibt unklar“, sagt einer der Wohnungseigentümer. Er hofft jetzt auf ein positives Signal der Stadtverwaltung.

Das Berliner Unternehmen Intown ist seit Februar Haupteigentümer der Immobilie. Kritiker monieren, dass seit der Übernahme wenig geschehen sei. Im Bezirksrat Linden-Limmer haben die Grünen jüngst vorgeschlagen, das Ihme-Zentrum zum Sanierungsgebiet zu erklären und mit öffentlichem Geld hochzupäppeln. Eine Voruntersuchung, die klärt, welche Ziele eine Sanierung verfolgen sollte, würde bereits 60.000 Euro kosten. „Das Geld können wir uns jetzt sparen“, sagt ein Bewohner des Zentrums. Die Präsentation des Fassadenentwurfs zeige, dass es vorangeht.

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Linden in Zahlen
  • Stadtbezirk : Linden-Limmer, 10. Stadtbezirk in Hannover
  • Stadtteile: Linden-Mitte, Linden-Nord, Linden-Süd und Limmer
  • Einwohner: Im Stadtbezirk ca. 43.164 Einwohner
  • Einwohner je Stadtteil: Linden-Mitte (11.843 Einwohner), Linden-Nord (16.080 Einwohner), Linden-Süd (9.326 Einwohner)
  • Bevölkerungsdichte : 5.277 Einwohner je km²
  • Postleitzahl : 30449, 30451, 30453
  • Geschichte: Das Dorf Linden entstand im 11. Jahrhundert und wuchs im 19. Jahrhundert zur Industriestadt, die 1920 nach Hannover eingemeindet wurde.
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