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Linden Junge israelische Künstler präsentieren Projekt
Hannover Aus den Stadtteilen Linden Junge israelische Künstler präsentieren Projekt
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02:15 27.08.2017
tav Yeini (2. v. l.) und HAR (3. v. l.) und ihre Mitstreiter bei einer Session in der Zukunftswerkstatt. Sarah Kniep (rechts liegend) vom städtischen Büro Junge Kultur sprach im Anschluss von einer positiven Erfahrung. Quelle: Marius Klingemann
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Hannover

Der aus Tel Aviv kommende HAR und die in Brüssel lebende Yeini luden alle Interessierten ein, bei einer der vier rund dreistündigen Sessions, die am Sonnabend und Sonntag in den Räumlichkeiten der Zukunftswerkstatt (Ihmeplatz 7E) stattfanden, mitzuwirken. Die Teilnehmer machten es sich mit verbundenen Augen auf einer Art Kingsize-Bett, genauer einer mit Teppichboden bezogenen Holzplanke, die mittels Mechanik in leichte Vibration versetzt wurde, bequem. Sie wurden von den beiden Künstlern und ihren ebenfalls aus Israel stammenden Mitstreitern Naama Zohar, PESH und Rami Hackmon schließlich mit allerlei Gegenständen wie kleinen Steinen, Tüchern oder Lichterketten bedeckt, während Yeini zusätzlich esoterische Musik und Gesangsbrocken einspielte. Der etwa halbstündige Selbstversuch zeigt: Man benötigt sicherlich ein wenig Talent und auch Willen dafür, sich auf so etwas einzulassen, im Anschluss fühlt man sich aber entspannt-anders.

Das kreative Duo sprach in diesem Zusammenhang von einer „Situation, in der man den Standards des Alltags entfliehen“ könne. Jeder sei eingeladen, sich so lange wie gewollt hinzulegen und das Prozedere „individuell auf sich wirken zu lassen“.

Ein Versuch junge Kunst in Hannover zu etablieren

Sarah Kniep vom städtischen Büro Junge Kultur sprach nach mehr als einstündigem Abschalten von einer „positiven Erfahrung“. Sie nennt solche Aktionen wie „Ground+“ einen „Versuch, junge Kunst stärker in Hannover zu etablieren“. Es könne nicht sein, dass „wir hier so viele kreative Studiengänge haben und die meisten Absolventen dann doch nach Berlin oder Leipzig gehen“.

Aus diesem Grund unterstützt die Stadt das PlatzProjekt Hannover an der Fössestraße, das in einem umgebauten Forschungscontainer auf dem Gelände die sogenannte Artist Residency eingerichtet hat. Hier sollen internationale Jungkünstler die Möglichkeit erhalten, Projekte auszuarbeiten, um diese dann schließlich öffentlich zu präsentieren.

Von Marius Klingemann

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